S/V RELAX - heading west

31 December 2017 | Richards Bay
23 December 2017 | Richards Bay, Südafrika
12 December 2017 | Maputo, Mosambik
18 November 2017 | Mayotte (Comoren)
17 November 2017 | Dzaoudzi
16 November 2017 | Dzaoudzi
14 November 2017 | Mayotte (Comoren)
01 November 2017 | Port Louis, Mauritius
21 October 2017 | Mauritius, La Balise Marina
14 October 2017 | moon
04 July 2017 | Mauritius, dann Berlin
11 June 2017 | Rodrigues
10 June 2017
04 June 2017 | Rodrigues
04 June 2017
04 June 2017 | Salomon
04 June 2017 | Salomon Islands
10 May 2017 | Salomon Islands Chagos Archipel

Länger in Richards Bay als gewollt

31 December 2017 | Richards Bay
Carmen
Silvester in Richards Bay

Wir liegen immer noch in Richards Bay. Und werden Silvester auch hier verbringen, zusammen mit einer englischen, einer amerikanisch registrieren (auf der aber Russen sind) und mehreren französischen Yachten, alle liegen wir hier im Super gut geschützten Small craft Harbour, umsonst!
Es hätte für uns gestern ein Wetterfenster nach Durban gegeben, knapp 48 Stunden lang Nordwind, ideal, aber dann wären wir von Durban nicht weitergekommen, da ist weit und breit nichts Richtung Süden zu sehen. Also haben wir uns kurzerhand entschlossen hier zu bleiben und das nächste passende Wetterfenster abzuwarten.
Wir liegen hier einfach klasse, ein total geschützter Stadthafen, Wasser und Strom umsonst, jede Menge Restaurants und Bars keine 100 Meter entfernt, mit dem Taxi in die Mall von Richards Bay kostet umgerechnet knapp 5 Euro.
Was haben wir in den 2 Wochen, in denen wir hier sind, gemacht?
Die ersten Tage natürlich Schlaf nachgeholt und uns psychisch wie auch physisch regeneriert, einklariert, uns Internet besorgt, die nötigen Reparaturen versucht zu erledigen, was aber nicht wirklich von Erfolg gekrönt war. Anrufe beim Segelmacher ergaben, dass wir hier sowohl ein Vorsegel als auch ein Spinaker bekommen könnten, allerdings sind wir zur ungünstigster Zeit des Jahres hier. Die meisten Geschäfte haben ab dem +/- 20..12, zu gemacht und öffnen erst wieder am 12.Januar. So auch der Segelmacher, der Canvas Shop und viele Andere.
Einen Diesel Filter, den wir uns zusätzlich einbauen lassen wollen, gibt es hier leider nicht. Auch das muss wie die Segel und die Dodger bis Kapstadt warten. Ebenso die Reparatur unseres SSB Radio, und des Autopiloten.
Das war der größte Flop!
Der hier in Richards Bay ansässige Raymarine Vertragshändler hatte zwar den neuen Autopilot Computer da (nach 5 Tagen Lieferzeit von Kapstadt), war jedoch keine wirklich große Hilfe. Eigentlich spezialisiert auf Außenbordmotoren, aber nebenbei auch Raymarine Vertragshändler, kam ein vermeintlicher Spezialist zu uns und meinte, alles ganz einfach, Plug and Play. Kein Problem!
Das liebe ich ja! Plug and play, ha!
Funktioniert nämlich nie!
Also auf plug and play war auch diesmal Verlass!
Es funktionierte natürlich nicht und auch der Techniker wüsste keinen Rat. ˋzig Telefonate mit dem Haupthändler in Kapstadt brachten keinen Erfolg. Der Autopilot funktioniert nach wie vor nicht. Und der Alte Autopilot jetzt auch nicht mehr richtig. Toll!
Also den neuen Computer wieder ausbauen. Wir müssen uns bis Kapstadt durchschlagen, HOFFENTLICH kann man uns dort weiterhelfen.
Wir bestellen 320 Liter Diesel und die Lieferung klappt. Ein kleiner Erfolg.
Wir machen auf beiden Maschinen den längst überfälligen Ölwechsel.
Wir bauen den SSB Antenna Tuner schon mal aus, Relax bekommt ein Vollbad und strahlt wieder, wir kleben die Schalldämmung im Generator Raum und buddeln unsere Fahrräder hervor.
Der Vorderreifen meines Fahrrades entpuppt sich als Beschäftigungs- Therapie, nach viermaligen Flicken haben wir die Nase voll und auch keine Flicken mehr. Kaufen 2 neue Schläuche.
Weihnachten verbringen wir recht ruhig, am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir daheim, den zweiten Weihnachtsfeiertag sind wir im Zululand Yacht Club und grillen mit Frank von der deutschen Yacht Frieda, unseren Freunden Jacqui und David von Jackster, und der neuseeländischen Yacht Red Hering.
Am 1. Januar haben wir eine Safari in den Hluhluwe-Umfolozi Nationalpark gebucht.
Das ist der älteste Nationalpark Südafrikas und liegt etwa 140 Km nordwestlich von Richards Bay.
Wir freuen uns schon.
In diesem Sinne wünschen wir allen Freunden, Bekannten und auch unbekannten Lesern unseres Blogs einen guten und sicheren Rutsch in das Neue Jahr.

Nachtrag vom Skipper: das Wetter/Windgeschehen an der afrikanischen Ostküste bringt mich immer wieder zum Kopfschütteln. Die Windrichtungen wechseln so schnell, dass man längere Strecken fast nicht planen kann. Da es über eine Distanz von ca. 260 NM keine sichere Ankermöglichkeit gibt, ist man schon mal für längere Zeit in Wartestellung. Die vorherrschenden Windrichtungen Südwest bzw. Nordost bringen jeweils Windstärken von über 30 Knoten mit sich.
Wahrscheinlich haben wir kommenden Donnerstag ein Wetterfenster welches uns endlich weiter bringt.



Endlich nach Südafrika

23 December 2017 | Richards Bay, Südafrika
Ralph
Oben im Bild der verstopfte Filter. Originalfarbe wäre goldfarben! Bild bitte vergrößern.

In Maputo hatten wir das Glück, einen fähigen Mechaniker zu finden. Er installierte ein neues Steuerseil, reparierte unsere Maschine und erneuerte das Starter-Solenoid unseres Generators.
Der Grund für den Ausfall der Maschine war ein verstopfter Diesel-Filter.
Bevor man mir hier Schlamperei vorwirft, hier die Erklärung.
Vor dem Hauptfilter sitzt eine kleine Handpumpe, welche, wenn nötig, manuell Diesel Richtung Hauptfilter pumpt. Diese Leitung ist ca. 15 Millimeter im Durchmesser, sieht aus wie eine normale Dieselleitung. Nachdem sich Mauro, der Mechaniker, die Maschine vornahm, schraubte er diese Leitung ab und holte aus dem inneren einen Mini-Filter von ca. 2,5 cm Länge und 1 cm im Durchmesser heraus, legte ihn seine Handfläche und zeigte mir diesen.
Ich wollte meinen Augen nicht trauen, total schwarz, verstopft! Dieser Filter verhindert somit, dass Diesel zum Haupt-Dieselfilter gelangen kann.
Unverständlich ist, dass im Wartungshandbuch darüber NICHTS zu finden ist!! Kein Volvo Mechaniker, der je bei uns einen Service durchführte, hat dies erkannt. Ja nicht einmal bei unserem Dieselproblem in Thailand, wo der gesamte Tank entleert und gereinigt wurde. Spätestens hier hätte eine Kontrolle stattfinden müssen.
Unser Maputo Mechaniker war vor längerer Zeit bei Volvo in Stockholm ausgebildet worden. Er meinte, diese Anordnung sei ein älteres Design und jüngere Mechaniker wüssten dies nicht.
Gleich schaute er auch nach diesem Filter an der anderen Maschine. Hier fast das gleiche. Ein paar Stunden mehr und auch diese Maschine wäre stehengeblieben. Na Toll!
Nachträglich bekam ich einen Adrenalinstoß! Also, bei allem Pech, hier haben wir echt Glück gehabt. 10 Seemeilen weiter südlich und die Strandung wäre mit 99,9% erfolgt!
Hier hat unser Schutzengel ganze Arbeit geleistet. Herzlichen Dank!!
Mit reparierten Schiff ging es nun endlich nach Südafrika. Der Wind blies wieder mal mit teils über 30 Knoten, also kein so entspanntes Segeln.
Vor der Hafeneinfahrt von Richards Bay ist ein Wrack in der Karte vermerkt. Sicherheitshalber machen wir einen großen Bogen um diese Stelle. Die Sicht gegen die untergehende Sonne ist nicht so toll. Glücklicherweise schaut Carmen genauesten nach vorn und gibt mir sofort ein Ausweichkommando nach links, SOFORT! Ich frage nicht nach sondern leite die Korrektur sofort ein. Fast wären wir über ein Wrack gefahren. Carmen sah den Mast und gab das Kommando. Querab sah ich den Mast dann auch. Die Wrackposition war definitiv in der Karte vermerkt. Aber nicht da, wo es tatsächlich liegt!
Anmeldung bei Harbour Control, zum Dock, anlegen. Um 1930 Uhr eine Kleinigkeit zum Abendessen, das wohlverdiente Bier und ab in die Koje.
Endlich sind wir in Südafrika angekommen, mit einigen Wochen Verspätung.
Allen unseren "Mitreisenden" ein frohes Weihnachtsfest. Da es sein kann, dass wir über den Jahreswechsel Richtung Kapstadt unterwegs sind, an dieser Stelle bereits ein Gutes, Neues Jahr 2018!
(Nachsatz von Carmen) Und 10 Kreuze, dass wir es HEIL hierher geschafft haben. Danke an unseren Schutzengel, Danke an Relax und Danke an unseren " alten" zuverlässigen Autopiloten.

Zwangsstop in Maputo

12 December 2017 | Maputo, Mosambik
Ralph

Ort: Küste vor Mosambik, Insel Inhaca bei Maputo

Noch nie habe ich einen MAYDAY Call abgesetzt. Während meiner Militär-Fliegerei hatte ich dazu meist keine Zeit zur Verfügung bzw. coordinierte es meist über einen PAN PAN PAN call. Fluglotsen sind Profis und wissen meist gleich worum es geht. In der Seefahrt ist das in einigen Ländern nicht immer der Fall. Dies wird ersichtlich aus dem folgenden Vorfall mit unsere RELAX

Durch den Riss des Steuerseils erfolgt der Verlust der manuellen Steuerung.. Leider fällt damit der Autopilot Steuerbord aus.
Richtungskontrolle durch Nutzung beider Maschinen immer noch möglich. Später fällt im starken Seegang die Steuerbord Maschine aus und lässt sich nicht mehr starten.
Mit nur einer Maschine ist dass Schilf nicht steuerbar. Der Backup Autopilot ist mit nur einem Ruder nicht funktionsfähig. Das Schiff kann mehr oder weniger nur im Kreis fahren
Nach 5 Stunden „Kampf“ mit Hilfe der Strömung und selektiven Nutzung des Vorsegels können wir uns vom Riff der Insel Inhaca in flachere Gewässer retten. Dort wird der Anker bei starken Wellen um 1100 Uhr geworfen. Dank unser langen Kette und Qualitätsanker, bleiben wir ca. 200 Meter vor der Brandung in Position und haben damit erstmal die Strandung verhindert.

Zeitlicher Ablauf und Ankunft des Bergungsschiffes:

Um 0530 Uhr Funkkontakt mit MAPUTO Harbour Control mit Ersuchen um sofortige Hilfe wegen Gefahr der Strandung. Man vertröstet uns mehrmals: WE ARE COORDINATING. Nachdem keine positive Nachricht kommt, rufen wir MRCC Bremen über Sat-phone an und bitten um irgendwelche Unterstützung.
Bremen ruft MRCC Maputo an.
Wir rufen über Funk ebenfalls jetzt MRCC Maputo und bitten um ein Abschleppschiff. Antwort: WE ARE COORDINATING.
Um 0600 Uhr gebe ich einen offiziellen MAYDAY CALL über Funk ab. Keinerlei Reaktion. Viele Funksprüche mit Maputo-ergebnislos.
Wir rufen sogar die Deutsche Botschaft an, um beim MRCC Maputo Einfluss zu nehmen.
Um 1400 Uhr werden wir vom Abschleppboot KURULA in den Hafen von Maputo geschleppt und ankern erstmal. Man zeigt uns eine Email, dass das Schleppboot erst um 1315 Uhr alarmiert wurde, also 7 Stunden und 15 Minuten nach unserem MAYDAY CALL!
Am nächsten Morgen bitten wir den Port Captain um ein kleineres Boot zum Schleppen in die nahe Marina. (100 US$)
Hier werden wir die nötigen Reparaturen durchführen.
Inzwischen schmeckt uns der Sundowner wieder. Ein Bericht über unseren Aufenthalt in Maputo folgt später.
Wie sqgt man so schön: DAS WAR EINE KNAPPE KISTE!

los geht es nach Süd Afrika

18 November 2017 | Mayotte (Comoren)
Ralph
Morgen, Sonntag, um 0500 Uhr legen wir ab. Ziel ist Richards Bay in SA. Rund 1300 Seemeilen. Kurs ist entlang der Küste von Mosambik.
Im sogenannten Mosambik-Channel sind die Wetterverhälnisse etwas unberechenbar. Die Chance Richards Bay ohne Stop zu erreichen sind nicht besonders. Von SA kommen immer Starkwinde, bei denen man sich immer mal einen sicheren Ankerplatz suchen muss. Leider gibt es davon nicht so viele. Also muss man ein scharfes Auge aufs Wetter halten und vorsichtig planen. Aber in ca. 14 Tagen hoffen wir unser Ziel errecht zu haben.
Vessel Name: RELAX
Vessel Make/Model: Catamaran MANTA 42
Hailing Port: Hamburg
Crew: Ralph & Carmen
About:
Skipper/Captain Ralph: Beruflicher Werdegang, Jahrgang 1948. Nach Schulabschluss Eintritt in die Luftwaffe mit Aufnahme der fliegerischen Ausbildung. [...]
Extra: Der Skipper trat im August 2008 in den endg�ltigen Ruhestand. Dann ging es los Richtung Westen.
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