S/V RELAX - heading west

21 April 2017 | Süd-Malediven
11 April 2017 | Male, Malediven
07 April 2017 | Male, Malediven
22 March 2017 | Galle Harbour, Sri Lanka
13 March 2017 | Auf dem Weg nach den Malediven
09 March 2017 | Phuket
20 January 2017
14 December 2016 | Ko Raya
06 December 2016 | Langkawi
29 November 2016 | Suedlich Phuket
29 November 2016 | Koh Lipee
06 November 2016 | Yacht Haven Marina Phuket
30 October 2016 | Phuket
23 October 2016 | Norddeutschland
22 May 2016 | Yacht Haven Marina
22 May 2016 | Koh Lipe
10 May 2016 | Langkawi, Telaga Marina

Unbequeme Nachtfahrt

21 April 2017 | Süd-Malediven
Carmen
Bild oben: nachdem wir den Ankerplatz (Internet vorhanden)erreicht hatten, schauten wir bei Google Earth, wo wir wirklich waren. Die Seekarte war hoffnungslos falsch! Die Pfeile zeigen die Durchfahrten.

Eigentlich wollten wir in Male bzw in Hulhumale 2-3 Tage bleiben. Aber wie immer kommt es anders. So furchtbar wir unseren Ankerplatz zu Beginn fanden, umso mehr haben wir uns von Tag zu Tag dort wohler gefühlt und es fiel uns fast schon schwer den gut geschützten Ankerplatz nach über einer Woche zu verlassen. Wir waren mehrere Male in Male, haben dies und das erledigt, uns mit unserem Agenten zum Essen getroffen und einen Abstecher zum Flughafen gemacht, was sehr interessant war. Es gibt 2 Wasserflugzeug-Terminals und ein internationales Terminal. Der Zufall wollte es, dass wir einen Condor- Flieger in der alten klassischen Condor-Bemalung gesehen
Am 13. April holen wir also am Vormittag den Anker hoch, wir wollen einen etwas längeren Schlag machen, knapp 200 Meilen Richtung Süden, die Wettervorhersage verspricht Gutes.
Bis zum Nachmittag ist es wunderschönes Segeln, halber Wind mit um die 12 Knoten, wir kommen gut voran.
Und dann vorbei das schöne Segeln, der Wind dreht mehr auf SW, die Welle wird kurz und hart und Relax stampft sich in den Wellen zeitweise fest. Und zu allem Elend haben wir Strömung, die uns um fast 30 Grad nach Osten versetzt. Wenn wir so weitersegeln verpassen wir das angestrebte Atoll um Meilen. Und um uns herum bauen sich außerdem immer wieder Gewitter und Regenwolken auf.
So hatten wir uns diese Nachtfahrt ja gar nicht vorgestellt!
Ralph tigerte durchs Boot auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen zum Schlafen, in der Koje rollt er von rechts nach links, im Salon auf der Couch weiß er nicht wohin mit seinen Beinen und Füssen und draußen auf seiner "Hollywoodschaukel " ist es 1. viel zu windig und 2. droht er bei jeder Welle runter zu fallen.
Viel Schlaf finden wir in der Nacht jedenfalls nicht.
Als es hell wird und wir sehen, dass wir ins Nirwana segeln treffen wir die Entscheidung die Weiterfahrt abzubrechen und ins nahe gelegene Atoll abzudrehen.
Ralph hat auf der Seekarte einen potentiellen Ankerplatz nur ein paar Meilen von uns entfernt entdeckt. Nur müssen wir jetzt genau in den Wind drehen und der pustet mit immerhin 20 Knoten. Mit nur einer Maschine kommen wir da nicht gegen an, müssen die 2. Maschine mit nutzen.
Unser designierter Ankerplatz entpuppt sich leider als Flop. Wie schon des Öfteren festgestellt sind die Seekarten hier auf den Malediven nicht besonders akkurat, Riffe sind teilweise viel weiter links oder rechts als in den Seekarten eingezeichnet, dieser besagter  Ankerplatz sollte eine Tiefe von um die 10 Meter haben, tatsächlich sind hier über 40 Meter unter uns, und dichter an Land sind wir sofort auf dem Riff. Mit den nächsten 2 Ankerplätzen verhält es sich ähnlich. Hmm, so langsam ist guter Rat teuer, letzte Option ist im Süden des Atolls durch die Riffe rein zu gehen um dort etwas zu finden. Dazu müssen wir aber unsere Maschinen gegen den Wind förmlich "prügeln", was uns ja absolut missfällt.
Und das Wetter ist heute auch nicht auf unserer Seite, steht der Nächste Regenschauer direkt vor uns und beschert uns 25 Knoten, aufgewühlte See und kaum Sicht,nicht gerade ideale Bedingungen um in ein Atoll einzufahren.
Von einer anderen Yacht, Welche 2 Tage vor uns hier war, haben wir Koordinaten für einen Ankerplatz, dieser liegt in einer Lagune und wir können bei dem Wetter einfach nicht die Einfahrt durchs Riff ausmachen.
Ralph tastet sich zu diesen Koordinaten vor und tatsächlich, ca. 50 Meter davon entfernt sehen wir 2 Stecken im Wasser. Wir reimen uns zusammen dass dies die Einfahrt sein könnte.
.......könnte wie gesagt........, der Skipper traut dem Braten nicht so recht und fährt weiter Richtung Norden, aber da ist auch nichts zu sehen was einer Einfahrt ähnlich sieht. Und dann kommt zum Glück ein kleines Boot zwischen diesen beiden erwähnen Stecken raus. Ich merke mir so gut ich kann wie es gefahren ist, nehme Position als Galleonsfigur vorne im Bug ein und lotse meinen Mann, der am Steuer steht und mit Hilfe des Forward Looking Sonar navigiert, durch das Riff. 1, 20 unter uns Platz, nach rechts und links je knapp einen Meter.....Puh!
2 weitere Stecken, durch die wir müssen und dann sind wir in der Lagune von Kunahandhoo im Hadhdhunmathee Laamu Atoll.
Traumhafte Wasserfarben, ein rundum geschützter Ankerplatz, ein Traum!
Der Anker fällt bei 8 Meter Tiefe und hält auf Anhieb.
Mittlerweile ist 16.00 Uhr. Feierabend!

Aufenthalt in Male

11 April 2017 | Male, Malediven
Carmen
Das obige Bild zeigt eine ruhige Seitengasse am Strand von Hulhumale. Welch ein Unterschied zur Hauptinsel Male!

Wie mein Mann ja schon geschrieben hat, waren wir vor 26 Jahren schon einmal auf den Malediven, unser erster gemeinsamer Urlaub!
Leider ist unser damaliges Ressort der Landgewinnung zum Opfer gefallen, die Bungalows stehen zwar noch aber alles ist total heruntergekommen und zerfällt. Wir wollten trotzdem mit dem Dinghi anlanden, aber auch das war nicht möglich. Der ehemalige Steg ist stark einbruchgefährdet und am Strand anlanden war nicht möglich weil überall im Wasser Metallstangen und sonstiger Bauschutt herumliegen und wir uns weder das Beiboot aufschlitzen noch in einen rostigen Nagel treten wollten.
Damals haben wir relativ wenig von Land und Leuten mitbekommen, so geht es wahrscheinlich den meisten Hotel-Urlaubern hier. Viele Ressorts liegen weit weg von Male und man hat einfach keine Möglichkeit mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Viele wollen Strand, Sonne, Schnorcheln und sich verwöhnen lassen. Ideale Voraussetzungen für einen Urlaub hier.
Mit dem Schiff hier zu sein ist da schon etwas anderes, man bekommt viel mehr vom maledivischen Leben mit. Wir ankern fast ausschließlich vor Inseln, die von Einheimischen bewohnt sind oder in ganz einsamen " Falhus", sogenannten Naturhäfen. Das sind Lagunen, meist um die 30 m tief im Inneren und außen herum überall Riff. Die Einfahrt oft sehr schwer zu sehen , besonders wenn man gegen die Sonne fährt bzw. bei schlechter Sicht. Google Earth ist eine unverzichtbare Hilfe. So richtig wohl fühlen Ralph und ich uns nicht in diesen Ankerplätzen, auch wenn die Wasserfarben gigantisch sind und wir unsere absolute Ruhe haben. Am Meeresboden sind oft Korallenköpfe, und man muss höllisch aufpassen den Anker oder die Ankerkette nicht in diese "Bummies" zu werfen, zum einen weil wir die Korallenriffe nicht beschädigen wollen aber hauptsächlich weil es Probleme mit sich bringt wenn Anker oder Kette sich darin verhaken.
Die Ressorts wollen in der Regel nicht, dass Yachten in ihrer Lagune Ankern und scheuchen einen gnadenlos weg ( und das ist hier legal!) bzw. wenn sie einen dulden, verlangen sie oft horrendes Ankergeld dafür, 50 US Dollar pro Person oder mehr. Wohlgemerkt nur um zu ankern.

Da in Hulhumale kein Dinghidock vorhanden ist sondern nur das Fährterminal und ein kleinerer Steg, an dem ein ständiges Kommen und Gehen herrscht, hat man eigentlich keine Möglichkeit sein Dinghi irgendwo zu parken während man in Male ist.
Wir haben das Problem dadurch gelöst, dass wir einfach unser Nachbarschiff, eine Motoryacht, die auf dem Malediven zugelassen ist und hier Tauch- und Surfsafaris macht, gefragt, ob sie uns zum Steg fahren könnten. Kein Problem, wir lassen unser Beiboot bei Ihnen und man fährt uns mit ihrem gut motorisierten Beiboot an Land. Der Kapitän Cika kommt von hier, die restlichen 4 Mann Besatzung kommen aus Indien und Bangladesch. Wir erfahren, dass etwa ein Viertel der Bevölkerung Gastarbeiter aus Indien und Bangladesch sind. Male selbst ist wohl, so sagt man uns zumindest, die Stadt mit der höchsten Bevölkerungsdichte. Nicht Shanghai, nicht Singapore, nicht Tokio sondern Male. Aber wenn man sich Male so anschaut, ja das kann gut sein. Hier werden alle älteren, kleineren Häuser rigoros abgerissen und es werden stattdessen Hochhäuser gebaut. Male wächst nicht in die Breite, geht ja auch nicht, sondern in die Höhe.
In Male haben wir Motoröl für unseren geplanten Ölwechsel gekauft, waren im Fantasy Supermarkt, der von Expats betrieben wird. und Hier findet man eine große Auswahl an westlichen Produkten. Zwar zu entsprechen Preisen aber man bekommt die Sachen. Hier haben wir Margarine, Joghurt, Gurken, Körnerbrot,Käse und etwas Tiefkühlgemüse gekauft. Reis und Roti ist zwar sehr lecker, essen wir auch gerne aber ja, wir bevorzugen doch westliches Frühstück.
Dann sind wir noch zum Fischmarkt. Wenn die Fische schon nicht an unserer Angel beißen dann werden sie eben auf dem Fischmarkt gekauft. Der Fischmarkt war gigantisch, 80 % der hier angebotenen Fische Thunfisch, und den in allen Größen.
Die Markthalle ist durch eine Straße vom Hafenbecken getrennt, wo die ganzen Fischer ihren frischen Fang anbringen. Vor unseren Augen ziehen die 2 Thunfische an Haken über die Straße, weil die viel zu groß waren als dass man sie noch hätte tragen können. So etwas haben wir in der Tat noch nie gesehen. Der Fisch hier ist echt günstig, haben für einen "kleineren" Thunfisch, von dem wir 4 mal essen können, 130 MVR, ungefähr 9 Euro bezahlt. Und auf Wunsch hat man uns den Fisch gleich in Rekordzeit ausgenommen und filetiert.
Dann haben wir, mit unseren Schätzen bepackt, noch einen Smoothie im Stadtcafe getrunken bevor wir mit der Fähre zurück nach Hulhumale gefahren sind. Was für ein Tag!

Uligan und Male. Zwei Welten!

07 April 2017 | Male, Malediven
Ralph

Bild oben: der herrliche Sandstrand von Uligan
Der Einreiseprozess in Uligan verlief locker und nett. Ein kleines Motorboot mit Vertretern des Zoll, der Küstenwache, Immigration, Quarantäne und unser "Einreise-Agent". Auch in den Malediven muss man einen Agenten mit der Einreise beauftragen.
Nach Erledigung aller Formalitäten (ich musste ca. 20 Seiten mit meiner Unterschrift bestätigen) ergaben sich Einreisekosten von ca. 1000,- US$ !! Ankergebühren, Anreise der offiziellen Dienststellenvertreter etc. Das gilt aber nur für einen Monat. Bleibt man länger fallen weitere Kosten (Ankergebühren pro Tag) an.
Das echt ungerechte an den Kosten ist, dass ein Kreuzfahrtschiff genau die gleichen Gebühren zahlen muss wie wir mit unserer "Nussschale"!
Die Einreisebeamten blieben fast 2 Stunden bei uns an Bord. Die Jungs waren echt nett und wir bekamen eine lockere Einweisung über die Malediven und insbesondere über die Insel Uligan. 500 Einwohner, davon zwei Polizisten, 7 Küstenwache, 15 Lehrer, zwei Imame und ein Ortsvorsteher. Wasser wird durch eigene Brunnen gewonnen, Regenwasser wird in Behältern gesammelt Strom wird durch einen großen Dieselgenerator gewährleistet. Es gibt eine Schule und eine Krankenstation mit einer Krankenschwester und einem Arzt, ein kleines Café, zwei kleine Lebensmittelläden und zwei Moscheen. Satellitenfernsehen in jedem Haushalt ist natürlich vorhanden. Bei geringen Einkommen zahlt man keine Steuern und hat freie Heilfürsorge. Mit uns klarierten noch zwei Segelyachten ein. Allerdings mussten wir zwei Tage auf unser offizielles Einreisedokument warten. Die Zeit nutzten wir, um wieder mal mit Dieselkanistern nachzutanken (140 Liter), welche wir mit dem Dhingi von Land abholten.
Am Vorabend unserer Abreise wurde uns zu Ehren ein kleines Grillfest am Strand veranstaltet. Und wieder erfuhren wir viel über die (Muslim-) Kultur des Landes. Die untersagt allerdings, dass in den Malediven weder Alkohol, noch Bier, verkauft werden darf.
Am nächsten Morgen begannen wir Richtung Süden, sprich Male, zu segeln. Segeln ist wieder mal das falsche Wort, es heißt MOTOREN! Es sind über 200 Seemeilen bis nach Male. Dort wollen wir einen längeren Stopp einlegen.
Es werden vier Übernachtungen bis Male sein. Nachts fahren wir nicht durch die Atolle. Endlich haben wir wieder die Wasserfarben, die wir aus den Bahamas kennen. Jede Menge Delfine und einige Wasserschildkröten sind uns begegnet.
Einen guten Ankerplatz zu finden ist nicht so einfach. Um Inseln und Atollen sind flache Wasserstellen kaum zu finden. Auf 30 Meter Wassertiefe ankern wir nur ungern.
An einem Tag, dunkle Wolken am Himmel, konnten wir, nicht unweit unserer RELAX, sehen, wie sich aus einer Wolke der typische "Tornado-Rüssel" zur Wasseroberfläche absenkte. Kurz vor Erreichen der Oberfläche fuhr er wieder nach oben und verschwand. Das war uns sehr recht! Dafür sahen wir eine ausgeprägte "Wasserhose", auch nicht zu weit entfernt. Bald aber verbesserte sich das Wetter.
Der Wind war wieder so schwach, dass wir motoren mussten. Wo ist dieser Nordost-Monsun!?
Dann kam Male in Sicht. Hochhäuser, jede Menge Schiffsverkehr, startende Airliner und jede Menge Wasserflugzeuge vom Typ "Twin Otter". Nachdem wir in den letzten vier Tagen kaum ein Schiff gesehen hatten war dies fast erschreckend, ein richtiger Zvilisationsschock!
Da man direkt vor Male nicht ankern kann (Wasser zu tief) legt man sich in die Lagune von Hulhumale. Diese künstliche Lagune ist ca. 5 Km entfernt und man kann mit der Fähre (einfache Fahrt für zwei Personen unter 1 Euro!!) nach Male fahren.
In der Lagune ankern ca. 100 (!!) Boote, 98% einheimische Boote ( Fischerboote, Tauchboote, Lastenkähne, Live-aboard-Schiffe, und noch diverse andere Boote, deren Funktion uns nicht so ganz ersichtlich ist). Diese ankern ohne Ankerkette, dafür nur mit Leinen, meist drei an der Zahl, mit einer ausgebrachten Länge von ca. je 70 Meter! Das heißt für uns, dazwischen können wir nicht ankern, da wir uns sonst in einer der Leinen mit unserem Anker verhaken könnten. Weit am Ende der Lagune finden wir noch einen Ankerplatz. Und dicht daneben sollte unser ehemaliger Urlaubsort/Ressort (vor ca. 20 Jahren) liegen. Was wir sehen, ist eine langsam zerfallende Clubanlage! Tote Hose. Damals war dies eine kleine Insel mit einer wunderschönen Naturlagune. Im Rahmen von Landgewinnung wird alles mehr oder weniger platt gemacht, alles mit Sand und Beton aufgefüllt. Male und Hulhumale "platzen aus allen Nähten". Schade, wir hatte uns schon gefreut unserem alten Urlaubsdomizil einen Besuch im Restaurant abzustatten.
Wir werden hier ein paar Wartungsarbeiten durchführen. Nach dem vielen Motoren, ist schon wieder ein Ölwechsel fällig. Den vorherigen hatten wir gerade eben noch in Phuket durchgeführt.
Über uns starten die bekanntesten Airlines der Welt, von AUA bis QATARI. Lufthansa haben wir noch nicht gesehen.
Hier werden wir mindestens 3-4 Tage bleiben.

Motorboot Fahrt zu den Malediven geschafft

27 March 2017 | Uligan
Ralph
Der Tankstopp in Sri Lanka war interessant. Die sogenannte Marina war nichts anderes als ein kleines Hafenbecken in dem höchstens um die 10 bis 12 Yachten Platz hatten. Die Kaimauern hatten kaum Möglichkeiten zum Befestigen der Festmacherleinen. Und wenn, war es so, dass die Leinen an der Kaimauer scheuerten, mit der Gefahr zu reißen. Denn, dazu kam, dass im Hafenbecken ein starker Schwell herrschte, welcher die Yachten kontinuierlich hin und her bewegte, und dies teils ruckartig.
Nach dem Festmachen kamen der Zoll, der Quarantäne Beamte und Vertreter der Hafenbehörde. Das zog sich natürlich alles in die Länge, denn der Papierkram war erheblich. Ohne unseren extra angefertigten Bootsstempel wäre es sehr kompliziert geworden! Und bei allem natürlich der von uns beauftragte Agent, welcher alles koordinierte. Ein beauftragter Agent musste sein! (275 US$)
Wasser am Liegeplatz selbst gab es nicht. Direkt nebenan, befand sich ein kleiner "Schiffsfriedhof". Verrostete Motorschiffe wurden anstatt verschrottet dort geparkt. Unser Hauptanliegen, Diesel zu tanken, stellte doch ein kleines Problem. Es gab keine "Tankstelle" (Fuel dock). Die benötigten 250 Liter Diesel wurden mit einem Transporter in 20 Liter Kanister angeliefert und von Hand in unseren Tank gefüllt. Das war natürlich sehr aufwendig, da nicht genügend Kanister vorhanden waren und der Lieferwagen nach der ersten Fuhre erst wieder in die Stadt fahren musste, um Nachschub zu besorgen.
Begleitet wurde dieser Vorgang durch Formulare, ohne die man keinen Diesel bekam. Der Liter Diesel kostete 1 US $.
Als wir vom Agenten in sein Büro fuhren, sahen wir, dass der Hafen von bewaffneten Kräften gesichert wurde. Ohne einen für uns ausgestellten Passierschein wäre man nicht raus noch rein gekommen. Im Büro der Agentur musste noch ein Visa per Internet betragt werden (pro Person 35 US$). Dann besorgten wir uns noch schnell eine Sim Karte, um Internet zur Verfügung zu haben.
Bein dem kurzen Ausflug erkennen wir, dass Sri Lanka Indien sehr ähnelt. Bunte Farben, gleicher Menschenschlag und genau die Gleichen Tuk Tuks (motorisierte Dreiräder)
Am nächsten Tag wollen wir um 0800 Uhr auslaufen. Unser Schiff wird wieder von der Navy untersucht und wir müssen danach sofort den Hafen verlassen.
Um die 470 Seemeilen zu den Malediven liegen vor uns. Die Windprognose ist nicht toll. Egal, frisch aufgetankt müssen wir los.
Und bald nach Verlassen des Hafens ist der Einsatz der Maschine angesagt. Bordroutine zieht wieder ein. Um 2100Uhr beginnt der Wachrythmus im 3 Stundentakt. 3 Stunden Wache, 3 Stunden Schlaf. Um 0900 endet der Wachrhythmus. Am Tage schläft der, der müde ist.
Diese Überfahrt war keine Segelüberfahrt. 95% der Strecke sind wir unter Maschinen gelaufen!!Das strapaziert unser Diesel Budget. Kleine Schäden am linken und rechten Bug.
Ein Sri Lankisches Fischerboot wollte unbedingt zwei Kokosnüsse gegen Bier oder Zigaretten eintauschen. Wir brauchen die Kokosnüsse nicht, werfen den Fischern aber 2 kühle Bier hinüber. Sie wollen aber Zigarretten und Schnaps! Obwohl ich abwinkte kamen sie doch nahe und touchierten uns am Bug. Absicht? Keine Ahnung! Die fast zwei Meter lange Schramme ist nicht zu übersehen.
Auf der anderen Bugseite auch ein, aber kleinerer Kratzer. In der "Marina" von Galle war der Unterwasserbewuchs von Muscheln an einer Stelle weiter weg als die Kaimauer. Auch ein Kratzer.
Um die 500 Liter Diesel verbraten, ein zerrissener Spinaker, ein gerissener Reffblock und Schrammen am Schiff. Nicht unsere optimalste Überfahrt. Aber, so ist die Seefahrt. Es gibt tolle Augenblicke, wie unglaublicher Sternenhimmel, tolle Sonnenauf- und Untergänge,Besuche von Delfinschulen, Ruhe vor Nachrichten welche selten gute Nachrichten überbringen, die Weite des Meeres und die Freude auf das Ankommen in anderen Ländern. Und man erkennt immer wieder, wie wichtig einem der Lebenspartner ist!
Die gesamte Strecke von Sri Lanka fand nur unter Maschine statt, ständig gegen Westwind anbolzend. Am Montag Morgen um 0830 Uhr fällt der Anker in Uligan vor einem wunderbaren weissen Strand und türkisfarbenen Wasser. Und sogleich werden wir von einer Wasserschildkröte, welche im Abstand von 2 Metern an uns vorbeischwimmt, in den Malediven begrüsst.
Nachricht für "Münchi": DEIN STRAND!
Vessel Name: RELAX
Vessel Make/Model: Catamaran MANTA 42
Hailing Port: Hamburg
Crew: Ralph & Carmen
About:
Skipper/Captain Ralph: Beruflicher Werdegang, Jahrgang 1948. Nach Schulabschluss Eintritt in die Luftwaffe mit Aufnahme der fliegerischen Ausbildung. [...]
Extra: Der Skipper trat im August 2008 in den endg�ltigen Ruhestand. Dann ging es los Richtung Westen.
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