S/V RELAX - heading west

18 November 2017 | Mayotte (Comoren)
17 November 2017 | Dzaoudzi
16 November 2017 | Dzaoudzi
14 November 2017 | Mayotte (Comoren)
01 November 2017 | Port Louis, Mauritius
21 October 2017 | Mauritius, La Balise Marina
14 October 2017 | moon
04 July 2017 | Mauritius, dann Berlin
11 June 2017 | Rodrigues
10 June 2017
04 June 2017 | Rodrigues
04 June 2017
04 June 2017 | Salomon
04 June 2017 | Salomon Islands
10 May 2017 | Salomon Islands Chagos Archipel
07 May 2017
06 May 2017 | Gan, Addu Atoll
04 May 2017 | Gan

los geht es nach Süd Afrika

18 November 2017 | Mayotte (Comoren)
Ralph
Morgen, Sonntag, um 0500 Uhr legen wir ab. Ziel ist Richards Bay in SA. Rund 1300 Seemeilen. Kurs ist entlang der Küste von Mosambik.
Im sogenannten Mosambik-Channel sind die Wetterverhälnisse etwas unberechenbar. Die Chance Richards Bay ohne Stop zu erreichen sind nicht besonders. Von SA kommen immer Starkwinde, bei denen man sich immer mal einen sicheren Ankerplatz suchen muss. Leider gibt es davon nicht so viele. Also muss man ein scharfes Auge aufs Wetter halten und vorsichtig planen. Aber in ca. 14 Tagen hoffen wir unser Ziel errecht zu haben.

Auf der Suche nach einem Diesel Mechaniker

17 November 2017 | Dzaoudzi
Carmen
Die Suche nach einem Diesel Mechaniker haben wir uns einfacher vorgestellt. Gibt es hier doch jede Menge Boote, Fähren, Autos und auch einige Yachten. Die haben doch garantiert auch mal Probleme mit den Motor.
Die Internet -Suche bringt keinen Erfolg. Und alle, die Wirrheit fragen winken ab. Gute Mechaniker gibt es hier nicht, so der Tenor. Hallo?.......
Dann bekommen wir einen Tipp von Jean François vom Segelclub, der hat sich mal umgehört und schickt uns 2 Ecken weiter zu einem Hinterhof-Laden , der echt wüst aussieht. Es stehen jede Menge kleinere Motorboote und unzählig viele Außenbordmotoren wild durcheinander. Ölfässer, rostige Ankerketten und rostiges Werkzeug runden das Gesamtbild ab. Als Büro dient ein Container mit Wellblechdach.
2 Männer sind bei unserem Eintreffen gerade dabei das Antifouling von einem Motorboot abzuschleifen. Ohne Schutzkleidung, ohne Mundschutz!
Weil Antifouling ja auch gar nicht giftig ist!
Do you speak English?
Die Frage hätten wir uns auch schenken können.
Aber man verweist uns auf Ali, scheint hier so etwas wie der Vorarbeiter zu sein. Der sitzt auf dem Boden und nimmt gerade einen Außenbordmotor auseinander.
In gebrochenem Französisch und mit Händen und Füßen und mittels Zeichnung erklären wir unser Problem.
Er versteht und will morgen früh vorbeikommen um sich die Maschine anzusehen.
Klingt ja schon mal ganz vielversprechend!
Am nächsten Morgen sollen wir ihn um 8.00 Uhr am Dock abholen.
Und wir erleben die nächste Überraschung, wir kommen 2 Minuten vor der verabredeten Zeit am Dock an und Ali wartet schon auf uns! Wow!
Ein kurzer Blick auf unsere Maschine und Ali ist voll im Bilde. Er muss nur noch einmal kurz in den Shop um Kabel und Werkzeuge zu holen und dann fängt er an.
Keine Stunde später sind die verschmorten Kabel ausgetauscht und die Stunde der Wahrheit schlägt:
Wir sollen die Rechte Maschine starten.
Gesagt, getan.
Und Jubel auf Relax, sie springt sofort an und die Lichtmaschine lädt.
Ali ist unser Held und er freut sich auch.
Zahlen sollen wir wenn wir mal wieder drüben auf der Insel sind. Aber das Trinkgeld bekommt er gleich von uns worüber er sich auch sehr freut.
Und wir sind heilfroh, dass unsere Maschine wieder funktioniert!
Und die Moral von der Geschichte:
Hinterhof Läden müssen nicht immer schlecht sein, in unserem Falle war dieser Hinterhof Laden ein wahrer Schatz.

EU in Afrika

16 November 2017 | Dzaoudzi
Carmen
Mayotte -
Willkommen in der EU?
Oder doch eher in Schwarz Afrika?

Mayotte ist so ganz anders als wir es uns vorgestellt haben.
Wir dachten, es wäre hier ähnlich wie in Neu Kaledonien, Französisch Polynesien oder wie Mauritius.
Wir sind hier in der EU, die Einreise war logischerweise völlig unproblematisch. Man spricht Französisch und man zahlt mit dem Euro. Peugeot, Renault und Citroën beherrschen das Straßenbild. An jeder Ecke stehen Mülltonnen bereit und sogar spezielle Container für Glas, Aluminium und Plastik sind überall zu finden.
Tatsächlich sind wir aber in Afrika angekommen!
Wie die Menschen aussehen, sich kleiden und auch verhalten.
Schillernde Gewänder in allen Farben, die Gesichter der Frauen fast alle gelblich gefärbt und ich glaube nicht, dass das ein neuer Make-up Trend von Lancome ist!
Wellblechhütten, heruntergekommene Häuser, Und zwischendrin schöne Anwesen in denen fast ausnahmslos französische Behörden zu finden sind wie.B. Zoll oder die Marine.
Der Amtsvorsteher des Zolls bestätigt uns, was wir uns schon gedacht haben!
Mayotte ist nicht zu vergleichen mit Neu Kaledonien oder Französisch Polynesien!
Wer hier ist, ist entweder „ freiwillig Zwangsversetzt“ um die Karriereleiter hinauf zu steigen, meistens für 2-3 Jahre abkommandiert oder „auf der Flucht“? Oder sucht wirklich das ganz ruhige Leben.
Wir könnten als EU- Bürger auch einfach hierbleiben, hätten das ganze Jahr über Sonnenschein und um die 30Grad , bräuchten keine Winterkleidung , keine Winterreifen, könnten mit unserem deutschen Telefontarif für 9 Cent nach Deutschland telefonieren und unser Französisch würde zwangsläufig besser werden. Mit Englisch kann man hier nämlich absolut keinen Blumentopf gewinnen!
Übrigens, wir stellen gerade fest, Mayotte ist das 22. Land, das wir auf unserer Reise angelaufen haben! Und so wenig Englisch sprach man bisher noch nirgends! Grundkenntnisse der französischen Sprache sind hier definitiv erforderlich.
Ach so, also warum wir doch nicht hierbleiben werden ist der Joghurt-Preis und die fehlenden Äpfel.
Schon meine Oma schwöret auf den Spruch: „ An apple a day keeps the doctor away“! Und damit meinte sie nicht die kalifornische Computerschmiede.
Jeder der mich kennt, weiß wie gerne ich Äpfel esse. Und die gibt es hier nicht!
5 Mangos für ein Euro, eine halbe Bananenstaude für 2 Euro, alles lecker aber eben keine Äpfel!
Und ein Viererpack Joghurtbecher kostet zwischen 2,90 -3,10 Euro. Und wir reden hier nicht über den 250 g Bauer Joghurt! Und der morgendliche Joghurt darf bei meinem Mann nicht fehlen.
Überhaupt sind die Supermärkte eher rudimentär bestückt, Käse und Frankreich nennt man normalerweise in einem Atemzug. Die lachende Kuh, „ la vache qui rie“ und Kraft Scheiblettenkäse sind die einzigen beide Käse, die ich finden kann. Dafür 8 verschiedene Buttersorten und Grosspackungen Zwieback und Hirse.
Sowohl das Einklarieren als auch das Ausklarierende kosten nichts, Immigration sitzt am Flughafen , da fährt man am besten mit dem Taxi hin. Taxifahren ist lustig hier, das sind nämlich Sammeltaxen. Man hält einfach ein Taxi an und sagt wo man hin will, unterwegs steigen andere Gäste ein und aus. Jede Fahrt kostet pro Person 1.40 Euro, egal welche Strecke. Zumindest hier auf der Insel Dzaoudzi. Und selbst wenn alle Plätze belegt sind, einer kann sich immer noch hinein quetschen . Teurer wird es ab 19.00 Uhr oder am Wochenende.
Die Fähre zur Hauptinsel kostet hin und zurück 0,75 Euro pro Person und entspricht europäischem Standart. Es weht sogar die Europa Flagge auf der Brücke.
Als wir uns unseren Einreisestempel beim Zoll abholen wollen, trifft uns fast der Schlag, da stehen hunderte von Menschen davor, alle in bunten Gewändern und gelb gefärbten Gesichtern , also nur die Frauen, alle Gepäck dabei als ob sie auswandern wollten, Matratzen, Waschmaschinen, prall gefüllte Plastiktüten, Reissäcke und was man eben so zum Reisen braucht. Wollen die das etwa verzollen? Wir mogeln uns mal ganz nonchalant durch die Menge durch bis zur Tür des Zollamtes und klingeln. Wir dürfen rein, vorbei an allen anderen. Wie sich herausstellt, wollen die alle gar nicht zum Zoll sondern direkt daneben ist die Anlegestelle für die Fähre auf die Komoren. Und die Menschen waren hier zum einkaufen.
Ach so, weil ich vorher die Mülltrennung angesprochen hatte, was wir so beobachten konnten wird Mülltrennung hier folgendermaßen durchgeführt:
Etwa 5 % der Bevölkerung hier einschließlich uns trennt ganz vorbildlich seinen Müll und entsorgt ihn in die jeweils dafür vorgesehenen Behältnisse.
Der Rest entsorgt seinen Müll mehr Afrika-like, man lässt einfach alles fallen wo man gerade ist oder wirft ihn auf die Straße. Entsprechend sieht es auch aus. Unbegreiflich für uns, wie man einfach seinen Müll neben die Straße wirft obwohl keine 2 Meter weiter ein Mülleimer steht!
Dafür ist man sehr freundlich, wildfremde Menschen grüßen einem auf der Straße.
Ist ja auch schon viel wert!

Mauritius nach Mayotte (Comoren)

14 November 2017 | Mayotte (Comoren)
Ralph
Mauritius nach Mayotte


Die Hauptthemen bei dieser Überfahrt


1. Wetter

Wir suchten ein Wetterfenster mit nicht zu starken Winden, da wir ja eine längere Pause hatten und es erst mal langsam angehen wollten Nichts desto trotz hatten wir dann und wann über 30 knoten. Unser fast nie genutztes Reff Nr. 3 war genau richtig für diesen Wind.

2. Autopilot

Und wieder macht der neue Autopilot Probleme. Bei einem unbeaufsichtigten Moment vollführte er ein unsinniges Steuermanöver. Mit der Folge, dass die Fock bei voller Fahrt von Backbord nach Steuerbord knallte. Und, ja, unser frisch repariertes Segel hat wieder einen Riss. Den flickten wir bei Seegang notdürftig.
Nach Ankunft in Mayotte stürzte ich mich ins Internet. Irgendwas ist faul mit dem Autopiloten. Mit Ärger musste ich feststellen, dass man uns einen falschen Autopilot eingebaut hat. Dieser ist für PINNENSTEUERUNG ausgelegt!! Wir haben RADSTEUERUNG! Deshalb schon beim Set up einige eigenartige Meldungen des Computers, welche aber vom Techniker in Phuket irgendwie umgangen wurden. Wir haben noch Garantie auf dem Gerät. Ich habe RAYMARINE angeschrieben, dass wir bei Ankunft in Süd Afrika den richtigen Computer eingebaut haben wollen. Kann man sich nicht mal auf „Fachleute“ verlassen! Unglaublich!

3.. Maschine
Nach einigen Motorstunden stellte ich fest, dass die Lichtmaschine keinen Strom an die Batterien lieferte. Runter an die Maschine, und siehe da, der Keilriemen war gerissen. Maschine abkühlen lassen und dann Keilriemenwechsel. Nichts besonderes, eigentlich! Als ich die Lichtmaschine etwas anhob damit der Keilriemen raufpasst, gibt es einen ordentlichen Funken und zwei Kabel zwischen Lichtmaschine und Starter gehen in Flammen auf. Löschversuche mit dem Putzlappen sind vergeblich. Die Kabel sind erheblich beschädigt. Die Folge: die Maschine lässt sich nicht mehr starten. Gut, dass wir zwei Maschinen haben!

4. Segel
Über das Malheur mit der Fock habe ich oben geschrieben. Als der Wind schwach wurde holten wir unseren neu reparierten Spinnaker aus dem Locker und setzten ihn. So machten wir immer noch ein paar Knoten Fahrt. Nach einem Tag, in einer etwas heftigeren Welle, hörte ich Carmens Kommentar: Das war es, der Spinnaker ist wieder gerissen. Nicht so sehr erfreulich. Aber der Segelmacher in Mauritius hatte uns schon darauf hingewiesen, dass das Material dem Ende zugeht.

Der Rest der Überfahrt verlief ohne Probleme. In Süd Afrika müssen wir wohl wieder mal unser Budget testen. Nicht nur der Spinnaker muss neu angeschafft werden, auch das Vorsegel ist fällig und muss erneuert werden.

Unter Maschine liefen wir in Mayotte ein und machten an einer Boje fest. Nun kann die Suche nach einem Mechaniker für unsere Maschine beginnen.
Vessel Name: RELAX
Vessel Make/Model: Catamaran MANTA 42
Hailing Port: Hamburg
Crew: Ralph & Carmen
About:
Skipper/Captain Ralph: Beruflicher Werdegang, Jahrgang 1948. Nach Schulabschluss Eintritt in die Luftwaffe mit Aufnahme der fliegerischen Ausbildung. [...]
Extra: Der Skipper trat im August 2008 in den endg�ltigen Ruhestand. Dann ging es los Richtung Westen.
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