S/V RELAX - heading west

16 February 2018 | Berlin
14 February 2018 | Simons Towm
11 February 2018 | Simons Town
25 January 2018 | Simons Town
25 January 2018 | Simons Town
31 December 2017 | Richards Bay
23 December 2017 | Richards Bay, Südafrika
12 December 2017 | Maputo, Mosambik
18 November 2017 | Mayotte (Comoren)
17 November 2017 | Dzaoudzi
16 November 2017 | Dzaoudzi
14 November 2017 | Mayotte (Comoren)
01 November 2017 | Port Louis, Mauritius
21 October 2017 | Mauritius, La Balise Marina
14 October 2017 | moon
04 July 2017 | Mauritius, dann Berlin
11 June 2017 | Rodrigues

Winter in DE mit Klinikaufenthalt

16 February 2018 | Berlin
Ralph
Bild oben zeigt RELAX bereits stark gerefft beim Verlassen des Hafens von Durban

Nach meiner Achillessehnen Operation letzten Sommer war die Reha Phase nur auf das absolute Minimum beschränkt, da wir unser Schiff von Mauritius vor Beginn der Hurrikan Saison nach Südafrika bringen mussten. Die Folge war, die Unterschenkelmuskulatur war relativ schwach aufgebaut.
Wir hatten ja einige heftige Seetage (Wetter), die immer einen stabilen Stand und komplexe Bewegungen an Deck erforderten. So begann mein Knie zu schmerzen und schwoll stark an. Die letzten drei Wochen hatte ich Schwierigkeiten normal zu laufen.
Es fiel der Seglergemeinschaft auf, dass ich im Hafen nicht an Land ging. Carmen musste alles erledigen. Unsere Mitsegler von der Yacht "GEMSBOCK" (Franzosen) überbrachten mir zwei Gehhilfen, die sie an Bord hatten. Die konnte ich gut gebrauchen und konnte so auch besser an Deck und Land laufen.
Da ich meinen Körper ganz gut kenne , war mir klar, dass da irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Aus diesem Grund beschlossen wir Relax zwischen zu parken und nach Deutschland zu fliegen.
Bereits in Südafrika durchforstete ich das Internet nach guten Fachärzten in unserer Region. Nachdem ich fündig geworden war, vereinbarte ich bereits in Südafrika einen Termin direkt nach unserer Ankunft. Untersuchung des Knies, gefolgt von MRT. Das Ergebnis war (nicht so überraschend) ziemlich niederschmetternd. Als mir der Professor den Befund vorlas, fragte ich ihn, ob er mich auf den Arm nehmen wollte (Mein Wortlaut: Verarschen Sie mich?!) Die Einzelheiten waren echt nicht ermutigend.
Nun werde ich bereits ‪am kommenden Montag‬ operiert.(Arthroskopie). Damit sind dann beide Knie arthroskopiert.
Ich bin dann wieder mal für ein paar Wochen außer Gefecht gesetzt. So kann ich dann aber unsere Atlantiküberquerung in Ruhe planen. Unser geplanter Stopp in St. Helena ist bürokratisch problemlos. Anders der Stopp in Ascension. Da muss ein VISA mit einigen Auflagen beantragt weiden, z.B Nachweis, dass man eine Versicherung hat, welche Rückflüge von Ascension nach Hause gewährleistet.
Ein weiterer Stopp auf der brasilianischen Inselgruppe Fernando de Noronha ist nicht sicher. Dort verlangt man pro Tag vor Anker um die 140,- Euro.
Das Festland von Brasilien werden wir wahrscheinlich nicht besuchen. Zuviele Überfälle auf Segler an Land und auf dem Boot. Im Moment ist geplant,dann lieber in Surinam zu stoppen.
Unsere Freunde vom Katamaran MANGO wollen sogar direkt von Südafrika nach Trinidad segeln, um all diesen Querelen aus dem Weg zu gehen. Das wären dann 5500 Seemeilen nonstop. Das wäre uns zuviel!
Unser Etappenziel ist z.Zt. Trinidad. Bevor es aber wieder losgeht, müssen wir in Kapstadt ein neues Vorsegel, einen neuen Spinnaker, neuer Kunststoffschutz (enclosures) für das Cockpit und Rumpfreinigung absolvieren.
Soweit der Blick in die nähere Zukunft. Aber erstmal meine Knie-Operation über die Bühne bringen......

Wassermangel Update

14 February 2018 | Simons Towm
Carmen

Die südafrikanische Regierung hat angesichts der anhaltenden Dürre und des damit verbundenen akuten Wassermangels in Kapstadt den landesweiten Katastrophenzustand ausgerufen. Damit übernimmt die Regierung das Krisenmanagement. Das vom Chef des südafrikanischen Katastrophenschutzes unterzeichnete Dekret weist alle staatlichen Einrichtungen an, Notfallpläne zu erarbeiten, Soforthilfen zur Verfügung zu stellen und alle notwendigen Baumaßnahmen zum Kampf gegen den Wassermangel einzuleiten.
Die bereits eingeleiteten Maßnahmen scheinen erste Wirkung zu zeigen, der ursprünglich prophezeite Tag „ Null“ konnte von Mitte April auf den 4.Juni verschoben werden. Trotzdem kein Grund zum Jubeln, die Gefahr einer Wasserabschaltung besteht nach wie vor.
Hätte mich jemand vor ein paar Wochen gefragt, was ich denke, wieviel Wasser ich täglich verbrauche, ich hätte ernsthaft mit der Antwort passen müssen.
Wahrscheinlich hätte ich so um die 60 Liter gesagt. Ich weiß, dass unser Wassertank 420 Liter fasst, wir sehr sparsam mit Süßwasser umgehen, unsere Toilette umschaltbar ist auf Salzwasser-Betrieb, wir ein Minimum an Wasser für Abspülen benutzen, nie den Wasserhahn sinnlos laufen laufen. Dennoch müssen wir den Watermaker alle 6 -7 Tage laufen lassen.
Und das sind Fakten:

Der tägliche Wasserverbrauch in Kapstadt ist der Verwaltung zufolge in der vergangenen Woche auf 526 Millionen Liter pro Tag gefallen, im Vorjahreszeitraum waren es noch 830 Millionen Liter pro Tag. Die Stadt geht davon aus, dass eine Abschaltung der Versorgung auch bei anhaltender Dürre verhindert werden kann, wenn der tägliche Verbrauch auf 450 Millionen Liter fällt. Bürger dürften weiterhin nicht mehr als 50 Liter Frischwasser pro Tag verwenden - das muss fürs Trinken, Duschen, Putzen, Kochen und Klospülen reichen. In Deutschland liegt der Verbrauch bei mehr als 120 Litern pro Person und Tag!

Sollte es tatsächlich zur "Stunde Null" kommen, würde die Wasserversorgung eingestellt und die Einwohner bekämen pro Tag je nur noch 25 Liter. Das Wasser müssten sie an 200 Verteiler Zentren unter Aufsicht von Militär und Polizei abholen. 25 Liter gelten international als Mindestmaß für Hygiene und Gesundheit.
25 Liter pro Tag pro Person!
Das sollte jeder tatsächlich mal ausprobieren, einen Tag inklusive Dusche und WC-Spülung, Kaffee kochen, Wäsche waschen, Händewaschen etc. nur 25 l zu verbrauchen!
Eine echte Herausforderung meines Erachtens!

Akuter Wassermangel

11 February 2018 | Simons Town
Carmen
Wir waren ja schon vorgewarnt aus Durban und East London, dass in und um Kapstadt herum Wasserknappheit besteht. Unseren Wassertank haben wir in Durban nochmals voll getankt und das, was wir unterwegs hierher verbraucht haben über unseren „Watermaker“, also die bordeigene Entsalzungsanlage aufgefüllt.
Hier in Kapstadt und der gesamten umliegenden Region ist „ water restriction in effect“.
Das bedeutet jeder ist angehalten sowenig Wasser wie möglich zu verbrauchen. Im Radio kommen Ratschläge wie man seinen Wasserverbrauch einschränken kann, z.B. die Hände nach Möglichkeit nicht mehr zu waschen ( wäre als Kind ja mein Traum gewesen!) sondern statt dessen auf feuchte Tücher zurückzugreifen. Nicht länger als 2 Minuten zu duschen und das auch nicht täglich!
Unser Schiff müsste dringend geschrubbt werden. Oder zumindest abgesprüht werden, wir haben noch von East London und Durban eine ganz feine Kohle-Schicht auf dem Deck und den Scheiben, verfeinert mit Salzwasser von der Überfahrt und als Bonbon Vogelkot sowie Schuppen von fliegenden Fischen. Lecker! Aber Schiff waschen ist verboten! Selbst den Außenbordmotor mit Süßwasser durchzuspülen ist nicht gestattet.
Die Marina dreht nur noch 2 mal in der Woche das Wasser an und das auch nur für jeweils eine Stunde. Und in der Stunde darf auch nur der Tank befällt werden, sonst nichts!
So dusche ich halt im Yacht Club um unseren Wasserhaushalt an Bord etwas zu entlasten. Aber selbst die Duschen im Yacht Club sind seit ein paar Tagen reglementiert, Duschen ist morgens nur noch bis 9.00 Uhr möglich und abends erst wieder ab 20.00 Uhr. Aber immerhin kann man noch duschen!
en ist weit und breit nicht in Sicht.
Einige fragen sich jetzt bestimmt warum man nicht einfach große Entsalzungsanlagen zur Süsswassergewinnung einsetzt. Schließlich hat man ja das Meer vor der Haustür. Gute Idee, nur gab es in der Vergangenheit noch nicht die Notwendigkeit für ein solches Projekt in Kapstadt und zum anderen sind diese Anlagen sehr teuer und können auch nicht über Nacht aus dem Hut gezaubert werden.
Es gibt Gerüchte dass die hiesige Politik versagt hat, durchaus möglich. Tatsache aber ist, dass der Tag Null sich nähert. Nach jetzigem Stand ist er im Mai erreicht. Und Tag Null bedeutet dass der Stausee, welcher die Wasserversorgung für die Region bisher gewährleistet hat, leer ist. Und Regen ist weit und breit nicht in Sicht!
Auch wenn es der Region Kapstadt nicht wirklich weiterhelfen wird, jeder der diesen Blog Bericht liest sollte sich bewusst machen dass sowohl Süßwasser als auch andere Ressourcen auf dieser Welt begrenzt sind und seinen Teil dazu beitragen, verantwortungsbewusst mit diesen Ressourcen umzugehen.
Die Devise in Kapstadt lautet derzeit:
Jeder Tropfen zählt !

Hurrikan —Allee

25 January 2018 | Simons Town
Carmen
Hurrikan —Allee

Als wir hier in der Marina einchecken, erfahren wir dass diese Ecke Kapstadts, auch die Hurrikan —Allee genannt wird. Und dass diese Bucht, in der Simons Town liegt, angeblich vom Teufel gemacht wurde.
?????
Jetzt nach 3 Tagen hier verstehen wir warum!
Die Wettervorhersage besagt 20—25 Knoten aus SE für heute, tatsächlich haben wir kontinuierlich 35 —40 Knoten, in Böen sogar bis 45 Knoten.
Wir haben zusätzliche Leinen ausgebracht und Relax vibriert, was das Zeug hält.
Der Wind ist böig und giftig.
Wir sind heilfroh, dass wir am Steg liegen und der Wind heult , was das Zeug hält.
Allerdings geht hier nicht gerade eine Front durch sondern das sind „ normale „ Kapstadt—Winde.
Diese Sturm Winde sollen die nächsten 5 Tage so bleiben und sogar noch intensiver werden.
Eine Erfahrung, auf die wir gerne verzichtet hätten.
Was für eine Belastung für das Schiff!
Und auch die Besatzung ist nicht gerade happy !
Und um uns herum toben die Seehunde!
Gerade sieht Ralph übrigens 46 Knoten auf dem Display!
Nicht gerade das, was ein Segler gerne sieht, auch nicht vor Anker oder in einer Marina!
Vessel Name: RELAX
Vessel Make/Model: Catamaran MANTA 42
Hailing Port: Hamburg
Crew: Ralph & Carmen
About:
Skipper/Captain Ralph: Beruflicher Werdegang, Jahrgang 1948. Nach Schulabschluss Eintritt in die Luftwaffe mit Aufnahme der fliegerischen Ausbildung. [...]
Extra: Der Skipper trat im August 2008 in den endg�ltigen Ruhestand. Dann ging es los Richtung Westen.
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