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S/V RELAX - heading west around the world
Wir wollen unsere Erde an interessanten und schönen Örtlichkeiten erkunden! Interesse am Mitsegeln? --Einfach E-mail senden
Zurueck in Deutschland
Ralph
08.Jul.2010

Fiji - Seoul - München - Frankfurt

Der Flug nach Seoul fand mit der KOREAN AIRLINE statt. Flugzeit 10:40 Stunden. Eigentlich nicht meine favorisierte Airline, hatte diese doch vor einigen Jahren erhebliche Flugsicherheitsprobleme.
Deshalb war man damals gezwungen auslaendische Piloten zur Erhoehung des Leistungsstandard einzustellen. Als ich noch aktiv flog, war im Funk die KOREAN mit Vorsicht zu geniessen, aehnlich CHINA AIR. Soweit meine subjektive, objektive Wahrnehmung. Beim Start sass ich einem Flugbegleiter gegenueber. Und da kam mein altes Fliegerblut in Wallung. Erledigte doch diese Dame tatsaechlich irgendwelchen Papierkram waehrend des Take off rolls (Startstrecke)!!Das habe ich ja noch nie erlebt. Haette ich einen Flugbegleiter meiner Airline bei diesem Verhalten erlebt, waere eine recht eindeutige Meinungsaeusserung meinerseit erfolgt.
Aber so dachte ich mir meinen Teil, bin ja nur noch Passagier. Dafuer verbot sie meinen Nachbarn spaeter beim Steigflug das fotografieren, weil das die Navigationinstrumente beeinflussen koennte.
Jetzt war ich aber platt. Das hatte ich noch nie gehoert. Bei der Begruessungsansprache durch den Purser wurde der Name des Kapitaens genannt. Augenscheinlich Koreaner. Wie von mir nicht anders erwartet, erfolgte die Ansprache aus dem Cockpit nur in Koreanisch. Warum wohl?
Dafuer gingen bei jedem Windstoss die SEAT BELT signs an. Beim Landeanflug jedoch wurden diese erst in ca. 8000 Fuss angeschaltet. Naja, andere Laender, andere Sitten. Sollte in der Fliegerei eigentlich nicht sein. Ich gebe zu, ich bin voreingenommen. Aber nur aus Erfahrung.
Die Landung erfolgte puenktlich bei 28° Celsius in Seoul. Der Flughafen ist echt beeindruckend, modern und riesig gross. Das kleine Hotel in dem ich uebernachten musste, was sauber und preisguenstig. Am Abend stellte ich mir vor, koreanisch zu essen. Ich dachte an scharf gewuerztes Huehnchen, viel Gemuese und Reis. Mit Erstaunen nahm ich wahr, dass Koreaner augenscheinlich lieber Rind- und Schweinefleisch essen?!
Als ich endlich was mit Huehnchen fand, machte man mir klar, dass man fuer eine Person allein nichts anrichten wuerde. Aha. Stimmt, an den Tischen sassen immer mindestens vier Personen.
Endgueltig war mein Abendessen mexikanischer Art: Ein Burrito mit Haehnchenfleisch. Wahrscheinlich habe ich mich aber auch zu bloed angestellt, ist doch mein koreanischer Sprachschatz nicht vorhanden. Restaurants habe ich eine Menge gesehen, allerdings nur mit koreanischen Schriftzeichen, welche, vermute ich mal, die Speisen beschrieben. Und halbwegs passabel englisch sprechende Koreaner habe ich auch nicht viele getroffen.
Allerdings waren alle recht freundlich, vom Gesichtsausdruck und sprachlicher Betonung. Aber vielleicht haben sie zu mir ja auch gesagt: ‸Du Auslaender, lerne mal koreanisch?"i Aber das glaube ich nun wirklich nicht.
Die Stadt, was ich in der Kuerze sah, machte einen sauberen Eindruck. Meist sah ich natuerlich Autos koreanischer Herkunft. Wenn ich mal ein deutsches Auto sah, war es ein Mercedes S Klasse (600), 5er und 7er BMW. Mein kurzer Aufenthalt als Fazit: Korea koennte man auch mal bereisen. Ist bestimmt interessant.
Am naechsten Tag ging es dann mit der Lufthansa erst nach Muenchen (Flugzeit 10:10 Stunden), dann weiter nach Frankfurt. Die Besatzung war gerade, wie ich auch, auf dem Weg zum Abflug-gate. Wie immer, Kabine und auf der langen Strecke verstaerktes Cockpit (zusaetzlich SENIOR FO). Kamen in mir irgendwelche Gefuehle auf, auch wieder ins AIRBUS Cockpit zu steigen? Bin ja fast zwei Jahre nicht mehr mit Verkehrsfliegern geflogen! Nein, nicht im geringsten! Dachte nur kurz an das Gehalt als Kapitaen im Vergleich zum Ruhestandsgeld. Dann ruegte ich mich gedanklich selbst, so profan zu denken! Schliesslich haben wir ein nicht alltaegliches Leben, sehen so viele schoene oder interessante Dinge, haben immer Herausforderungen vor uns. Und da kann man schon ruhig auf ein paar Euro verzichten. Ich bereue nicht, frueher in den Ruhestand getreten zu sein.
Die naechsten Tage werden voll mit Terminen bei Aerzten, Rechtsanwalt, Steuerberater, Bank, Finanzamt, Checkflug und Besuchen bei Freunden sein. Das Leben in Deutschland wird mich voll im Griff haben. Eigentlich dachte ich ja, dass ich noch mit meiner lieben Frau auf einem ihrer dienstlichen Fluege an einen tollen Ort mitfliegen koennte! Nun fliegt sie nach Neuordnung der LH Kabinenbereiche fast nur Kurzstrecke. Na, und das brauche ich ja nun wirklich nicht!
Deutschland, da bin ich wieder!

09.Jul.2010 | Tiede (jtiede dott dott dott dott dott dott dott dott dott dott dott dott dott dott dott dott )
Hi Gutz,verfolge dich permanent. warum muss es Huehnchen sein ? please call me on mobile +491731522969 !das verhalten der FB kennst du nicht, weil du immer vorne gesessen hast. liebe gruesse an euch beide , hut ab vor carmens leistungen als graue eminenz an bord , tiede
09.Jul.2010 | Holger (holgerm att mac dott com)
Hallo Ralph,
ich habe heute SIM -check bis spaet in die Nacht. Stress pur. Aber dann wird es easy - 033845-30298.
gruß
Holger
18.Jul.2010 | Oli (a330 attttt ge em ix punkt de)
Ralph, sende mir doch mal (D)eine Rufnummer hier in DE an meine emailadresse, viell können wir ja mal ein paar Minuten klönen....Gruss Oli
Eilmeldung!!!!
03.Jul.2010

Und wieder mal hat mein Admiral recht behalten. Mein WM Favorit Argentinien wurde gedemuetigt und faehrt nach Hause.
"Bye, bye Argentinia, don' cry Argentinia!"
Wer haette das gedacht!? Leider kein Deutsches Schiff hier, mit denen ich ein Siegesbier trinken koennte, auch wenn es jetzt 0400 Uhr morgens ist!
Ach, dann trinke ich ein Budweiser auf unsere Jungs jetzt im Morgengrauen!
Nein, ich bin nicht dem Alkohol verfallen, mache nur das, was viele Deutsche garantiert auch tun. Hut ab vor unserer jungen Mannschaft!

03.Jul.2010 | Holger (HolgerM att mac dott com)
Hallo Ralph,
es war spannend. Ich hab es in Valenncia im langen Turnaround in einer VIP-Lounge am PC leider nur als Voice.-Stream verfolgen koennen. Es war keinem Mitglied der Besatzung moeglich eine Uebertragung aus dem Internet zu bekommen und die spanischen Sender haben nichts davon im TV gebracht. Auf beiden TVs in der Vip Lounge nicht, also nur Internet-Radio. Das 4. Tor dann aber an Bord über HF.
Gruss Holger
Marina Episoden
Ralph
24.Jun.2010

Marina-Episoden

In einer Marina ist immer irgendetwas los. Schiffe kommen, Schiffe gehen. Zur Zeit liegt eine der 100 groessten Privat-Yachten hier in der Marina. Die "Archimedes", 68 Meter lang. Die Unterhaltskosten liegen bei ueber 1 Mio US$ pro Jahr. Eigentuemer? Wird meist nicht genannt bei diesen Megayachten.

50 Meter weiter liegt ein Segelboot mit neuseelaendischer Zulassung/Flagge. Es ist eine Hochsee- Rennyacht, auch bei Seglern als "Rennziege" tituliert. Diese hatte vor ein par Wochen an der Regatta "Auckland (Neuseland) - Port Denarau" (mein Standort) teilgenommen. War auch eine der ersten, die hier ankam. Nun liegt sie seit Wochen vertaeut. Niemand ist an Bord.
Hintergrund ist folgender, der Eigentuemer hatte eine Crew angeheuert fuer diese Regatta. Nur wollte diese Crew das Schiff nicht nach Neuseeland zurueck ueberfuehren. Warum wohl?
Auf dem beigefuegtem Bild kann man (hoffentlich) erkennen, wie wenig Freibord (Wasserlinie zum Decksrand) dieses Schiff hat. Die Plicht (oder Cockpit) ist hinten offen. All das sorgt natuerlich fuer haeufige nasse Berieselung. Dafuer ist es ja eine Rennyacht.
Innen verfuegt man immerhin ueber eine superkleine Toilette und einen einflammigen Campingkocher. Kojen sind in als Leinentuecher (Art Haengemette) vorhanden. Der Name des Bootes "Bare Essentials" ("gerade das Notwendigste"
Zurueck nach Neuseeland ist das nun kein Rennen sondern ein normaler Toern,,fuer Regattasegler nichts besonderes. Der Eigentuemer hat aber augenscheinlich auch keine Lust, das Boot selbst zu ueberfuehren.
Ich habe mal ueberlegt, was man mir zahlen muesste, damit ich mit diesem Schiff mit nach Neuseeland segeln wuerde. Bin zum Entschluss gekommen, dass es jede Menge Scheinchen sein muessten, wenn ueberhaupt. Aber, und das ist gut so, niemand hat mich gefragt!
Das schoenste Segelschff war, fuer mich, eine SWAN 60 Fuss. Der Eigner, natuerlich mehrfacher Millionaer aus Australien, ist ein, fuer mich, faszienierender Geschaeftsmann.
Haben einige Abende zusammen verbracht und ueber Gott und die Welt diskutiert. Dabei offenbarte er auch seine Lebensgeschichte. Und diese ist sehr erstaunlch! Ein Geschaeftsmann mit Charakter, der das Wohl seiner Arbeitnehmer mindesten genauso hoch schaetzt wie Profite.
Nach meinen Erfahrungen als Arbeitnehmer in Airlines, war ich nur noch verbluefft, dass es auch solche "Bosse" gibt. Die Firma/Firmen (Group) ist nicht an Aktienmaerkten gelistet. Also ist der, von mir als ehemaligerArbeitnehmer geringschaetzig gesehene Shareholder Value, kein Faktor. Das Primat des Shareholder values wird meines Erachtens zu oft auf Kosten der Arbeitnehmer praktiziert.
Da der "Boss" seine Firma aktiv leitet, muss er zwischen den Segeltagen immer wieder zurueck, um an wichtigen Meetings teilzunehmen bzw. diese zu leiten. Dann schwankt er zwischen seinem Lebenswerk (die Firma) und seiner Liebe zur Segelei.

Gut, dass ich solche "Sorgen" nicht habe. Meine Sorgen liegen mehr im Bereich des Kochens! Was mache ich mir zum Abendessen?
Meine Tendenz geht zur Astronauten-Nahrung. Kein Kochen, kein Abwasch! Wie kann man nur so eine Einstellung zum Kochen haben, wie ich sie an den Tag lege!?
Jeder Mensch hat seine schwachen Seiten!
Was bewegt mich hier noch so? Unsere Nationalmannschaft! Da bin ich sehr skeptisch nach den letzten zwei Spielen. Und dann noch gegen England! Aber besser als gegen Argentinien, meinem Favoriten-Tip.


25.Jun.2010 | der Admiral (c dott gutzmer att web dott de)
Hallo Captain,
also wenn an dieser stelle noch Tipps abgegeben werden duerfen, mein Kandidat sind unsere orangefarbenen Nachbarn. Aber auf die hatte ich ja auch schon vergangene WM getippt (und das war ja eine Pleite!)....
Ich melde mich fuer das Wochenende ab, fliege nach Denver. Und kann LEIDER unsere Jungs am Sonntag nicht kicken sehen. Druecke ihnen aber natuerlich die Daumen, habe schliesslich die Fan-bahnkarte der DB, welche sich verlaengert wenn Klose und Co jeweils eine Runde weiterkommen. Also pures Eigeninteresse.....! Obwohl ich natuerlich auch an unsere Mannschaft glaube, egal wie bisher die Spiele gelaufen sind. Die koennen schon richtig guten Fussball spielen!
Liebe Gruesse nach Fiji, deine ihrem Hobby-froenende Gattin!!
26.Jun.2010 | Axel Brill (axel dott brill att yahoo dott de)
Hallo Ralph, na zum Essen kannst Du doch einfach bei uns an Bord vorbei kommen ;-) Wir haben immer was Leckeres für Dich an Bord! Ansonsten freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen hier in Deutschland! Hello World ist jedenfalls wieder wohlbehalten in kühlen Gewässern angelangt...
Liebe Grüße
Brit & Axe
SY Hello World
01.Jul.2010 | Ursula (mue2001us att gmail dott com)
Hallo Carmen und Ralph,
habe gerade Euren Blog weiterverfolgt und festgestellt, dass Du, Carmen in Denver warst. Schade, wenn ich das frueher gesehen haette, haetten wir uns treffen koennen, denn wir sind wieder zurueck in Boulder. Kommst Du vielleicht nochmal hierher? Sag uns doch Bescheid - wir wuerden uns riesig freuen.
Gruss,
Ursula und Hans
Behoerden! Wieder mal.
Ralph
22.Jun.2010

Man hat mich mal gebeten, auch das tägliche Einerlei hier in Fiji zu beschreiben. Eines ist klar, so ein Einerlei, wie im Haus oder in der Wohnung daheim, ist es natuerlich nicht.
Mal einfach so, wie es mir gerade einfaellt.

BEHOERDEN-HICKHACK:
Ich habe ja neue Teile aus Australien bestellt. Dafuer wuerden natuerlich Steuer und Zoll faellig. Aber in vielen Laendern gibt es dafuer Erleichterungen. Man erklaert das Schiff als "Yacht in transit" (Yacht auf der Durchfahrt) wenn man das Teil beim Zoll abholt oder vom ortsansaessigen Haendler/Mechaniker abholen laesst.
Als das nun so ablief, fiel dem Zoll auf, dass ich noch nicht in IHREM Hafen eingecheckt hatte. Nun hatten wir ja schon in zwei anderen Haefen eingecheckt, haben ein Cruising permit (Reiseerlaubnis), Einreisepapiere, Zollabfertigung generell, Gesundheitsinspektion etc. Wann immer man in einem groesseren Hafen ankommt, muss man sich immer wieder beim Zoll anmelden, obwohl man das Land nicht verlassen hat. Also ungefaehr so, als wenn ich mir als Auslaender in Deutschland ein Auto miete (nachdem ich offiziell eingereist bin) und in jeder Gross-Stadt beim Zoll vorbei muesste.
Im letzten Hafen mussten wir unsere genaue Reiseroute angeben, welche in einem groesseren Hafen endete. Die Behoerde dort sagte uns, bei Einlaufen in diesem groesseren Hafen muessten wir wieder einchecken. Soweit ok.
So war Port Denarau ein Ort VOR diesem groesseren Hafen. Auf unseren offiziellen Papieren war das auch so vermerkt.
Nun behauptet dieser Zollbeamte am Telefon, nach dem der Mechaniker die Teile aus Australien abholen wollte, wir haetten gegen bestehende Vorschriften verstossen, weil wir nicht sofort zu diesem groeseren Hafen gefahren sind. Mein telefonischer Einwand, wir haetten eine Streckenfreigabe bis zu diesem Hafen von der letzten Behoerde bekommen, wurde abgewiesen.
Man forderte mich auf, unter Andeutung (Drohung?) einer "finanziellen Konsequenz", besser sofort bei ihnen zu erscheinen. Dieser goessere Hafen ist Lautoka, ungefaehr 50 Km entfernt.
So machte ich mich auf die Socken, sprich auf die Suche nach Busverbindungen.
Ca. 2 Stunden spaeter traf ich dann im Zollbuero ein. Unterwegs nahm ich mir vor, keine Diskussionen anzufangen.
Im Buero ueberreichte man mir mal wieder jede Menge Formulare. GENAU die gleichen
Formulare, welche wir im letzten Hafen ausgefuellt hatten. Ich schrieb genau das gleiche wieder hinein, nur ein anderes Datum bei meiner Unterschrift.

Mein Hinweis, dass dies doch nun alles wieder das gleiche sei, nur anderes Datum und anderer Stempel, wurde natuerlich nicht akzeptiert. Nun habe ich wieder die gleichen Papiere, die alten haben sie behalten. Was das nun alles sollte? Keine Ahnung! Am Abend war ich dann wieder zurueck am Boot.
Das positive war die Busfahrt(en). Mit so einem Bus reist man nicht alle Tage. Am besten war die Aircondition. Immer frische Luft, erreicht dadurch, dass der Bus nur zwei Scheiben hat. Eine Front- und eine Heckscheibe! Bei Regen laesst man halt eine Plane vorm Passagierfenster herunter. Siehe beigefuegtes Bild.

Apropos, Regen. Seit Carmen nach Deutschland geflogen ist, hat es hier nicht einmal geregnet! Man sieht die Wolken im Landesinneren um die Begspitzen herum. Hier an der Kueste kein Regen. Und das Schiff koennte dringendstens mal ein wenig (Suess)Wasser von oben gebrauchen. Die Einheimischen verbrennen alles moegliche. Bei unguestigen Wind sammeln sich jede Menge Aschepartikel auf dem Boot. Wie das dann aussieht, koennt ihr euch ja vorstellen

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Who: Ralph & Carmen
Port: Hamburg
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