Endspurt
Brit
11/11/2009, Pazifik zwischen Minerva und Neuseeland

Bis heute Mitternacht mussten wir durch motoren, dann erst gab es mal wieder eine Segelpause. Die haben wir dann gleich erstmal genutzt um unseren gestressten Motor ein wenig Pflege angedeihen zu lassen. Also Oel checken und nachfuellen, Kuehlwasser auffuellen, sicherheitshalber den Impeller auswechseln und die letzten Liter Diesel vom achteren Tank in den Haupttank im Salon pumpen. Man hat ja ansonsten mitten in der Nacht auch nicht viel anderes zu tun Der Segelspass war nach fuenf Stunden dann leider auch wieder vorbei und nun motoren wir die letzten Meilen bis nach Opua wohl auch noch. Keine Hoffnung auf Winddrehung oder Wetterbesserung. Nicht umsonst, zaehlt wohl die Etappe nach Neuseeland zu den schwierigeren Strecken einer Weltumsegelung. Das Wetter macht hier einfach was es will.

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Hackwetter
Brit
10/11/2009, Pazifik zwischen Minerva und Neuseeland

Die letzten 24 Stunden zaehlen wohl kaum zu unseren besten Segelerlebnissen. Der Wind wehte uns bestaendig direkt auf die Nase und der Gegenstrom sorgte fuer einen Wendewinkel von 160 Grad. Unser Speed war dabei auf 2,5 kn herunter und wir fuhren in die voellig falsche Richtung. Ankunftszeit in Neuseeland in ungefaehr drei Wochen! So entschlossen wir uns in den sauren Apfel zu beissen und gegen Wind und Welle an zu motoren. Immerhin brachte uns das in die richtige Richtung und die Hoffnung auf besseren Wind bleibt ja schliesslich auch. Auf jeden Fall sind wir maechtig froh, wenn wir es dann irgendwann bis nach Neuseeland geschafft haben.

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Wind an, Wind aus
Brit
09/11/2009, Pazifik zwischen Minerva und Neuseeland

Kaum war die gestrige Email abgeschickt, ging mal wieder der Wind an. Innerhalb weniger Minuten hatten wir es ploetzlich mit SE 6 zu tun und durften gegen eine steile, kurze Welle gegen an segeln. Dabei machte uns auch noch ein Gegenstrom von etwa 1,5 kn das Leben schwer und es ging entsprechend langsam voran. Puenktlich zum Abend lies der Wind freundlicherweise wieder nach und wir konnten relativ ruhig durch die Nacht fahren. Seit 5 Uhr morgens motoren wir nun wieder gegen suedliche Winde, aber dafuer mit direktem Kurs auf Opua. Neben den wechselnden Winden macht uns im Moment auch die zunehmende Kaelte zu schaffen. Das Aussenthermometer zeigt gerade noch 18 Grad Celsiu an und auch das Wasser hat nicht mehr wirklich Badetemperatur.

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