08/07/2007, Brampton, Ontario, Kanada
Aufgrund einer Verwechselung der Adressen meldeten wir uns bei einem angeblichen Brieffreund von Arnes Oma, der allerdings wie sich rausstellte noch nie einen Brief an Arnes Oma geschrieben hatte, geschweige denn je von uns gehört hatte. Später entpuppte er sich als der Bruder des Ehemannes einer Schwester von Arnes Oma, der bereits 1954 nach Kanada ausgewandert war. Netterweise luden er und seine Frau uns trotzdem zum Grillen im Garten ein, woraus im Verlauf ein sehr schönes und unterhaltsames Wochenende wurde.
Gemeinsam fuhren wir mit Myrna und Erich nach St. Jacobs, einem Gebiet in dem die sogenannte Mennoniten oder auch Amish-People aus religiösen Gründen teils Landwirtschaft wie vor 100 Jahren betreiben und u.a. auf Autos und Elektrizität verzichten. Heiþ begehrt sind ihre landwirtschaftlichen Produkte wie Brot, Wurst und Käse, wenn auch teils aufgrund der hohen Preisen kaum bezahlbar.
08/07/2007, Toronto, Ontario, Kanada
Ich gebe es zu: Baseball ist nicht so langweilig, wie ich das gedacht hatte.
Wir waren heute Abend noch im Stadion und haben uns ein Spiel von den Toronto Blue Jays gegen die Cleveland Indians angesehen. Leider hatten wir nicht damit gerechnet, dass man das Parkhaus vor dem Spiel verlassen muss, weil es wegen "Event Parking" lockere 20 $ kostet. Also sind wir auf einen anderen Parkplatz gefahren, haben deswegen aber auch die ersten 4 Innings verpasst. Aber es ist trotzdem noch interessant gewesen, zumindest immer dann, wenn der Schläger endlich 'mal getroffen hat und ein wenig Bewegung auf's Spielfeld kam.
07/07/2007, Toronto, Ontario, Kanada
Mal wieder eine tolle Stadt, beeindruckende Skyline, aber zu teure Parkplätze und wie immer zu wenig Zeit!
Unter den vielen berühmten Museen entschieden wir uns für die Bata Shoe Collection, ein Schuhmuseum. Da an diesem Tag der Eintritt frei war, konnte ich auch Arne davon überzeugen mitzukommen. Im Endeffekt war es schon sehr interessant zu sehen, worein Menschen über Jahrhunderte auf unterschiedlichen Kontinenten ihre Füþe zwängen, ob aus praktischen, religiösen, gesellschaftlichen oder modischen Gründen. Danach bummelten wir auf der Suche nach etwas Eþbarem durch Chinatown. Ein geschäftiges Viertel mit groþen bunten Reklameschildern, vielen "Ausländern", interessanten Läden und vielen Restaurants - so wie Chinatown überall auf der Welt halt aussieht. Zum Schluþ wollten wir eigentlich nur ein bisschen Obst kaufen, aber Arne war aus dem chinesischen Lebensmittelladen gar nicht mehr herauszubekommen. In jedem Regal entdeckte er ein neues unbekanntes Gemüse, ein übelriechendes getrocknetes nicht näher zu identifizierendes Tier oder eine Dose fernöstlicher Spezialitäten. Nur mit viel Mühe konnte ich ihn davon abhalten, hier ausgiebig für unser abendliches Barbecue einzukaufen.
Am nächsten Tag erkundeten wir zu Fuþ Toronto-Downtown, erlagen mal wieder dem Konsumrausch, genossen das gute Wetter und natürlich die Skyline Torontos von einer der Toronto Islands im Lake Ontario.
Auf den CN-Tower fuhren wir nicht. Insgesamt knapp 50 Euro waren uns dann doch ein biþchen viel für einmal hoch und wieder runter, auch wenn man angeblich bei gutem Wetter bis zu den Niagarafällen sehen kann.
05/07/2007, Niagara Falls, Ontario, Kanada
die Maid of the Mist
04/07/2007, Niagara Falls, Ontario, Kanada
Nachdem uns die Kanadier problemlos über ihre Grenze ins Land gelassen hatten, entschieden wir uns sofort, uns die im Gegensatz zur US-Seite angeblich beeindruckendere kanadische Seite der Niagara Fälle anzusehen. Im Dunkeln wirkten die angestrahlten 52 m hohen Wasserfälle schon ganz imposant, auch wenn das Feuerwerk zum 4. Juli im Hintergrund doch etwas mickrig ausfiel.
Bei Tageslicht am nächsten Tag wirkten die Fälle gleich weniger spektakulär. Vielleicht lag es an den umgebenden Hotels, Spielhöllen und Fast-Food-Ketten, die das Naturerlebnis ein bisschen schmälerten oder daran, dass bis zur Hälfte der ursprünglichen Wassermassen zur Energiegewinnung abgeleitet werden und gar nicht über die Fälle herunterstürzen. Trotzdem entschied ich mich für eine teure Bootsfahrt direkt an die Niagarafälle heran: vollbesetzt mit in blaue Plastiksäcke gehüllten Passagieren arbeitet sich das Boot gegen die Strömung an die Fälle heran. An Deck wurde erst das Donnern des Wassers immer lauter, dann gab´s Wind und dann waren alle ziemlich nass. Genial! Da bekommt man mal wieder ziemlich Respekt vor dem Wasser.
