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IKIMAO
Nadja und Arne Matzke in ihrem freien Jahr (oder vielleicht mehr?) auf IKIMAO, einer Vanguard 10.20 von 1983.
Illegale Einwanderer?
Nadja
13/07/2007, Sault Ste. Marie, Michigan, USA

ýber Sault Ste. Marie versuchten wir wieder in die USA einzureisen, was mal wieder zu viel Diskussionen und diesmal sogar Strafandrohung führte. Der junge Grenzbeamte konnte oder wollte nicht verstehen, warum wir bereits ein US-Visum und ein amerikanisches Auto hatten, obwohl wir doch gerade
aus Kanada kamen. Alle anderen durften einfach weiterfahren, während wir für weitere Verhandlungen erstmal aussteigen und ins nächste Büro muþten. Dann lief aber alles ganz glatt, der nächste Beamte verstand sofort, dass wir zwar in Deutschland geboren sind, aber jetzt aus Venezuela nach Altanta und Chicago geflogen waren, deswegen schon ein Visum hatten, dann ein Auto gekauft haben, damit nach Kanada gereist sind und jetzt wieder auf dem Rückweg in die USA waren. Alles kein Problem! Ruckzuck hatten wir unsere Pässe zurück und durften weiterfahren. Kaum in den USA gab es auch wieder Fastfood-Auswahl ohne Ende. Nach einer kleinen Stärkung im nächsten "Subway", schauten wir uns noch die Soo Locks, eine Schleusenanlage zwischen Lake Superior und Lake Huron, an. Dann noch ein biþchen Internetsurfen und schon gings weiter nach Süden.
Für 2,50 $ Mautgebühren überquerten wir die "in der westlichen Hemisphäre längste Brücke zwischen den Verankerungen", die Mackinac Bridge, zwischen den Verankerungen länger als die Golden Gate Bridge! Sie verbindet die untere mit der oberen Halbinsel Michigans über den ýbergang zwischen Michigansee und Huronsee hinweg.
Am Abend schauten wir uns gleich noch den neuen "Harry Potter" im Kino an. Die Nacht verbrachten wir dann bei strömendem Regen lieber im Auto als im Zelt.

Geburtstagsessen
Nadja
12/07/2007, Trans Canada Highway, Ontario, Kanada

Wieder in der Zivilisation galten unsere ersten Gedanken Internet und Fastfood. Auþerdem war heute Arnes Geburtstag, so dass wir uns zur Feier des Tages einen gemütlichen Campingplatz und ein nettes Restaurant leisten wollten. Das mit dem Campingplatz klappte problemlos, aber für eine groþe Auswahl an Restaurants waren wir wohl doch noch zu sehr in der Pampa. Wir muþten uns also mit der Dorfgaststätte begnügen, flüchteten nach dem Essen aber sofort in den nächsten "Tim Hortons" zu Tee, Kakao und Muffin. (Der kanadische "Tim Hortons" entspricht vom Angebot etwa dem US-amerikanischen Dunkin Donuts, ist aber tausendmal leckerer und eigentlich in jedem noch so kleinem kanadischen Ort zu finden, dann auch immer vollkommen mit Kunden jeder Altersgruppe überfüllt.)

Cup and Saucer
Nadja
12/07/2007, Manitoulin Island, Ontario, Kanada

Am nächsten Morgen beschlossen wir fürs erste genug Indianererfahrumg gesammelt zu haben und auf das Museum zu verzichten. Stattdessen machten wir noch eine kleine Wanderung an den "Cup and Saucer" Klippen entlang und verliesen dann die Insel.

Leo, der Indianer
Nadja
11/07/2007, Manitoulin Island, Ontario, Kanada

Leos Blockhaus

Leo, der Indianer
Nadja
11/07/2007, Manitoulin Island, Ontario, Kanada

Per Fähre fuhren wir weiter nach Manitoulin Island, einem alten Indianergebiet. Da es bei unserer Ankunft schon spät am Nachmittag war, verschoben wir den Besuch des Indianermuseums auf den nächsten Tag. Wieder auf der Suche nach einem Schlafplatz fuhren wir einen Schotterweg im Wald entlang. Zunächst versperrte uns ein ziemlich groþes Reh den Weg, aber letztendlich fanden wir ein schönes Plätzchen direkt am Wasser. Kaum hatten wir Grill und Kocher ausgepackt, um unsere Würstchen und Maiskolben zuzubereiten, da radelte auch schon ein Indianer vorbei! Ruckzuck waren wir in ein Gespräch verwickelt, teilten unser Abendessen mit ihm und verkosteten zum Nachtisch unbekannte Pflanzen mit Spinnweben. Angeblich nutzen die Indianer diese Pflanze als Durstlöscher, wenn sie kein Wasser finden. Schmeckt ein biþchen zitronig.
Unser Indianer Leo bezeichnete sich selbst als Buschmann und lud uns auch gleich zu sich nach Hause "in den Busch" ein. Immerhin besitzt er dort 56
Acre Land, entsprechend 22 Hektar. Nach einer kurzen Spritzstour: er auf dem Fahrrad vorweg, wir im Auto hinterher, erreichten wir sein Heim. Nachdem wir stürmisch von seinen beiden Hunden begrüþt wurden, bewunderten wir im Schein einer Taschenlampe die Innenausstattung seiner Baracke. (Elektrisches Licht mag er nicht, dass ist zu grell! Strom gibt es mit Hilfe eines Dieselgenerators, aber der wird nur für Nachrichten und Baseball im Fernsehen angeschaltet.) Neben selbstgebasteltem Indianerschmuck waren die Zimmerwände mit Pow-Wow Photos und ausgestopften Tieren geschmückt: Büffelkopf mit Fledermaus, Schildkröte, Marder... . Schon beeindruckend. Wieder an der frischen Luft muþten wir noch einen Heiltrunk aus gekochter Birkenrinde probieren, der eine komisches Taubheitsgefühl auf der Zunge hinterlies. Auch der Hund mochte ihn nicht trinken. Leo sah daraufhin schnell ein, dass, was für Indianer gut ist, noch lange nicht gesund für verweichlichte Europäer sein muþ. Wirklich beeindruckt waren wir aber dann, als er uns sein noch im Bau befindliches Blockhaus zeigte. Riesige Baumstämme und das hält ganz ohne Nagel. Leider fehlte das Dach noch, aber Leo war zuversichtlich, dass er nächsten Sommer einziehen kann.
Freundlicherweise durften wir auf seinem Grundstück mit Plumpsklo übernachten, und zum Abschied schenkte er uns noch eine Tüte selbstgesammelt und -getrockneter Blaubeeren. Die waren wirklich lecker.

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Unsere kleine Auszeit
Who: Nadja und Arne Matzke
Port: München
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