15/07/2007, Sleeping Bear Dunes, Michigan, USA
Unseren letzten Stop auf dem Rückweg zur Verwandschaft bei Chicago hatten wir im Sleeping Bear Dunes Nationalpark eingeplant. ýberwiegend dicht bewaldete Dünenformationen mit Höhen bis zu 100 m bilden eine Art Steilküste aus Sand. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren und kletterten wir durch die Dünen. Auþerdem muþten wir uns als alte Segler natürlich die alte Küstenwachenstation ansehen, die jetzt als Museum zugänglich ist.
Eigentlich wollten wir danach einfach noch ein paar Stunden in den Dünen am Wasser in der Sonne faulenzen, aber bei Annäherung an das Grünzeug wurde Arne jedesmal von heftigen Niesattacken heimgesucht. Medikamente hatten wir natürlich wieder nicht dabei!
Gegen Abend starteten wir einen neuen Dünenversuch. Und zum Glück...keine Reaktion! Auf einer Düne sitzend konnten wir so zusammen mit vielen picknickenden Amerikanern einem kostenlosen
Blechbläserkonzert zuhören.
... und das Glück blieb uns weiter hold: vor dem Schlafengehen entdeckten wir auch noch eine öffentliche Dusche!
14/07/2007, Mackinaw City, Michigan, USA
In Mackinaw City bummelten wir ein biþchen durch die Geschäfte und besuchten das rekonstruierte Fort Michilimackinac, eine ursprünglich französische, später britische Festung aus dem 18. Jahrhundert. Anhand archäologischer Funde wurde das Fort originalgetreu wiederaufgebaut. Kostümierte Darsteller vermitteln dem Besucher einen Eindruck von der damaligen Lebensweise.
Auf der Weiterreise Richtung Süden fuhren wir an Kirsch- und Apfelplantagen entlang, immer wieder schockiert von den hohen Benzinpreisen. Als wir die USA verlassen hatten, war der Preis pro Gallon 50 Cent billiger gewesen.
Am Abend sahen wir uns ein Feuerwerk in Traverse City an, zum Abschluþ des jährlichen Cherry Festivals. Aber zugegeben, bisher haben uns die amerikanischen Feuerwerke noch nicht sonderlich beeindruckt!
13/07/2007, Sault Ste. Marie, Michigan, USA
ýber Sault Ste. Marie versuchten wir wieder in die USA einzureisen, was mal wieder zu viel Diskussionen und diesmal sogar Strafandrohung führte. Der junge Grenzbeamte konnte oder wollte nicht verstehen, warum wir bereits ein US-Visum und ein amerikanisches Auto hatten, obwohl wir doch gerade
aus Kanada kamen. Alle anderen durften einfach weiterfahren, während wir für weitere Verhandlungen erstmal aussteigen und ins nächste Büro muþten. Dann lief aber alles ganz glatt, der nächste Beamte verstand sofort, dass wir zwar in Deutschland geboren sind, aber jetzt aus Venezuela nach Altanta und Chicago geflogen waren, deswegen schon ein Visum hatten, dann ein Auto gekauft haben, damit nach Kanada gereist sind und jetzt wieder auf dem Rückweg in die USA waren. Alles kein Problem! Ruckzuck hatten wir unsere Pässe zurück und durften weiterfahren. Kaum in den USA gab es auch wieder Fastfood-Auswahl ohne Ende. Nach einer kleinen Stärkung im nächsten "Subway", schauten wir uns noch die Soo Locks, eine Schleusenanlage zwischen Lake Superior und Lake Huron, an. Dann noch ein biþchen Internetsurfen und schon gings weiter nach Süden.
Für 2,50 $ Mautgebühren überquerten wir die "in der westlichen Hemisphäre längste Brücke zwischen den Verankerungen", die Mackinac Bridge, zwischen den Verankerungen länger als die Golden Gate Bridge! Sie verbindet die untere mit der oberen Halbinsel Michigans über den ýbergang zwischen Michigansee und Huronsee hinweg.
Am Abend schauten wir uns gleich noch den neuen "Harry Potter" im Kino an. Die Nacht verbrachten wir dann bei strömendem Regen lieber im Auto als im Zelt.
12/07/2007, Trans Canada Highway, Ontario, Kanada
Wieder in der Zivilisation galten unsere ersten Gedanken Internet und Fastfood. Auþerdem war heute Arnes Geburtstag, so dass wir uns zur Feier des Tages einen gemütlichen Campingplatz und ein nettes Restaurant leisten wollten. Das mit dem Campingplatz klappte problemlos, aber für eine groþe Auswahl an Restaurants waren wir wohl doch noch zu sehr in der Pampa. Wir muþten uns also mit der Dorfgaststätte begnügen, flüchteten nach dem Essen aber sofort in den nächsten "Tim Hortons" zu Tee, Kakao und Muffin. (Der kanadische "Tim Hortons" entspricht vom Angebot etwa dem US-amerikanischen Dunkin Donuts, ist aber tausendmal leckerer und eigentlich in jedem noch so kleinem kanadischen Ort zu finden, dann auch immer vollkommen mit Kunden jeder Altersgruppe überfüllt.)
12/07/2007, Manitoulin Island, Ontario, Kanada
Am nächsten Morgen beschlossen wir fürs erste genug Indianererfahrumg gesammelt zu haben und auf das Museum zu verzichten. Stattdessen machten wir noch eine kleine Wanderung an den "Cup and Saucer" Klippen entlang und verliesen dann die Insel.
