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unterwegs mit der Segelyacht "Maia"
nach Mindelo
03/12/2012

Samstag, 10. März 2012
Wir sind noch in Tarrafal/Sao Nicolao. Das Foto, leider nicht von mir, stammt aus einer staubfreien Zeit (die ist uns hier offenbar nicht gegönnt).
Die letzte Nacht war schrecklich, Schwell zum Abwinken. Wir sind gerollt im Bett ohne Ende, da kann man nicht entspannen, jeder Muskel arbeitet. Kein Wind der stabilisiert, einfach nur Schwell. Das sind halt keine geschützten Ankerbuchten hier, das ist offene Küste, offener Atlantik. Bis jetzt waren die Ankerplätze alle schlecht, Wind und Schwell. Der Wetterbericht heute morgen sagt für morgen etwas bessere Bedingungen aus und deshalb sind wir noch hier geblieben. Wollten eigentlich runter vom Schiff und noch einmal den Ort erkunden, denkste, plötzlich kam Wind auf. Richtig Wind und unser Anker hielt nicht mehr. Ich falle ja vom Glauben ab, unser Anker, der hat uns ja noch nie im Stich gelassen. Irgendeinmal ist wohl immer das erste Mal. Also neu ankern, das ist nicht so einfach hier, stark abfallender Grund und dann diese starken Fallböen. Die Nachbaryacht ging auch auf Slip, das tröstet. Und dann haben wir uns erst mal wieder nicht vom Schiff getraut, so stark hat es gepfiffen. Das war gar nicht angesagt. Gegen Mittag war der Spuk vorbei, der Schwell komischerweise auch weg und wir reif für eine Siesta. Jetzt ist Abend, Karin kocht was Schönes und wer ist wieder da? Der Schwell. Nervig. Wir haben am Nachmittag noch eine ausgedehnte Runde mit dem Dingi gedreht, sozusagen spazieren gefahren. Schön hier, auch von der Wasserseite, wenn die Fallböen nicht wären, der ewige Schwell und der Staub. Den kaum fing es heute an zu blasen, wurde auch die Sicht deutlich schlechter. Staub, es ist staubtrocken hier.
Morgen geht's weg von hier, bestimmt.

Montag, 12. März 2012
Jetzt im Hafen von Mindelo. Gestern sind wir schön gesegelt, mit Windstille abgelegt (Windschutz durch die Insel), dann an der NW-Ecke der Insel der berüchtigte Kapeffekt, Starkwind, bestimmt 7 Windstärken, da fällt man doch gleich vom Glauben ab, wo doch der Wettermann von Intermar gerade in der morgendlichen Funkrunde bestätigt hat, dass es bei uns nur mit 4 Windstärken aus NE blasen soll. Aber so ist das mit den Kaps, der Wind staut sich und bläst verstärkt um die Ecke. Nach einer halben Stunde wurde es dann so wie angesagt, schöner Segelwind aus der richtigen Richtung. Später tendierte der Wind allerdings gegen Null. Also unter Motor die letzten Meilen in den Hafen.
Schön hier, wir liegen kuschelig eng im Ankerfeld links neben der Marina. Schaun wir mal, wie das hier so ist.

03/13/2012 | uwe
Hallöchen ihr Lieben,
in diesen Fallböen haben wir auch vor Tarafal geankert. Es war grauenhaft, in den Spitzen ging es auf 10 Windstärken. Das Schiff kränke und rollte bis an die Relingsstützen weg und das zu beiden Seiten. Unser Bügelanker hat gehalten aber wir sind dann Anker auf und nach Barbados gestartet. Nach einigen Stunden wurde der Wind auch weniger und wir haben nur ein Etmal von 86 sm gesegelt obwohl die Atlantik Überquerung mit rauschender Fahrt begann.

Habt ihr Henning Kuster den TO Stützpunktleiter besucht? Ihr hättet ihn von mir grüssen können.

Viele liebe Grüsse
und viel Spass in Mindelo
Uwe

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