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Unter Segeln unterwegs mit Santa Maria
Segelreisen zum Mitsegeln auf Ostsee, Nordsee und Atlantik
Nordtoern auf Süd-Seereise
01/07/2015, Bergen / Norwegen

SY Santa Maria liegt im schönen Bergen in Norwegen. Bald ist Start zur Süd-Seereise über Schottland, Irland, Frankreich und Portugal zu den Kanarischen Inseln.

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idyllische Tage
Marina
30/07/2014, Helsinki

Neues von der Santa
Seit wir in St. Petersburg abgelegt haben hatten wir quasi nur idyllische Tage.
Zum Einklarieren mussten wir alle nach Hapasaari, einer kleinen finnischen Insel nahe der russischen Grenze. Da der Kontrollpunkt dort erst um 9:00 Uhr morgens öffnet haben die meisten Boote in der Bucht davor geankert, wir natürlich auch. Das Einklarieren sollte jedoch wesentlich schneller gehen, als das Ausklarieren in Russland. Dort kamen wir Mittags an und haben ca. 3 Stunden gewartet, denn es war Mittagspause.
In Hapasaari dagegen dauerte die ganze Sache nur ca. 5 Minuten. Allein unser Skipper war überrascht, kaum dass die Zöllner an Bord waren erhielt er ein Röhrchen um den Atemalkohol zu testen. Da gibt es wohl schlechte Erfahrungen, aber bei uns ging natürlich alles glatt :)
In den nächsten drei Tagen und Nächten erlebten wir hier den wohl wärmsten Sommer der letzten Jahrzehnte, wie alle sagen.
Wir konnten zwar segeln, mussten aber auch Mr. Perkins bemühen, da der Wind, der da war genau aus der Richtung kam in die wir wollten und um zu kreuzen war es dann doch oft zu wenig.
Abends fanden wir immer schöne Ankerbuchten in denen wir zwar nicht ganz alleine lagen, aber das tat der Idylle keinen Abbruch. Kaum, dass wir den Anker herunter gelassen hatten, waren wir auch schon am Baden. Einer der Mitsegler hat die Wassertemperatur gemessen, wir waren selbst überrascht, es waren 23 Grad Celsius. Sooooo tollllllll !!!!!
Heute sind wir nun in Helsinki angekommen. Hier im königlichen Segelklub haben die Mitglieder ihre eigenen Boote anderswo hingebracht, damit die ARC Flotte hier liegen kann, danke hierfür. Somit sehen wir wieder all die über die Toppen geflaggten Boote vor einem absolut feudalen Klubhaus. Einfach nur schön. Das Crewdinner am Abend genossen wir genau in diesem Klub, sehr edel und sehr lecker.
Morgen werden wir Helsinki ansehen und einen weiteren Eindruck auf diesem super Törn zu gewinnen. Wir sind gespannt auf die kommenden Tage und freuen uns darauf.
,Viele Grüße von der Santa Maria aus Helsinki

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Stadtrundgang in Plastikplane
20/07/2014, Tallin

An diesem Morgen war es um 7.00 Uhr bereits so warm, dass man zu schwitzen begann. Die Duschen im Olympiahafen wurden leider erst um 9.00 Uhr geöffnet, daher entfiel dieser Programmpunkt morgens. Viel lieber machten wir uns auf den Weg in die Altstadt zu einem (von der ARC-Leitung organisierten), geführten Rundgang, die Altstadt ist wirklich sehr sehenswert.
Gleichzeitig sah man aber auch einen Haufen naiver Segler durch die Strassen gehen. Die meisten hatten sich von der Sonne blenden lassen, am Hafentag nicht nach dem Wetter gesehen und sind dann ohne Regenschutz losmaschiert. So auch wir.
Der Nachmittag war geprägt vom Kennenlernen, sich auf dem Schiff einrichten, alte Crew verabschieden und einkaufen. Parrallel zum Einkauf fand das Skipperbriefing mit allen Infos zur Fahrt nach St. Petersburg und dem dortigen Programm statt.
Die Santa wurde nach der Reparatur der Motoraufhängung, wieder zurück im ARC Feld begrüßt. Nun waren wir alle gespannt auf das was uns erwartete. Bei einem leckeren Hähnchengeschnetzelten mir Reis, Salat und auch Bier verabschiedeten wir den Tag.

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Hochsommer
19/07/2014, Tallin

Nach den ersten zwei Wochen der ARC ist an diesem Wochenende ein teilweiser Crewwechsel angesagt. 2 bleiben die ganze Zeit an Bord, ansonsten mischt sich eine neue Crew und es kommt ein neuer Skipper.
Am Abend gab es in der Altstadt im "Maikrav" ein Crew Dinner (wahlweise Lachs oder Beef- Creme brullet oder Apple Pie). Wir ließen den Abend in einem Viertel ausklingen in dem alte auf neue Architektur traf. Tallinn ist eine schöne und interessante Stadt.
Allein die Fahrt zurück hinterließ einen bitteren Beigeschmack, nahm doch der eine Taxifahrer ca. 1 €, nahm ein anderer 35 € für die selbe Strecke. Wir wussten nicht, dass es keine einheitlichen Preise gibt, man muss mit dem Fahrer erst hierüber sprechen.

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ARC-Baltic 2014 beginnt
05/07/2014, Kiel - Schilksee, Olympiahafen

Die 27 an der ARC-Baltic teilnehmenden Yachten sind in Kiel angekommen, viele sind jetzt mit letzten Vorbereitungen beschäftigt, eine tolle Atmosphäre herrscht in Schilksee. Am Samstag beim Check-In bei der Rally-Leitung im World-Cruising-Club Büro, wurden Skipper und Crews mit den Details für die kommenden sechs Wochen versorgt.

Am Sonntag dem letzten Tag vor dem Rallye Start erfolgt eine Routenvorstellung und die Skipperbesprechung, inkl. Navigations-Beratung und Tipps für die Tour durch die Ostsee. Das Welcome Dinner im Kieler Yacht Club folgt am Abend, das wird für viele die erste Gelegenheit, um die anderen Crews zu treffen.

Am Montag früh geht es auf die insgesamt 6 Wochen dauernde Reise, mit spannenden Etappen nach Bornholm, Gotland, Tallin, St. Petersburg, Helsinki, Mariehamn, Stockholm und Mön.

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Elbe-Nordsee-Törn
01/06/2014

Die Santa Maria ist heil von ihren Langtörns zurück und kann sich nun in ihrem Heimatrevier, der Elbe und der Deutschen Bucht, vergnügen.

Der erste Törn beginnt am Himmelfahrtstag. Weil das Hochwasser in Hamburg für 6:00 morgens angesagt ist, werden die Vorbereitungen wie Einkauf und Kennenlernen schon per Email vororganisiert und die Schiffs- und Sicherheitseinweisung auch bereits am Vorabend durchgeführt.

Somit sind Schiff und Crew um 5:45 klar zum ablegen. Wenig später wird die Fock gesetzt und der Ost-Wind schiebt uns aus dem City-Hafenbereich hinaus. Als die Elbe nach Nordwesten verschwenkt und der O-Wind nördlich dreht, wird das Groß dazugesetzt. Unterwegs wird gefrühstückt, viel erzählt, gelacht und der schöne Segel-Vormittag genossen. Erster Stop in Glückstadt, um das nächste Hochwasser abzuwarten und mit Erdbeerkuchen zu überbrücken. Um 14:00 drängt das KüMo, an dem wir längsseits liegen, zum Aufbruch. Also weiter nach Cuxhaven, dem Ziel des ersten Tages. Fest ca. 20:00 Uhr.

Nach dem Abendessen werden Gezeitenkalender, Strömungsatlas, Seekarten, Nordsee-Törnführer 1 und 2, Elbeatlas und diverse andere Unterlagen gewälzt, um die Startzeit für das nächste Ziel 'Helgoland' zu bestimmen. Die Köpfe rauchen und nach ca. 2 Stunden steht fest: wir müssen um 6:00 los um die Strömung in der Elbmündung nutzen zu können.
Pünktlich geht's dann auch los, bei wolkenlosem Himmel spülen uns der WNW 2 und die Strömung durch's Lüchterloch raus auf die Nordsee, Kurs Helgoland.

Unterwegs verweigert der ohnehin schon leckende Wasserhahn gänzlich seinen Dienst. Druckpumpe aus, das Ventil verschwindet bei der Analyse natürlich in den Tiefen der Bilge und in das Loch im Wasserhahn wird kurzerhand eine Möhre geschraubt. Der Großteil der Crew hat schließlich im Frühjahr auf der Boat-Fit Messe in Bremen aufmerksam dem Leckstopf-Vortrag unserer Segelschule Well-Sailing gelauscht und das erlangte Wissen entsprechend in neuer Situation angewandt.

Wind und Sonnenschein könnten nicht besser sein. Unser AIS sagt, dass nur wenige andere Yachten die gleiche Idee mit Helgoland haben, der Hafen scheint fast leer zu sein. Der inzwischen auf West gedrehte Wind zwingt zu ein paar Wenden, so dass wir schließlich Düne-Süd nördlich schnippeln und über Grün-3 gleich in den Hafen gleiten können. Segel runter, und die Erkenntnis, dass allerhöchstens 0,5% der Nordsee-Segler AIS-Daten aussenden... Zwischen den Zehnerpäckchen der 30- und 40-Fuß-Yachten finden wir ein 50-Füßer-Päckchen und machen als Viertes fest.

Die Crew macht sich auf zum Erkundungsgang, zuerst gefühlte 10m über eine Leiter die Spundwand hoch, naja, real vielleicht immerhin 5m. Während sich dann der eine Teil der Crew um's Abendessen-Catering kümmern will, nimmt der andere Teil das Touri-Programm in Angriff: Großer Rundgang, Lummenfelsen mit Baßtölpel und Trottellummen, Lange Anna, Projekt Hummerschere und Historische Infotafeln studieren. Zurück am Schiff ist das Wasser weitere gefühlte 10m gesunken (reale geschätzte 1,5m), die Leiter entsprechend länger und das Päckchen auf sieben angewachsen. Die Nacht verbringen Schiff und Crew dann zwischen Yachten und bekannten Regatta-Skippern, die wahrhaftig nicht nur in Hochglanz-Magazinen existieren sondern unglaublicherweise auch in Echt! Mitten im Who-is-Who der Nordsee-Segler!

Am Vorabend rauchten wieder die Köpfe und nach einer Stunde wurde die Abfahrtzeit um 9:00 für ausreichend befunden. Der Innenlieger verlagerte auf 8:30 vor.
Um 8:15 verkündete der Innenlieger (Nr 1), dass er doch noch bleiben will. Aufatmen bis zum Aussenlieger (Nr 7) und überall Frühstücksvorbereitungen. Doch der Zweite war durch den Ersten auf 8:30 fixiert und drängte zum frühen Aufbruch, also wieder Kommunikation bis ganz nach aussen.
Von den Helgoland-Päckchen wird nicht 'abgelegt', sondern das Ganze löst sich irgendwann und irgendwie von ganz alleine und völlig stressfrei einfach auf.

Der am Vortag noch vorhergesagte NordWest 3 wurde zum NW 5-6 mit entsprechendem Wellengang. Doch die Crew war inzwischen eingegrooved und ließ sich schließlich nur unter Fock von Strom und NW-5 in die Elbe schieben.
Cuxhaven war schon am frühen Nachmittag erreicht. Die Crew machte sich mit Leih-Fahrrädern auf zum Cuxhaven-Segler-Touri-Muß-Programm: Kaffee und Kuchen an der 'Alten Liebe', Schiffe begrüßen auf der Plattform und das beeindruckende Wind-Semaphor bestaunen.
Auf dem Rückweg radelte Crewmitglied Jens an einem großen Supermarkt vorbei und konnte tatsächlich ein Wasserhahn-Ventil erstehen. Das alte Ventil ist von NW-5 in eine erreichbare Bilgen-Ecke positioniert worden, die Möhre hatte ausgedient und alles war gut.

Die Gezeitenberechnung war inzwischen Routine und die Abfahrt schnell auf 10:30 festgelegt.
Der RÜckweg am Sonntag die Elbe rauf war wirklich schön, aber eher unspektakulär. Seehunde sonnten sich auf dem Medemsand. Nachmittags riß die Wolkendecke auf, doch der Wind ließ leider bald nach, so dass ab halber Strecke Mr. Perkins mit ziehen und bei Annäherung City-Hafen schließlich ganz übernehmen mußte.
Der Anleger im kleinen Hafen mit großer Strömung klappte prima, die Crew machte Klar-Schiff und verabschiedete sich schließlich gut gelaunt voneinander.

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