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Unter Segeln unterwegs mit Santa Maria
Segelreisen zum Mitsegeln auf Ostsee, Nordsee und Atlantik
Ausflug in die Berge von La Palma
Jutta
23/11/2011, Tazacorte, La Palma

Wir gönnen uns einen Landtag, während sich die Santa Maria im Hafen sonnt und die erste Wäsche der Crew über der Reling trocknet.
Mit einem flotten roten Kleinbus für 9 Personen eroberte die Mannschaft den Nordwesten der Insel. Zur Siestazeit in Garafia de Santo Domingo kehrten sie in das einzig offene Restaurant des Ortes ein und speisten von der regionalen Küche, was ihnen sehr mundete.
Im kleinen „Puertito" an der Wasserkante staunten sie über die Höhlen und kletterten über Felsen, um die gewaltigen Wellen am Lavagestein zu einer hohen Gischt aufsteigen zu sehen.
Mit festem Boden unter ihren Füßen freuten sie sich an dem gewaltigen Naturschauspiel.

Am Abend erzählten sie begeistert von ihren Eindrücken, legten neue Packungen gegen Seekrankheit auf den Tisch und sprachen mit viel Humor über die verschiedenen Speisen mit denen sie die Fische füttern könnten.

Nun sind wir gewappnet für eine neue Tour und hoffen, dass die Fische schon gesättigt sind und die vielen kleinen Mittelchen von Cucullus über Ingwer-Kaugummis und diverse Tabletten ihre Wirkung heute zeigen.

Nach dem Frühstück soll es pünktlich um 9 Uhr Richtung St. Cruz de La Palma losgehen. Die Crew ist sich einig, dass wir den nördlichen Kurs um die Insel nehmen. Mal schauen, welche Sprache der Wind heute spricht. Der Wetterbericht sagt 12 - 15 Knoten von Nordost.

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24/11/2011 | Paul Lanzrath
Hallo Zusammen,
ich wünsche Euch noch schöne Tage mit viel Wind in den Selgel. Ganz lieben Gruß auch an Markus. Mit hatte ich das Vergnügen schon mal zu segeln.(mein erster Trip)
MfG
Paul
Überfahrt nach Tazacorte
Jutta
22/11/2011, La Palma, Puerto de Tazacorte

Unser Tag begann in der Hafenbar bei Frühstücksei und Mangosaft, als uns die ersten Sonnenstrahlen trafen, die über den Berg am Hafen von Vueltas lugten.
Noch lagst du, Santa Maria friedlich vertäut an der hohen Hafenmauer, obwohl auch hier der Wind durch das Tal pfiff und in der Nacht die Achterleine an der scharfkantigen hohen Pier reißen lies.
Deine unbändige Kraft spürten wir dann bei der Überfahrt nach La Palma. Der Wind gab uns draußen den nötigen Schub von der Seite aus Nordost und blieb uns auch während der Überfahrt treu. So segelten wir in schneller Fahrt zwischen 6 und 9 Knoten mit dir von Gomera nach La Palma. Dicke Wolken zogen über uns hinweg und die See rollte unter deinem Kiel, so dass wir alle mal das Steuer fest in der Hand hielten.
Deine Bewegungen waren für die Mägen der Schiffsbesatzung, die nun erst den 2. Tag auf See verbrachte, eine große Herausforderung, die nicht von allen der Crew ohne Kommentar hingenommen werden konnte. Wir sind doch vom Land und diese Berg- und Talfahrten in den Wellen und deine Schräglagen noch nicht gewohnt. Das kümmerte dich wenig, du zeigtest Einigen der Crew dein wertes Heck, wo sie immer mal wieder über die Reling schauten.
Neben Müdigkeit und Unwohlsein erfuhren wir auch Freude, als das Gefühl entstand, die Zügel während deines Rittes auf den Wellen in der Hand zu halten. Dabei bewegten wir uns stetig auf dem Kurs durch das dunkle Wasser unserem Ziel entgegen. Der Ozean reflektierte die graue Himmelsdecke und ab und zu erschienen die Lichter der durchbrechenden Sonnenstrahlen auf der Oberfläche des Wassers, dessen Transparenz nicht mehr wahrnehmbar war.
Je näher wir an unser Ziel Tazacorte auf La Palma rückten, um so mehr lockte die Sonne mit einem blauen Himmelsstreifen über der herannahenden Insel.
Eine gute Position auf dem Deck konnte Einigen das Gefühl des Surfens vermitteln, während Andere sich in die Ecken im Cockpit oder im Salon verkrochen und auf den sicheren Hafen oder eine ruhigere See hofften.
Mühelos bewältigtest du, Santa Maria, die ausgewählte Strecke und verführtest sogar den Nordostwind vor der Küste von La Palma auch einmal von Westen zu blasen. So konnten sich die Gemüter wieder beruhigen, während wir gemächlich im Schutz der Insel auf unseren Zielhafen zusteuerten. Noch bevor die Sonne unterging und viele Reihen von kleinen Schäfchenwolken uns aus dem Himmel besänftigten, fuhren wir in den neu angelegten Hafen von Tazacorte.
Riesige Betonwände erstrecken sich vor der Einfahrt des Hafenbeckens und als wir dich an die Leinen am neu erbauten schwimmenden Steg legten, begann sich auch schon der Himmel hinter den frisch gepflanzten Palmen rosa zu färben.
Als dann die Crew die Sanitären Anlagen der neuen Marina erkundete und die warmen Duschen genoss, erhellten sich ihre Gesichter und der Hunger ließ sie ihre Müdigkeit überwinden. So liefen sie miteinander erfrischt und gewärmt dem nächsten Restaurant entgegen, während ich hier mit dir die Stille genieße.

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22/11/2011 | Carmen
Du machst Dich sehr gut als Reporterin :)
Sanft gleitet die Santa Maria in den Hafen von Vueltas
Jutta
20/11/2011, Vueltas, valle Gran Rey, Gomera

Noch am Morgen hörten wir den Wind im Hafen, wie er mit den Schiffen spielte, hier und da ein Rohr ertönte und eine Leine ein Metall zart zum Klingen brachte.
Dunkle Wolken hingen über dem braunroten Lavagestein, das sich neben unserem Hafen und hinter San Sebastian vor langer langer Zeit zu steil ansteigenden Bergen aufgehäuft hat.
Die junge Crew war heute Morgen nach einem gemeinsamen Frühstück auf alles gefasst und nahm erwartungsvoll an den ersten Einweisungen in der Handhabung des „stehenden und laufenden Guts" teil.
An diesem ersten Tag zeigtest du dich, Santa Maria mit Hilfe der Winde, die uns umspielten, von deiner sanften Seite.
Der Skipper wies die Crew in das Steuern und Segelsetzen ein, während der Wind uns die Möglichkeit gab, mit kleiner Segelfläche zu segeln und sie nach und nach zu vergrößern.
Unter Fock und Großsegel gleiteten wir schließlich sanft durch die ruhige See. Ab und zu spürten wir, dass da draußen ganz andere Winde und Wellen herrschen. Nah am Küstenrand nahmen unsere Segel den Wind auf, der sich hier von verschiedenen Seiten zeigte und uns trotzdem beständig vorantrieb. Die Insel gab uns Schutz vor den Düsen und der hohen Dünung weiter draußen. So hatte die große Mannschaft alle Zeit, sich auf das Schaukeln und Wiegen auf deinem Rumpf einzustimmen.
Diesmal besteht die Crew aus 5 Frauen und 4 Männern und es macht den Anschein auch du Santa Maria zeigst heute mal deine weibliche Seite, indem du uns Zeit gibst und jeden von uns gewähren lässt. So können wir alles in Ruhe lernen und uns als Team an Bord finden. Auch unserer Skipper gibt für die Erfahrenen und Unerfahrenen unter uns Raum, dich kennenzulernen. So gab es sogar die Möglichkeit, die Segel heute auf Frauenart zu trimmen.
Am ersten Tag fühlen sich nun wohl alle an Bord beschenkt, da wir schon nach 5 Stunden im Hafen von Vueltas einlaufen.
Nun liegst du bei schönstem Sonnenschein gut vertäut an der Hafenmauer und die Mannschaft sonnt sich am Hafenstrand und kühlt die sonnenerwärmte Haut im dunkelblauen Wasser des ruhigen Hafens. Die Möwen lassen ihre Stimme in der Stille erklingen, leise plätschern die offenen rot, weiß und blau gestrichenen Boote der Fischer im Wasser. Steil ragt ein mächtiger Berg am Rand des Hafenbeckens auf und gewährt den Booten Schutz.



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Der Wind pfeift durch den Hafen von San Sebastian auf Gomera
Jutta
19/11/2011, Gomera

..und ruft nach der neuen Crew, die heute an Bord der Santa Maria erwartet wird.
Zwei aus der letzten 5 Personen-starken Crew sind an Bord geblieben und lauschen den Tönen, die die vielen Boote an den Stegen von sich geben.
Wenn die Segelboote aus aller Welt, die hier festgemacht haben, erzählen könnten, welch spannende Abenteuer könnten wir erfahren.

Santa Maria, wie gern würde ich dir zuhören, wenn du deine Geheimnisse preisgeben könntest.
Nun werde ich hier für dich berichten: Heute noch kurz von den Erfahrungen an Bord der letzten Woche, in der ich dich kennen gelernt habe. In den kommenden Tagen dann von den Erlebnissen der neuen Mannschaft, die du in Deinem Bauch beherbergen wirst. Ich werde für dich schreiben und sensibel deinen Regungen lauschen, um dein Sprachrohr zu sein.

In der letzten Woche waren Genießer an Bord, die gern von der guten kanarischen Küche aßen und den hiesigen Wein tranken. Sie bereiteten leckere Speisen an Bord zu, so dass das Frühstück im Hafen schon ein wahrer Genuss wurde. Die vier Männer und eine Frau an Bord fanden sich schnell in der Handhabung der Segel und den Anlegemanövern als gut funktionierendes Team zusammen.
So konntest du Santa Maria uns zeigen, was du kannst. Auf der Fahrt von Teneriffa über Gran Canaria nach Gomera legten wir 278 Seemeilen zurück. Deine unaufhaltsame Fahrt in den Winden, die sich manch einmal zwischen den Inseln zu einer schnellen „Düse" aufbauten, ließen Geschwindigkeiten bis zu 9,7 Knoten zu. Dabei konntest du auf den Wellen deinen sportlichen Charakter beweisen.

Ließen die Winde einmal nach oder bliesen uns entgegen, so half deine starke Maschine mit dem schnurrenden Geräusch des Dieselmotors, den Kurs zu halten und die Mannschaft zu beruhigen.
Doch die Crew liebte es besonders, wenn das Brummen des Motors erstarb und das Tuch deiner Segel den Wind einfing. Dann drang das leise Plätschern und Rauschen des Wassers in der plötzlichen Stille und Weite des atlantischen Ozeans an die Ohren der Crew und ein allgemeines Aufatmen ging durch deinen Rumpf.
Der Skipper hatte großes Vertrauen zu seiner Crew und begann sich in den Tagen zu entspannen und seinen Urlaub zu feiern. Die Truppe wurde von ihm als homogen und harmonisch empfunden. Ein Crewmitglied sprach von einer sensiblen, intelligenten und gefühlvollen Mannschaft und betrachtete das Miteinander als Geschenk.
Ja Santa Maria, das haben wir auch Dir zu verdanken. Du machst es möglich, dass sich Menschen in und auf Dir wohlfühlen und das Miteinander in der Gemeinschaft in Wind und Wellen erproben können.

Nun können wir gespannt sein auf die neue Mannschaft, die schon teilweise an Bord gekommen ist, während diese Zeilen entstanden. Es sind deutlich jüngere Menschen. Der weibliche Anteil der Gruppe ist größer als in der letzten Woche. Einige von ihnen bringen schon Segelerfahrungen mit an Bord. Mutig und erwartungsvoll schauen sie ihrem Abenteuer auf der Santa Maria entgegen.

Der Skipper schaut auf die Wetterkarte und zeigt mir auf dem Bordbildschirm die Pfeile, die die Windströme über den Inseln anzeigen. Der Wind fegt mit 12 Knoten aus dem Norden und Nordosten über uns hinweg und wir werden uns morgen einen guten Kurs suchen, der der neuen Crew die Möglichkeit gibt, Dich Santa Maria kennen zu lernen.

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Puerto Mogan
Heiko
15/11/2011, Gran Canaria

nachdem wir gestern von Las Palmas begleitet von 10 Delfinen und mehreren Walen nach Puerto Mogan segelten, starten wir heute in Richtung Tenerife Süd. Der Wind kommt mit 3 BFT aus Nord Ost. Wir auf Düseneffect, sodass wir einen schönen schnellen Törn haben werden. Also auf gehts.

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15/11/2011 | Andreas Kennerth
Viel Spaß noch beim Segeln und beste Grüße an Dieter. In Bremen ist es grau und kalt !
15/11/2011 | Robert Hoesli
Gute Fahrt und viele schöne Erlebnisse an Bord und an Land. Liebe Grüsse aus dem nebligen Luzern für Jutta. daD.
1. Törntag
Heiko
13/11/2011, Gran Canaria

Die neue Crew versteht sich prächtig. Wir haben 4 BFT Wind aus NNO und segeln mit knapp 8 Knoten von Santa Cruz Tenerfe nach Las Palmas auf Gran Canaria.

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