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SY Nuku'alofa auf grosser Fahrt
Ruhetage in der Oysterbay
RB
18/09/2009, Vanuatu - Espiritu Santo

Bild: Bizzarre Baumwurzeln am Bluehole
13. bis 18.09. Der Wind wird nicht weniger, die Stecke nach Sueden wird beschwerlich werden. Bis in die Oysterbay sind es 26 Meilen, aber die voll gegen an. Wir motoren mit 2600 upm und kommen so mit 5,5 Knoten gut voran, ohne uns in den Wellen festzusaugen. Die Einfahrt in die Oysterbay ist sehr niedrig und kann mit unserem Tiefgang (2,10 Meter) nur bei Hochwasser befahren werden. Der erste Ansteuerpunkt passt, aber dann wurden wohl neue Baken mit rot und gruen gesetzt. Vorsichtig steuere ich hindurch, Helmut schaut vom Vorschiff aus, wie der enge Einfahrtkanal durch die Korallen hindurchfuehrt und gibt Anweisungen, wie ich steuern soll. Da rumpst es auch schon und wir haben fuer einen Moment Grundberuehrung, es war wohl doch noch nicht ganz Hochwasser. Aber das Schiff ist drueber geschrabbt und vorsichtig tasten wir uns weiter bis in die von Mangroven umgebene Lagune. Auf unserem Ankerplatz nahe dem Oyster Island Resort haben wir sogar kostenloses Wireless Internet, richtig gut nach 4 Wochen internetloser Zeit. Jetzt koennen wir in aller Ruhe die Bilder der 2 Festivals ordnen, Onlinelogbuch nachtragen, mal wieder Mails schreiben, Haushalt machen, im Resort die Waesche waschen lassen und sie an Bord trocknen. Ein Dingi Ausflug zum Blue Hole, einem klarem Suesswasserpool, mit den besonders klarem Wasser und den Wasserspiegelungen ist eine Abwechslung waehrend der geruhsamen Tage.

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Blauwassersegeln nach Espirtu Santo
RB
12/09/2009, Vanuatu - Espiritu Santo

Bild: Einsamer Strand in Port Olry
Fuer den 50 Meilen Toern nach Port Olry starten wir schon um 6.30 Uhr und hoffen auf den angekuendigten leichten Ostwind, der uns zur groessten Insel von Vanuatu, nach Espiritu Santo bringen soll. Diesmal passt wirklich alles, wir laufen unter Vollzeug, die Welle ist moderat und nach 9 Stunden faellt der Anker im tuerkisblauen Wasser hinter dem kleinen Inselchen Bucephale, das die Bucht auch nach Norden hin ein wenig schuetzt. Der Katamaran Wakataiatea (grosses weisses Kanu in Maori Sprache) mit Schelmi und Isabell liegen schon hier. Wir kennen die Beiden von Opua und freuen uns, sie hier wiederzutreffen und ihren selbstgebauten Katamaran anschauen zu duerfen. Die Bucht hat nicht sonderlich viel zu bieten, man kann an der Insel schnorcheln und einen Korallenkopf mit "Kohlkopfkorallen" bewundern, es gibt einen Suesswassersee auf Thion Island und man kann mit dem Dingi den Fluss ein stueckweit hinauffahren. Das Dorf ist franzoesisch gepraegt, die Huetten sind ueberwiegend aus Beton mit Wellblechdaechern, die nicht besonders huebsch aussehen. Es gibt einen Gemischtwarenladen in dem es auch Fleisch zu kaufen gibt. Seit 4 Wochen koennen wir mal wieder frische Steaks kaufen. Auch das frische franzoesische Baguette, das der Baecker zweimal am Tag backt, sind eine willkommene Abwechslung zum an Bord gebackenen Roggenmischbrot. Wir sind wieder in der "Zivilisation", die Menschen verhalten sich ganz anders als in den Banks Islands, beachten uns kaum und die Gespraeche reduzieren sind auf ein Minimum, auch bedingt durch die Sprachbarriere, man spricht hier fast ausschliesslich franzoesisch. Wir bleiben noch einen weiteren Tag, denn die Bucht ist wirklich traumhaft, es sieht aus wie im Reisekatalog, weisser langer Sandstrand und ein Riff im Sueden umrahmen die weite Bucht mit dem klaren, blau-tuerkisfarbenen Wasser.

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Arbeitseinsatz
Renate
10/09/2009, Banks Islands - Gaua

Bild: Interessiert schauen alle zu, wie Helmut und Axel das Kanu abdichen
Der Chief zeigt Helmut und Axel am Ende des Rundgangs sein wurmstichiges undichtes Kanu und fragt an, ob wir etwas zum Abdichten dabei haben. Selbstverstaendlich hat Axel noch eine Tube Sikaflex an Bord. Den Nachmittag verbringen Helmut und Axel dann beim Arbeitseinsatz am Strand und dichten das Kanu so gut es geht ab. Eine grosse Kinderschar sind neugierige Zuschauer. Der leider viel zu kurze Stopp hier in diesem Dorf, die Windvorhersage treibt uns zur Abreise, hat uns sehr betroffen und nachdenklich gemacht. Wir leben auf unserem Schiff in einem Luxus, der fuer die Menschen hier unvorstellbaren ist. "Leben am Existenzminimum" hat hier in Vanuatu eine ganz andere Dimension als in Deutschland. Die Menschen hier sind zufrieden und gluecklich, nach einer Statistik die gluecklichsten der Welt. Mit "kleinem" Geld koennte man hier viel tun, das Problem ist, es gibt ausser dem Versorgungsschiff so gut wie keine Moeglichkeit, irgendetwas hierher zu transportieren. Das Versorgungsschiff laeuft die Insel nur an, wenn entsprechend mengen Waren zu transportieren sind. So uebernehmen oftmals Segler den Transport, auch wenn die Bewohner mal nach Luganville oder zu einer Insel fahren muessen, werden sie von Seglern mitgenommen.

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