Isla Salvora
Jürgen
06/08/12, Nordspanien
die Nacht haben wir in Lee der Isla Salvora verbracht. Nachdem wir bis in den fruehen Nachmitag hinein einen schoenen Segelwind hatten, drehte der Wind nach Nordwest (!) und nahm dabei stark ab. Wir haben deshalb das Grossegel und die Genua geborgen und den Blister gesetzt. Allerdings war der Wind zuerst so schwach, das auch de Blister immer wieder einfiel. Blister ist ein 200 Quadratmeter grosses Leichtwindsegel, mit dem sehr gut bei schwachen Wind von hinten segeln kann. Das Tuch ist sehr leicht, aehnlich dem von Fallschirmen oder Drachen. Saeter frischte der Wind dann etwas auf und wir kamen ganz gut voran. Abends haben wir uns dann fuer diesen Ankerplatz entschieden.
Als wir um die Insel herumkamen und die Bucht einsehen konnten lagen da schon zwei weitere Segler, einer davon aus Deutschland mit einer Vindoe wie Hermann sie zu verkaufen hat. Die Insel und auch die Bucht erinnern uns stark an die Schaerengaerten vor Schweden: Flache Inseln deren Steine von den Wellen geglaetet sind und mit spaerlichem Bewuchs. Wir werden hier bis Mittag bleiben und erst mal Brot backen und die kleine Insel erkunden. Ab nachmittags soll es dann wieder Wind geben mit dem man segeln kann.
Die Sonne scheint und hat den obligatorischen Nebel aufgesaugt. Das Wasser ist nicht mal 16 Grad warm, wir werden hier wohl nicht baden obwohl die Insel mit einem tollen Sandstrand dazu einlaedt.
Wenn man die Kueste entlang segelt hat man den Eindruck das Wasser wuerde kochen. Direkt an der Kueste steigt sehr viel Dunst auf und bildet dicke Cumulus Wolken, die ueber das Land abziehen. Durch den dichten Dunst kann man die Kueste teilweise nicht sehen, obwohl die Berge am Ufer sehr hoch sind. Erstaunlich, dass das kalte Wasser so stark verdunstet. So deutlich habe ich das an unseren Kuesten noch nicht beobachtet.
Auf See in Richtung Vigo
Jürgen
05/08/12, Nordspanien
Das Wasser plaetschert leise am Rumpf, das Boot hat etwas Schlagseite und wir gleiten mit etwa 5 Knoten durchs Wasser.
Vergangene Nacht haben wir beim Cap Finisterre geankert. Jan und ich sind abends noch auf den Berg am Cap gewandert und haben den Ausblick genossen. Oft sind die Berge vom Nebel verhuellt, aber gestern Abend schien die Sonne und man konnte toll ueber die gesamte Bucht sehen.
In dem Ort Fisterra, der direkt am Cap liegt war gestern eine grosse Fiesta. Als wir in die Bucht einliefen wurden vom Cap Boeller abgeschossen. Wir haben das mal als Willkommensgruss gewertet. Wo wird man schon mit Salutschuessen begruesst?! Am Hafen war ein grosser Jahrmarkt aufgebaut und es waren sehr viele Leute unterwegs. Auf einer kleinen Buehne am Strand sind Volkstanzgruppen aufgetreten Spaeter am Abend gab es dann noch eine Open-Air Disco. Als wir heute Morgen fruehstueckten waren die Gallier immer noch am Feiern. Die Musik zun den Volkstanzgruppen wurde growsstenteils live gespielt. Wie in Schottland und Irrland wirden Dudelsaecke, Pfeiffen und Trommeln als Instrumente benutzt. Gitarren, wie man sie sonst in Spanien erwartet haben wir nicht gesehen.
Der Toern zum Cap war nicht besonders toll. Es regnete oft sehr stark, der Himmel war bedeckt und die Sicht war ganz schlecht. Manchmal konnte man nur ein paar hundert Meter weit sehen. Heute ist die Bewoelkung aufgerissen und die Sonne scheint zumindest zeitweise wieder. Der Wind kommt immer noch aus suedlichen Richtungen, obwohl saemtliche Wetterberichte seit Tagen immer wieder Nordwestlichen Wind ansagen. Die haben wahrcheinlich einen anderen Kompass als wir :)
Regenweter
Gabi
04/08/12, Nordspanien
Wir sind wieder unterwegs. Heute wollen wir endlich das Cap Finisterre runden. Das Hamburger Wetter hat uns wieder eingeholt. Der Himmel ist bedeckt und es regnet. Jan und Gabi sitzen im Cockpit und werden nass. Der Wind kommt natuerlich aus suedwestlichen Richtungen. Also ist wieder kreuzen angesagt.
Beim Segelsetzten haben wir festgestellt, dass unser Grossfall angebrochen ist. Wir haben es dann mit dem Reservefall fuer die Genua getauscht. In einem der naechsten Haefen muessen wir ein neues Fall beschaffen. Ansonsten ist mit dem Boot und mit uns Alles in Ordnung. Jan und sind ein wenig muede, die Reinigungsaktion des Unterwasserschiffes hat uns hanz schoen geschlaucht. Aber wir kommten sämtlichen Bewuchs entfernen. Bis zur naechsten Reinigung derfen wir nicht so lange warten, sonst werden die Algen wieder so lang und dann gehen sie nur schwer ab.
Tauchgang
Gabi
03/08/12, Nordspanien
Heute war wieder Flaute. Es lohnte nicht die Segel zu setzen. Wir haben die Zeit genutzt, Einkaeufe zu erledigen und den Wasserpass zu saeubern. Dazu sind Juergen und Jan in ihre Taucheranzuege geschluepft und haben ordentlich geputzt. Am Abend haben wir noch ein bisschen den Ort erkundet und die gewaltigen Wellen des Atlantiks an der Einfahrt zu dieser Bucht bestaunt.
Auf dem Weg nach Muxia
Jürgen
02/08/12, Nordspanien
So, nun sind wir wieder unterwegs. Unser Ziel fuer heute ist Muxia, ein kleines Fischerdorf, dass in unserem Reisefuehrer als besonders sehenswert herausgestellt wird. Nach unseren Karten gibt es dort keinen richtigen Hafen, sondern nur eine Art Wellenbrecher hinter dem man vor Anker geht.
Das Wetter hat sich tatsaechlich gebessert und heute frueh kam der Wind aus Westen, allerdings hat er wieder auf suedwestliche Richtungen gedreht. Aber das kennen wir ja nun schon, es geht immer gegenan. So muessen wir auch heute wieder einen riesigen Umweg machen um unser Ziel zu erreichen. Dafür weht der Wind konstant mit 4 Windstaerken, so dass wir die Genua und das Grossegel setzen können. Wir haben zwar eine Schlagseite von 20 bis 25 Prozent kommen aber gut mit 5 Knoten voran. Gegen 18:00 Uhr sollten wir Muxia erreicht haben.
In unsere Naehe segelt ein weiters Boot aus Hamburg, Thats Life. Das Boot hat in Camaret sur Mer eine Nacht mit uns im Paeckchen gelegen. Die beiden wollen auch einmal um die Welt segeln und werden an der Regatta ARC 2012 von Gran Canaria nach Sankt Lucia teilnehmen.
Tag vor Anker
Jürgen
01/08/12, Nordspanien
Wir sind immer noch in der Bucht, die wir gestern Abend angelaufen haben. Die Wetterfroesche hatten Recht, frueh morgens drehte der Wind auf suedwest und bliess selbst hier in der geschuetzten Bucht mit bis zu 6 Windstaerken. Vor kurzem hat der Wind nun auf West gesdreht und nimmt langsam ab. Wind aus suedwestlichen Richtungen konnten wir nicht gebrauchen, weil das mal wieder die Richtung ist in wir wollen. Da wir genuegend Zeit haben, haben wir den Wind hier abgewettert. Morgen scheint sich wieder der hier uebliche noerdliche Wind einzustellen und dann geht es weiter in Richtung Sueden. Das wetter wird hier massgeblich vom Azorenhoch bestimmt, wenn das Hoch in seiner ueblichen Position liegt weht an seiner oestlichen Seite ein beständiger Nordwind. Kommt es zu einer Stoerung durch ein Tiefdruckgebiet dann bleibt dieser bestaendige Wind aus, So wie heute. Dem Barographen nach ist das Tiefdruckgebiet abgezogen, wir erwarten also morgen wieder noerdliche Winde. Ich werde gleich aktuelle Wetterberichte einholen. Mal sehen ob die Wettervorhersagen sich mit unseren Beobachtungen decken.
Eigentlich haben wir den ganzen Tag nur gefaulenzt, also die Ruhe genossen und ausgiebig gelesen und viel geschlafen. Dafuer wollen wir morgen frueh aufstehen und rechtzeitig aufbrechen.
Nach Poro
Jürgen
31/07/12, Nordspanien
Heute, kurz vor Mittag, sind wir wieder losgesegelt. Die Tage in Sada waren sehr schoen. Die kleine und ruhige Stadt hat uns gut gefallen. Und nicht nur die Stadt auch die Landschaft mit den vielen kleinen Sandstraenden und natuerlich das schoene Wetter.
Der naechste Hafen bzw. die naechste Stadt, die wir anleufen werden, wird wohl Porto in Portugal sein. Wir werden uns in klienren Tagestoerns langsam in Richtung Sueden bewegen und zwischendurch immer mal wieder einen Tag Pause einlegen. Wir steuern jetzt, unter Motor, eine kleine Bucht ber der Stadt Malpica an. Der Wind ist eingeschlafen und soll spaeter aus suedwestlichen Richtungen wehen. In dieser Bucht sollten wir gut geschuetzt vor diesen Winden vor Anker liegen koennen. In der Nacht soll der Wind auf bis zu 7 Beaufort zunehmen. Morgen Mittag soll der Spuk dann wieder vorrueber sein.
Santiago De Compostela
Gabi
30/07/12, Sada
Heute früh um 8.00 Uhr haben wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Santiago de Compostella gemacht. Das war abenteuerlich. Zum einen sprechen die Busfahrer kaum Englisch und wir so gut wie kein Spanisch. Die Busfahrer waren früher wohl mal Rennfahrer, denn die haben ordentlich aufs Gaspedal getreten.
Bei der Fahrt hatten wir dann die Gelegenheit uns die Landschaft anzusehen.
In den Vorgärten der Dörfer haben wir Zitronenbüsche und Aprikosenbäume gesehen. Über La Coruna, hier musten wir auf einem großen Busbahnhof umsteigen, sind wir dann nach Santiago de Compostela gefahren.
Hier endet ja der berühmte Jakobsweg und es waren viele, vorwiegend junge Pilgerer mit großen Rucksäcken und Wanderschuhen unterwegs. Wir haben uns die schöne Altstadt und die beeindruckende Kathedrale von Santiago de Compostela angesehen. Alles hat gut geklappt und um 18.00 Uhr waren wir wieder auf unserem Schiff.
Neue Bilder
Jan
29/07/12, Marina Ria De Betanzos
Ich habe heute eine Neue Bildergalerie 2.Etappe erstellt und zur Bildergalerie der 1. Etappe neue Fotos hinzugefügt.
Gestern Morgen haben wir in die Marina von Sada verholt und haben eingekauft, Jürgen hat den Herd repariert und Abends waren wir dann in Sada unterwegs und haben uns die Stadt angesehen.
Heute Vormittag haben wir dann noch ein paar kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten am Boot erledigt. Irgendwie ist immer irgentwas nicht in Ordnung. Kein Wunder bei der Schaukelei auf der Biskaya.
Am Nachmittag haben wir uns dann in die warme Sonne gelegt und uns ausgeruht.
Morgen wollen wir uns La Coruna und Santiago de Compostella ansehen. Santiago de Compostella ist eine bekannte Pilgerstätte, der Weg den die Pilger dorthin gehen heißt Jacobsweg.
In der Marina Ria De Betanzos
Jürgen
28/07/12, Nordspanien, Sada
Die Nacht haben wir vor Anker verbracht uns sind heute morgen in die Marina gefahren. Jetzt muessen wir uns zunaechst einmal erholen und die kleine Stadt Sada erkunden. Danach sind ein paar kleinere Reparaturen udn Wartungsarbeiten angesagt, bis es dann am Montag oder Dienstag weiter geht. Wir werden die portugiesische Kueste heruntersegeln. Das werden immer kuerzere Schlaege von einem Hafen oder von einer Ankerbucht zu naechsten. Das nachse grössere Ziel ist Gibraltar.
Die Ueberquerng der Biskaya war unproblematisch. Nur unsere Nerven wurden durch die schwachen Winde aus noerdlichen Richtungen ziemlich strapaziert. Die Wellen bringen das Boot stark zum Rolle und alles klappert und fiegt durch die Gegend. Mit etwas mehr Wind in den Segeln ware das Rollen nicht so stark gewesen. Wir haben einige Male Delphine und auch kleinere Wale gesichtet. Die Wale sind im Abstand von wenigen hundert Metern an uns vorbei geschwommen. Die Delphine hingegen kommen fast immer zum Boot und schwimmen laengere Zeit um den Bug herum und spielen. Wir haben versucht davon Fotos zu schiessen, mal sehen ob die was geworden sind.
Das Wetter schein heute sonnig zu werden und es blaest eine frische Briese. Von dieser Seite kennen wir Spanien noch nicht. Die Kueste ist, aehnlich wie in der Bretangne, felsig und sehr zerklueftet. Wie Fjorde gibt es tiefe Buchten in denen sich Fischerdoerfer und kleine Staedte beinden. Es ist ueberall sehr gruen mit vielen kleieren Sandstraende in den Buchten. Das Wasser hat eine Themperatur von 22 Grad, das laedt eigentlich zum Baden ein.