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ARIES DREAM
Winterzeit = refit time
Rene
02/17/2013, D-Marin Didim

Für diese Winterpause haben wir uns wieder einmal recht viel vorgenommen. Die Eignerkabine im Bugbereich ist immer ein wenig unaufgeräumt, weshalb der Plan entstand, die beiden zum Vorschiff gerichteten Regalborde komplett in einer Schrankwand zu integrieren.
Die erste Einbauschablone aus einfachem Sperrholz wurde eingemessen und die Ausschnitte für die Klappfächer und die Fensternische wurde festgelegt. Von HÄFELE wurden die Klappbeschläge ausgesucht und die originalen Türdrücker von Jeanneau bestellt.
Die Schreinerarbeit zur Herstellung der furnierten Flächen in Auftrag gegeben. Der Salontisch wird künstlerisch phantasievoll ausgestaltet und bekommt eine 12- fache Hochglanzlackierung.
Als nächster Schritt soll eine mögliche Leckage an den Frischwassertanks unter den Liegeflächen beseitigt werden. Möglicherweise sind aber nur die Inspektions- Öffnungen undicht, weil nur in voll befüllten Tanks Süßwasser in die Bilge gelangt.
Eine größere Aktion startet im März.
Der gesamte Heckträger für die Solarpaneele, Windgenerator, GPS und weitere Antennen soll umgestaltet werden. Da die Cockpit - Abschattung an den Ruderständen nicht ausreicht, wird der gesamte Flächenbereich um 35 cm angehoben und zur Schiffsmitte hin verlagert.
Die Solarpanele (4x 140 Wp) sollen flächenbündig in den Edelstahlrahmen integriert werden. Eingehend mit diesen Maßnahmen wird das Batterieladegerät getauscht. In der Zukunft werden 3 getrennte Batterieblöcke mit abgestimmten Ladekennlinien versorgt. Die im vergangenen Jahr beschädigte Ankerkette wurde um 10m verlängert und ein Kettenstopper wird auf Deck angebaut. Ein neuer Bilgenalarm muss eingebaut und eine gute Erdung für das zukünftige Kurzwellen Funkgerät installiert werden. Zum 1. Mai wollen wir wieder auf längerem Törn unterwegs sein.

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Klar Schiff und abmustern.
Rene`& Logbuchauszug Kapt. Harald Meier
12/27/2012, Hafen Santa Cruz de Tenerife

Am Vormittag des 29.11. ist allgemeines Reinschiff angesagt. Ich habe mir mit Burkhard die Schiffsglocke vorgenommen und es ist ein riesiges stück Arbeit, biss sie wieder glänzt wie neu. Um 12:00 werden die Rahsegel noch etwas aufgehübscht, also etwas besser gepackt. Danach ist Zeit für den ersten größeren Landgang in St. Cruz de Tenerife. Am Nachmittag werden noch die Schulden bei der Getränkekasse und Schlappskiste beglichen. Erst danach gibt es die Ausweisdokumente und nautischen Patente etc zurück. Mit Burkhard (Dudeldoc) mache ich mich zu Fuss auf den Weg, um ein geeignetes Tapas Lokal in der Altstadt zu finden. Nach mehreren Inspektionen und Copas de Vino Tinto finden wir eine kleine urige Bodega, die für uns einen Raum im Obergeschoss reservieren. Ein Großteil der Crew hat sich für den Abend in diesem Tapas-Lokal verabredet und genoss die reichhaltigen Speisen und Getränke. Mit viel Spass und auch einem "gefährlichen Lachkrampf" eines weiblichen Crewmitgliedes kehrten alle sehr zufrieden an Bord zurück! Am nächsten Morgen ist das offizielle abmustern mit dem Verlassen des Schiffes, Rückgabe der Pässe und Austragung aus der Anwesenheitsliste. Alles geschieht sehr routiniert und ohne Emotionen, da die nächste Crew schon an der Pier wartet um anzuheuern. Für mich beginnt jetzt ein Erkundungs-Landurlaub auf Teneriffa
um nutzbare Marinas für unsere zukünftigen Törns zu finden.

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letzter Seetag an Bord
Rene`& Logbuchauszug Kapt. Harald Meier
12/27/2012, Kurs Sta. Cruz de Tenerife

Donnerstag, 28.11.12 und Freitag, 29.11.12. 12:00 Bordzeit (UTC) . Position: N 28°37', W 016° 00" . Kurs 215° . in Fahrt 7 Tage 00 Stunden 12 Minuten . Etmal für 24 h = 169 sm . SOG-Schnitt = 7,0 kn . Gesamt: 1-021 sm (Motor 515, Segel 506) D-Speed = 6,0 kn . 1020 hPa . Temp. 20,5°, Wasser 21,5° . wolkenlos Wind NNE 4 Bf
Der Wind läßt etwas nach. Um 00:00 wurde wegen des achterlichen Windes vierkant gebrasst und der Innenklüver geborgen. Bei Wind von hinten steht er nicht mehr richtig und ist nutzlos. Das Schiff rollt in achterlicher See. Das Reiseende ist greifbar. Mit einigen Sonnenstrahlen dazwischen wechselt in viertelstündigem Rhytmus ein Regenschauer nach dem Anderen seinen Angriff auf unsere Laune. Wir müssen noch den Hafenlotsen abwarten.
Um 15:00 geht die Maschine an, alle Segel wurden geborgen. Um 16:00 nehmen wir den Lotsen auf. Wir fahren auf die seeseitige Kulisse von St. Cruz de Tenerife zu. Backbordseitig sieht man 5 größere Kreuzfahrer liegen. Wir biegen nach Steuerbord in ein langgestrecktes Hafenbecken ein. Hier liegen einige Frachtschiffe, auch zwei russische aus Murmansk, denen man bei viel Rost ihr Alter ansieht. Am Ende des Hafenbeckens sind wir um 16:56 am Querkai DARSENA DE LOS LLANOS mit der Steuerbordseite fest. Die Altstadt ist zum greifen nahe
Die Reise ist zu Ende. Gesamtstrecke 1.030 sm. Unter Maschine 520 sm und unter Segeln 519 sm. 
Eigentlich schade, daß die Maschine mit 1 sm Vorsprung gewonnen hat
Um 19:00 ist großes Captains Dinner im Hafen. Hier werden traditionsgemäß alle Trainees und Leichtmatrosen von den Topmatrosen und dem Kapitän bewirtet und bedient. Das ist natürlich viel besser als auf einem rollenden Schiff auf Rede. Danach geht es, vor allem die jüngeren Crewmitglieder, auf die Piste in die diversen Kneipen in Hafennähe.


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siebenter Tag auf See
Rene`& Logbuchauszug Kapt. Harald Meier
12/27/2012, Nordwestlich Lanzarote

Mittwoch, 27.11.12 . 12:00 Bordzeit (UTC) . Position: N 29°57', W 014° 31" . Kurs 167° . in Fahrt 6 Tage 00 Stunden 12 Minuten . Etmal für 24 h = 205 sm . SOG-Schnitt = 8,5 kn . Gesamt: 852 sm (Motor 515, Segel 337) D-Speed = 5,9 kn . 1018 hPa . Temp. Luft 22°, Wasser 22° . wolkenlos Wind NE'lich 6 Bf
Morgens rollt und stampft das Schiff in NE'licher See und Dünung bei guter Sicht. Die letzten 24 Stunden waren Segeln vom feinsten! Ohne Motor mit einem Etmal von 205 sm bei 8,5 kn SOG (Fahrt über Grund). Es wird von einer Höchstgeschwindigkeit von 10,5 kn berichtet. 
Und heute segeln wir so weiter. Immer wieder müssen die Segel ausgerichtet werden. Schamfilende Leinen und Schoten ausgewechselt oder repariert werden. Der Winddruck auf Masten, Rahen und alle Leinen ist enorm. Trotzdem werden die meisten Manöver ohne Winsch-Unterstützung mit Armkraft erledigt, Hierbei konnte ich lernen, dass der Einsatz unserer geliebten und oft teuren Segelhandschuhe nicht erlaubt ist. Sich lösende Nähte und hängende Fäden können an den Schoten hängenbleiben und schwerwiegende Verletzungen hervorrufen.
Um 17:00 Uhr halsen wir auf Kurs 290°. Das Schiff rollt weiter unaufhörlich in NE'licher Dünung.
 Es geht in die letzte Nacht auf See. Der günstige Wind hat uns unter Segeln wie mit Siebenmeilenstiefeln voran- und dem Ziel näher gebracht. Meine Wache von 0400 bis 0800 mit Ruder und Ausguck genieße ich besonders wenn die Masttoppen über den Sternhimmel rasen.

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06/27/2013 | Eva
Hello Aries Dream!
This is Aries Dream in Jamestown, Rhode Island, USA. Glad to see another sailing yacht with such a wonderful name!
This Aries Dream is a 43ft Sabre hailing from Dutch Harbor in Jamestown, owner Stephen and first mate Eva.
Please send an email address if interested in updates.
Happy and safe sailing season!
sechster Seetag
Rene`& Logbuchauszug Kapt. Harald Meier
12/27/2012, Madeira querab

Wir berichten vom Montag den 26.11.12
Unsere Daten von 12:00 Bordzeit (UTC)
Position: N 33°16', W 013° 37"; Kurs 208°; in Fahrt 5 Tage 00 Stunden 12 Minuten
Etmal für 24 h = 125 sm, SOG-Schnitt = 5,2 kn; Gesamt: 647 sm (Motor 515, Segel 132), D-Speed = 5,4 kn.
1014 hPa; Temp. Luft 21°, Wasser 21°; bewölkt; Wind ENE 6 Bf
Um 07:30 werden weitere Segel gesetzt: Großbrahm, Vorbrahm, Großrayal, Vorroyal. Um 08:00 kann die Maschine auf der Position 33° 43' N und 013 ° 16' W gestoppt werden. Wir segeln flott dahin ;-) Madeira ist noch 3 Strich in 240 sm entfernt.
Um 08:00 laufen wir unter Segel bei 7/8 Bewölkung 7,5 kn, Kurs 208°.
Um 12:00 ist Madeira 3 Strich an StB in 240 sm Entfernung. Wir waren einmal wieder auf der Luvseite beim dichtholen von irgendwelchen Vor-Obermars-Gaitauen, Gordinge oder Schoten, als eine höhere See am Rumpf brach und uns mit einer feinen Dusche erfrischte. Spätestens jetzt war mein Ölzeug von innen und aussen gleichermaßen befeuchtet. Das Seminar unter Deck wurde auch während der Schräglage immer komplizierter und alles Material auf den Tischen machte sich selbstständig, weshalb abgebrochen werden musste. Die Nahrungsaufnahme in der Messe konnte nur mit dem Rücken an einer festen Leeseite des Raumes genossen werden. Die Ruhezeiten in der Kabine waren nur in Lee der Koje erfolgreich.

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vierter Seetag
Rene`& Logbuchauszug Kapt. Harald Meier
12/27/2012, auf hoher See querab Gibraltar

Wir berichten vom Samstag den 24.11.12
Unsere Daten von 12:00 Bordzeit (UTC)
Position: N 36° 36,5", W 011° 16,8"; Kurs 208°; in Fahrt 3 Tage 00 Stunden 12 Minuten
Etmal für 24 h = 86 sm, SOG-Schnitt = 3,6 kn; Gesamt: 410 sm (Motor 372, Segel 38), D-Speed = 5,7 kn.
1015 hPa; Temp. Luft 18°, Wasser 19°; bewölkt und Regen; Wind SW 4 Bf
Wir starten nach dem gewohnt guten Frühstück, mit frisch gebackenen Brötchen und Brot, in einen bewölkten und regnerischen Tag. Es ist wärmer geworden, doch für die stehende Wache an Deck ist Ölzeug angesagt.
Der Rudergänger bekommt noch eine dauerhafte Gesichtswäsche mit Regenwasser. Wir können leider nur mit Motor laufen, der Wind steht uns direkt auf der Nase.
Das Schiff rollt und stampft in vorderlicher See und Dünung. Beim wohlschmeckenden Mittagessen mit Frikadellen, Gemüse und Kartoffelbrei gibt es ein Problem. Wie halte ich bei dieser Rollerei die Soße auf dem Teller? Es gelingt nicht allen. Den Kartoffelbrei auf den Teller als Mauer auf der Backbord- und Steuerbordseite zu verteilen verspricht einigen Erfolg
Am Nachmittag leistet uns lange Zeit eine Gruppe von drei Delphinen Gesellschaft. Sie umspielen das Schiff und umrunden unseren Bug. Sie sind einfach schneller als wir. Der Regen gönnt sich auch mal Pausen. Die Sicht ist aber oft schlecht, weil es diesig ist. Vier Strich an Steuerbord lugt die Sonne bzw ihr Wiederschein zaghaft durch kleine Wolkenlöcher.
Wir kommen nur schlecht voran. Gegen 17:00 liegt an Backbord ziemlich querab in 300 sm Entfernung Casablanca in Afrika. Zwei Strich an Steuerbord liegt ca 400 sm entfernt die Insel Madeira.
Dem Ausguck auf der Back zeigt sich um 17:30 eine besondere Spätnachmittagsstimmung. Es ist stark bewölkt. Zwei Strich an Steuerbord gibt es kleine Wolkenlöcher. Man ahnt hier die Sonne und am Horizont zeigt sich auf dem Wasser ihr Wiederschein als leuchtender Farbstreifen. Vier Strich an Steuerbord ist es rabenschwarz, hier steht eine Regenfront. An Backbord begleitet uns der Mond, der durch Wolkenfetzen lugt. Hinter uns zeigt sich alles im Einheitsgrau. Die Begegnung mit Schiffen, die wir nicht nur im Radar sehen, wird zur Seltenheit. In 3 sm Entfernung überholte uns einmal ein großer Containerfrachter. Sonst gehört die See rundum nur uns.
Heute war die Crew außergewöhnlich hungrig. Wer gegen Ende der Abendessenszeit von 17:30 bis 18:30 in die Messe kam, glaubte die Heuschrecken seien eingefallen. Wust- und Käseplatten , vor allem auch die Platten mit Mozzarella und Tomaten, sind „leergefressen". Selbst der Tee ist ausgetrunken. Die Köche mußten noch mal nachlegen, da in meiner Wache eine Nahrungspause
erst gegen 19:00 stattfinden konnte.
Um 18:30 versuchen wir durch das Setzen von Stagsegeln (Vorstengestag mit 52,2 m², Großstengestag mit 79,99 m² und Besanstag mit 37,92 m²) den Motor zu unterstützen und mehr Fahrt herauszuholen. Um 21:00 müssen sie aber wieder geborgen werden.
Die Rollerei nimmt abends wieder zu. Als das Schiff plötzlich stark überholt, wird die Freiwache in der Messe aufgeschreckt. In der Kombüse scheppert es ganz gewaltig, ein Schwung Platten hat sich selbständig gemacht. Hoffen wir mal, daß wir in der Nacht nicht aus den Kojen geworfen werden. Die nächtliche Wachzeit wird zur Routine und wir geniessen die freundlichen Weckrufe und Vorinformationen über Wetter und Kurs unserer vorausgehenden Wache.

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