S/V RELAX - heading west

06 November 2018 | Trinidad
27 October 2018 | Trinidad
11 July 2018 | Trinidad/Berlin
21 June 2018 | St. Laurent de Maroni
05 June 2018 | Island Noronha
20 May 2018 | St. Helena
20 May 2018 | St. Helena
20 May 2018 | Unterwegs
07 May 2018 | Lüderitz
07 May 2018 | Lüderitz
05 May 2018 | Lüderitz Harbour
03 May 2018 | between Saldanha and Lüderitz
27 April 2018 | Saldanha
27 April 2018 | Yachtport SA
24 April 2018 | Saldanha, 100 km nördlich Kapstadt
23 April 2018 | Saldanha
21 April 2018 | Cape of good hope
19 April 2018 | Kap der Guten Hoffnung
08 April 2018 | Simons Town/ Kapstadt

RELAX schwimmt wieder

06 November 2018 | Trinidad
Ralph


3 Wochen Arbeit in der Werft sind endlich vorbei. Wir liegen am Dock der Power Boat Marina. Der Versuch den Generator zu reparieren war erfolglos. Wieder mal ist der Elektro-Teil durchgeschmort. Da wir dieses Teil schon zweimal (nicht kostengünstig!) repariert hatten, ist damit jetzt Schluss. Das gesamte Teil wird bei Erreichen Floridas ausgetauscht. Der Hersteller dafür sitzt in Jacksonville, Florida.
Ansonsten sieht RELAX wieder super sauber und chic aus. Übermorgen werden wir nach Grenada segeln. Sind nur 90 NM, eigentlich ein „Katzensprung“ für unsere Verhältnisse.
Trinidad ist zwar ziemlich Hurrikan sicher, aber in diesem Breitengrad macht sich oft die ITCZ (Innere tropische Konvergenzzone) bemerkbar. So hatten wir die letzten Tage häufig starke Schauer, welche wieder zu Überflutungen führten.
Die Seglergemeinschaft versucht mit Spenden/Kleiderspenden zu helfen. Übrigens beginnt man hier in Trinidad mit der Mülltrennung. In den Supermärkten gibt es keine Plastiktüten! Immerhin!
Hier im Hafengebiet erlebt man die Luftverschmutzung insbesondere durch die Berufsschifffahrt.
Was die Fischerboote aus Venezuela, welche hier ihren Fisch verkaufen, als Treibstoff haben ,ist uns nicht ganz klar. Die Rauchfahnen und der damit verbundene Gestank sind enorm. Ich denke mal, die Fischer versuchen gar nicht ihren Fisch in Venezuela auf Gund der Wirtschaftskrise zu vekaufen und sind froh, dass sie hier etwas verdienen können.
Und weiter zur Umweltbelastung. Das Bild oben zeigt den Vorfilter (neu und gebraucht) unseres Wassermachers. Den haben wir nur in der offenen See von Südafrika nach Trinidad laufen lassen. Schmierig und nach Altöl stinkend, zeigt es den Grad der Wasserverschmutzung. Vom Plastik wollen wir gar nicht erst reden.
Heute Abend treffen wir uns nochmal mit unseren Freunden von der Segelyacht JACKSTER, die mit uns durch den Indischen Ozean gesegelt sind. Sie segeln eine andere Route wie wir. Wir segeln entlang der karibischen Inseln nach Norden, sie Richtung Belize, also nach Westen.
Irgendwann trifft man sich bestimmt mal wieder. So haben wir die Yacht SUNBORNE aus Kanada das letzte mal vor 10 Jahren getroffen. Und nun haben wir sie hier in einer anderen Marina entdeckt.
Mal sehen, wann wir den nächsten Bericht senden können. Kommt darauf an, wie die Internet Möglichkeiten auf den Inseln vorhanden sind.

Trinidad, in der werft

27 October 2018 | Trinidad
Ralph
Vom Abschließen der Haustür bis Aufschließen der Schiffstür waren wir genau 26 Stunden unterwegs. Mit dem Leihwagen vom Flughafen bis zur Werft waren es 30 Minuten.
Nach der langen Standzeit in der Werft sah unsere RELAX etwas mitgenommen aus.
Also, erwartet uns eine Menge Arbeit. Der Hochdruckreiniger kam stark zum Einsatz. Bei 30 Grad (im Schatten!) und Luftfeuchtigkeit um die 90% war es sehr schweißtreibend.
Die in Auftrag gegebenen Reparaturen am Ruder und um die Ruderhalterung außen am Schiff waren erledigt. Nun musste noch die "verdächtige" Stelle innerhalb des Rumpfes am Ruder bearbeitet werden. Es stellte sich heraus, dass an der Fiberglass Ummantlung ein Riss vorhanden war. Das war der Grund, warum wir in letzter Zeit immer etwas Wasser im linken Rumpf aufnahmen.
Abschleifen und neue Lagen Fiberglass wurden angebracht. Der Arbeiter, der diese Aufgabe im engen Rumpf erledigen musste, war nicht zu beneiden
Unsere neue Cockpitverkleidung war noch nicht ganz fertig und musste endgültig angepasst werden. Beide Propeller wurden an- und abgebaut, um neue Anoden für den Saildrive und den Prop selbst, anzubringen. Weiter ging es mit Getriebeöl Wechsel.
Dann hatten wir 3 Tage heftige Regenfälle und man konnte kaum etwas erledigen. Alles war feucht und klamm. Diese Regenfälle führten zu den heftigsten Überschwemmungen in Trinidad seit 100 Jahren. Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten, Straßen nicht passierbar.
Und, beinahe hätte ich es vergessen. Beim Rundgang in der Werft fiel uns auf, dass das Gebäude, in welchem sich das Restaurant befand, schwer beschädigt war und entsprechend das Restaurant auch geschlossen war. Der Anlegesteg davor und auch das Tankdock waren ebenfalls größtenteils zerstört! In unserem Schiff waren einige Dinge umgekippt, unsere Tischlampe gar angeschlagen und einige Gläser herausgefallen.
Auf unsere Fragen klärte man uns auf, dass vor ca. 8 Wochen ein Erdbeben (Kern Venezuela) in Trinidad einigen Schaden angerichtet hat.
Zurück zu unseren Reparaturen. Unser Vorsegel, welches wir vor ca. 4 Monaten hier beim Segelmacher abgegeben hatten, wollten wir, nun endlich richtig konfiguriert, abholen.
Oh, große Augen beim Segelmacher! Welches Boot, wann abgegeben, welche Reparatur? Es stellte sich heraus, dass unser Segel brav irgendwo in der Ecke verschwunden war. Oh, wir (Segelmacher) sind soooo beschäftigt. Wir waren nicht wirklich " amused", wie die Amerikaner sagen . Und man versprach die Reparatur möglichst bald durchzuführen. Nachdem der zugesagte Liefertermin zweimal nicht eingehalten wurde, wurde Ralph etwas/ ziemlich ungehalten. Entsprechend charmant war dann auch das Telefonat, welches er mit dem Segelmacher führte!!
Und oh Wunder,am nächsten Tag wurde das modifizierte Segel geliefert.
Allerdings,wie wir schon befürchtet hatten, sahen wir beim hissen des Vorsegels, es war wieder nicht richtig gemacht. Ungenaue Refflinie. Eigentlich für den Fachmann klar erkennbar, wenn wir "Nicht Segelmacher" es erkennen. Also ist das Reffen zwar möglich aber nicht optimal.
Also, NIE WIEDER ULLMAN SAILS!
Der nächste Punkt auf unserer Arbeitsliste: Reparatur der Logge (Fahrtmesser). Ich hatte bei Ebay ein sogenanntes TRI DATA erstanden. Der Elektroniker befand vor unserem Rückflug nach Deutschland, dass das Gerät selbst kaputt sei. Deswegen der Kauf eines neuen Gerätes. Frohgemut schließen wir die Logge an das neue Gerät an. Und, nichts, keine Anzeige! Zurück zum Elektronikshop, um einen neuen Geber (Transducer) kurz auszuleihen, um diesen neuen Transducer an unser neues Gerät anzuschließen. Siehe da, wir erhalten ein Anzeige. Also war nicht das Gerät fehlerhaft sondern der Geber (transducer) selbst.
Wir bestellen also einen neuen Geber, welcher aus USA eingeflogen werden muss.Vier Tage später (verzögert durch die Überschwemmungen auf den Straßen Trinidads) bekommen wir den Geber. Der befindet sich unter der Wasserlinie im rechten Rumpf und endet am Steuerstand, mehr am linken Rumpf. Das heißt wir müssen das neue Kabel durch den gesamten Rumpf verlegen.
Dafür müssen wir die Kleiderschränke und den Ofen ausbauen, weiterhin die Zündschlossanlage. Wer schon mal Kabel durch enge Passagen verlegt hat, weiß was ich meine. Die Aktion dauerte über einen Tag.
Langsam nähern wir uns dem Ende der Arbeiten, die an Land durchzuführen sind. Wenn wir dann im Wasser sind, wollen wir unseren Generator (wieder mal!) reparieren lassen. Das geht nur im Wasser, da der Generator Seewasserkühlung nutzt.
Wir haben es nicht eilig, denn noch ist die Hurrican Saison nicht beendet. Und irgendwie ist es auch sehr nett hier, die Marina ist absolut professionell, nette Gesellschaft um uns herum , es ist warm und jeden Tag findet über Funk ein Austausch von Nachrichten, benötigte Ersatzteile, "who is where" statt.
Und wir haben einmal wieder kurzfristig unseren Plan geändert, Grenada wird unser nächstes Ziel sein.

Es geht zurück auf unsere RELAX

11 October 2018
Ralph
Morgen geht es von Tegel nach Frankfurt. Dann mit Lufthansa weiter nach Miami. Umsteigen auf American Airlines nach Trinidad. Wird ein langer, langer Tag.
Im Boat yard erwartet uns doch noch einiges an Arbeit. Bald müssen wir uns mal entscheiden, wie wir die Karibik bereisen wollen!?
Ein Koffer ist voll mit Ersatzteilen und einiges an "Deutschen" Lebensmitteln.
Die faule Zeit ist vorbei, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt aber wir steigern NICHT das Bruttosozialprodukt. ;)


Etappenziel Trinidad.

11 July 2018 | Trinidad/Berlin
Ralph
Von French Guayana nach Trinidad beträgt die Entfernung ca. 600 Seemeilen. Von unserem Ankerplatz Saint Laurent fahren wir wieder fast 5 Stunden durch den Urwald hinaus zum Atlantik. Die letzten 2 Stunden weht uns ein starker Wind auf die Nase, welcher aus dieser Richtung wieder mal nicht vorhergesagt war.
Kaum im offenen Meer angelangt, schläft der Wind ein und wir müssen wieder mal unerwartet Motoren. In der Nacht, entlang der Surinamischen Küste müssen wir vielen Fischern ausweichen, die meisten ohne Positionslichter. Seltsamerweise nehmen zwei grössere Fischfangboote mit Positionslichter direkt Kurs auf uns und nähern sich unerfreulich nahe!? Vorsichtshalber ändern wir unseren Kurs und geben mehr Motorleistung. So finden wir in dieser Nacht kaum Zeit in unseren Freiwachen für eine Mütze Schlaf. Zu zweit lassen sich die Situationen besser einschätzen.
Um die Küste Venezuelas machen wir einen größeren Abstand. Nachrichten von Überfällen auf private Schiffe lassen uns vorsichtig sein. So schalten wir unsere Positionslichter in der Nacht aus und nutzen vermehrt unser Radar zur Sichtung von Schiffen.
Einige Meilen östlich von Trinidad nimmt der Schiffsverkehr erheblich zu. Der Seeweg aus der Karibik in den südlichen Atlantik führt durch die Meerenge zwischen Trinidad und Tobago. AIS ist hier wieder eine große Hilfe. Einige der Frachter wollen in die gleiche Richtung wie wir: Port of Spain in Trinidad.
Als wir uns entscheide eine schmale Durchfahrt nach Süden als Abkürzung zu nehmen, muss ich feststellen, dass ich (sehr müde morgens um 0500 Uhr) die Gezeiten nicht in Betracht gezogen hatte. So hatten wir die Strömung auf die Nase. Bei einer Geschwindigkeit von 1,5 Knoten über Grund brachen wir ab und nahmen nun doch die längere Strecke mit schwächerer Strömung in Kauf.
Gegen 0830 Uhr legen wir am Zoll-Dock an, um einzuklarieren. Papierkram nach englischen Maßstäben. Dann verlegen wir uns an eine Boje und fallen in unsere Koje.
Bis hierher haben wir nun ca. 5600 Seemeilen (10.400 km), gemessen von Kapstadt, mit nur kurzen Unterbrechungen hinter uns gebracht. Unzählige Segelmanöver, Reffen, Spinnaker, Segel runter, Motoren, haben uns auf Trab gehalten. Dann wieder Starkwind. Das ging nicht spurlos an uns vorbei. Carmen hat mindestens 2 Kilo abgenommen und das bei ihrem Leichtgewicht. Ich, leider keiner Gewichtsabnahme. Dafür ist wieder mal meine alte Wirbelsäulenverletzung (Schleudersitz) erheblich bewegungseinschränkend in Erscheinung getreten. Gleichzeitig machte mein frisch operiertes Knie auch noch Probleme.
So waren wir froh, endlich in Trinidad angekommen zu sein. Aber auch hier ging es gleich weiter. RELAX muss ins Trockendock, erforderliche Reparaturen müssen koordiniert werde.
Da Carmens Arbeitsbeginn der 1. Juli war, standen wir schon unter Zeitdruck.
Der Flug mit CONDOR von Tobago war ausgebucht. So flogen wir von Trinidad nach Miami, weiter nach Frankfurt, dann nach Berlin. Insgesamt waren wir mit Transfer zum Airport und nach Hause ziemlich genau 29 Stunden unterwegs.
Gut war, dass uns Deutschland mit herrlichem Sommerwetter erwartete. Kurzer Ruhetag für Carmen und schon ist sie wieder dienstlich unterwegs nach USA. Ich habe mir sofort einen Termin beim Chiropraktiker besorgt. Nun ticken die Uhren wieder mal anders. Bald aber planen wir die (wahrscheinlich) letzte Etappe (nach Florida) unserer Weltumseglung Die begann im Januar 2009 von Fort Lauderdale aus. Dort werden wir RELAX erst mal wieder hinbringen.
Und wie soll es weiter gehen? Auf jeden Fall gemütlicher! Die Bahamas sind immer noch, auch nach vielen anderen Revieren, unser "Heimat-Revier". In einem Punkt herrscht Einigkeit. Strecken nonstop über sehr lange Entfernungen sind NICHT vorgesehen!
Vessel Name: RELAX
Vessel Make/Model: Catamaran MANTA 42
Hailing Port: Hamburg
Crew: Ralph & Carmen
About:
Skipper/Captain Ralph: Beruflicher Werdegang, Jahrgang 1948. Nach Schulabschluss Eintritt in die Luftwaffe mit Aufnahme der fliegerischen Ausbildung. [...]
Extra: Der Skipper trat im August 2008 in den endg�ltigen Ruhestand. Dann ging es los Richtung Westen.
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