S/V RELAX - heading west around the world

23 March 2019 | Chub Cay
19 March 2019 | Norman ´s Cay
18 March 2019 | Big Majors
07 March 2019 | Georgetown
05 March 2019 | Long Island
03 March 2019 | Acklins Island
22 February 2019 | Mayaguana
20 February 2019 | San Juan
19 February 2019 | Culebra
08 January 2019 | Anse de Columbier, St. Barth
06 January 2019 | Anse de Columbier
05 January 2019 | Gustavia, St. Barth
02 January 2019 | Antigua
29 December 2018 | Five Island Bay
28 December 2018 | English Harbour, Antigua
22 December 2018 | Deshaies
22 December 2018 | Guadeloupe
20 December 2018 | Iles des Saintes
14 December 2018 | St. Pierre
09 December 2018 | Saint Anne, Martinique

Letzter Inselstop CHUB CAY, Bahamas

23 March 2019 | Chub Cay
Carmen
Bild oben: Die Schlechtwetter-Front naht


Wir haben Nassau im wahrsten Sinne des Wortes links liegen gelassen und ankern jetzt vor Chub Cay, was bereits zur Inselgruppe der Berries gehört.
Die Insel hat den großen Vorteil dass man, je nachdem wo man ankert, gegen Wind aus fast jeder Richtung geschützt ist. Und diesen Luxus bieten nur sehr wenige Inseln auf den Bahamas.
Hier wollen wir nun die sich nähernde Front abwettern und die damit verbundene Winddrehung.
Chub Cay kennen wir auch schon sehr lange, das erste Mal waren wir vor 26 Jahren hier, das letzte. Mal vor 10 Jahren.
Und was soll ich sagen,...........
die Zeit ist auch hier nicht stehen geblieben, was ja verständlich ist aber nicht unbedingt dem Charme der Insel gut getan hat.
 Chub Cay Club war bei unseren ersten Besuchen hier eine beliebte Anlaufstelle bei den Seglern.
Kein Wunder, liegt es strategisch ausgezeichnet zwischen dem Festland USA und Nassau.
Es ist Port of Entry, was bedeutet man kann ein- und ausklarieren. Yachten, welche von USA kamen, gönnten sich hier ein paar Tage Erholung nach der mehr oder weniger strapaziösen Überfahrt über den Golfstrom und die Bahamas Bank.
Ausklarierende Yachten warteten hier auf ein passendes Wetterfester zum Übersetzen nach USA und erfreuten sich ein letztes Mal am türkisfarbenes Wasser und weißen Sandstrände. Man traf sich an der Bar oder ging abends im Restaurant essen. Kurzum,  man war gern gesehener Gast im
 Chub Cay Club.
Die  Marina-Preise waren so, dass man sich auch mit gutem Gewissen ein paar Tage in der Marina gönnen konte
Man ist immer noch gern gesehener Gast in der Marina. Allerdings wurde diese zur Mega-Marina ausgebaut und entsprechend die Preise angepasst.
Zahlten wir früher 1 U.S.-$ pro Fuß pro Nacht sind es jetzt 3.75 $ plus tax.
Einklarieren kostet zusätzlich zu den offiziellen Gebühren für die Behörden ( bis 35 Fuß sind das 150 U.S.-$, mehr als 35 Fuß Yachten zahlen 300 U.S.-$} günstige 100 $ Aufwandsentschädigung, und dabei ist es egal ob man mit der Yacht in die Marina kommt oder nur mit dem Beiboot!
Man zahlt sogar die 100 US $ wenn man mit dem Beiboot anlandet, um an der Bar etwas zu trinken oder das Restaurant nutzen will. Gut, man kann sich diese 100 $ auf die Bar-Rechnung anrechnen lassen.
Aber wer verkonsumiert schon 100 $ Dollar abends an Getränken? Also wir jedenfalls nicht.
Und die meisten Segler, die wir kennen, auch nicht!
Entsprechend der Preise sieht man auch hier fast ausnahmslos große Motoryachten in der Marina liegen........
und jede Menge freie Docks.
Und der Strand ist zum Privatstrand geworden, dort anzulegen ist nicht mehr gestattet. Genau, es sei denn man zahlt die 100 $ Eintrittsgebühr, dann darf man auch den Strand benutzen........
Wir "erschleichen" uns das Anlanden mit dem Dinghi weil wir ausklarieren wollen, man uns über Funk aber nicht sagen kann wie das Prozedere dafür ist.
Wir fahren also mit allen eventuell benötigen Papieren bewaffnet zum Dockmaster und erfahren, dass ein Ausklarieren aus den Bahamas nicht mehr nötig ist.
Wir können die Einreise-Karten per Post aus den USA zurückschicken wenn wir wollen. Aber auch das ist eigentlich gar nicht nötig. Wunderbar. Aber für diese Auskunft müssen wir ja wohl nicht auch die obligatorischen 100 $ zahlen obwohl wir mit unserem Dinghi hier am Steg festgemacht haben?!
Eigentlich schon. Aber weil ich ja vorher über Funk versucht habe diese Information um bekommen ist das okay so.
Und weil wir jetzt schon Mal hier sind machen wir gleich eine kleine Rundfahrt durch die Marina.
Am nächsten Tag verlegen wir uns um die Ecke herum weil wir so gegen Nordwest- und Nordwind geschützt sind, bringen ausreichend Kette aus und die Front geht in der Nacht durch.

Vom Drogendealer Stützpunkt zur Marina

19 March 2019 | Norman ´s Cay
Ralph Gutzmer

Als wir das erste Mal vor 24 Jahren die Insel Norman Cay betraten, erwartete uns eine Überraschung. Wir hatten auf der Seekarte gesehen, dass auf dieser Insel eine kleine Landebahn eingezeichnet war.
Was wir auf der Insel entdeckten, war für uns unglaublich. Verdeckt von Bäumen und Büschen fanden wir mehrere zerfallen Hütten, welche als Werkstatt oder als Wohnhaus oder sogar als Gemeinschaftshaus mit einer kleinen Bar dienten.
Die Häuser waren schon sehr zerfallen und bereits auch innen zerstört. Wir fanden Autowracks mit Einschusslöchern. Beim weiteren Vordringen fanden wir dann auch die kleine Landebahn. Unser Rundgang auf der Insel dauerte eine ganze Weile und wir begaben uns zurück zum Dinghi und damit auch zur RELAX.
Ebenfalls in der Seekarte war etwas entfernt vom Ankerplatz ein Flugzeugwrack eingezeichnet .
Natürlich fuhren wir sofort mit unserem Beiboot zu dieser Stelle. Und siehe da, die Überreste eines Flugzeuges waren gut zu erkennen. Teile vom Rumpf, Seitenruder und Cockpit ragten aus dem Wasser. Zwei Motoren befanden sich unter Wasser. Ein Propellerblatt ragte ebenfalls noch aus den Wasser. Ich war mir nicht sicher, ob es sich um eine DC-3 oder eine C-46 handelte. Nach der Rumpfform vermutete ich eher die C-46.
Peter (leider früh verstorben), der auf diesen Törn mitsegelte, wollte doch tatsächlich das Propellerblatt mit einer Hand Eisensäge absägen und dieses mit nach Hause nehmen. Er arbeitete schwer und gab letztendlich, leider erfolglos, auf.
Beim Rundgang auf der Insel konnte man seiner Fantasie freien Lauf lassen.
Spätere Recherchen ergaben, dass diese Insel von einen Drogendealer bebaut und zur Herstellung von Drogen genutzt wurde. Augenscheinlich vollführte das Flugzeug kurz nach dem Start, mit der heißen Fracht an Bord, eine Notlandung im flachen Wasser. Grund war angeblich das Versagen der beiden Motoren durch geschlossene Brandhähne. Somit bekamen die Motoren keinen Sprit und fielen aus.
Später wurde dieser Stützpunkt der Drogendealer durch die DEA zerstört und es erfolgten zahlreiche Festnahmen.
Beim heutigen Besuch dieser Insel erwartete uns wieder eine Überraschung!
Alles auf der Insel, wie wir sie kannten, war nicht mehr vorhanden. Alles war mehr oder weniger platt gemacht. Nun befindet sich hier eine riesige Baustelle, weil man hier eine ziemlich große Marina erbaut. Das Hafenbecken.mit Docks ist bereits fertig. Hier handelt es sich um ein Millionenprojekt.
Damit hat die Insel, nach unserer Meinung, ihren einzigartigen Charakter verloren.
Interessant war der Besuch dennoch.

Weltberühmte Schweine

18 March 2019 | Big Majors
Carmen
Liest man im Moorings- Prospekt ( eine weltweit agierende Yacht-Charter Gesellschaft) über Chartern in den Exumas , stößt man auf „ die weltberühmten schwimmenden Schweine“ auf der Insel Big Major.
Und genau diese Insel ist unser heutiges Ziel.
Zwar waren die Schweine schon bei unserem ersten Besuch auf den Bahamas, vor 26 Jahren, zu finden.
Allerdings waren sie da noch nicht weltberühmt!
Aber auch Schweine machen Karriere, wie man sieht!
Lebten sie damals noch unbehelligt vom ganzen Tourismus in den Büschen von Big Majors und kamen nur zum Strand um von den Yachties mit Futter versorgt zu werden.
Oft schwammen sie deren Dinghis teilweise entgegen um schneller an das Futter zu kommen.
Heute haben sie eine hübsche Hütte am Strand stehen, die als Sonnen- und Regenschutz dient und nebenan Wassertanks.
Wir hatten als Gastgeschenk Apfel- und Kartoffelschalen sowie leicht welke Salatblätter im Rucksack. Kaum die Gaben ausgepackt und in den bereitgestellten Napf geschüttet, kam die Saubande im Schweinsgalopp an! Jetzt wissen wir auch wo der Ausdruck „ im Schweinsgalopp“ herkommt!
Selbstverständlichkeit geht man als modernes Schwein mit der Mode und hat dementsprechend ein Ohr-Piercing.
Natürlich hat man als weltberühmtes Schwein auch gewisse Verpflichtungen an seine Fans, die schließlich jeden Tag mit Schnellbooten aus Nassau kommen nur um ein Selfie mit den Schweinen zu ergattern. Schon ganz schön anstrengend!Aber diese Schnellboote bleiben nicht lange, ein Selfie mit den Leguanen auf Allan‘s Cay muss ja auch noch gemacht werden.
Ab dem Nachmittag gehört die Bucht also wieder nur den Schweinen und Yachten und es kehrt Ruhe in Big Major ein.
Es liegen etwa um die 30 Yachten hier, aber die Bucht ist groß und man hat keine Parkplatzschwierigkeit.
Auch hier erkennt man den neusten Trend bei den Yachten, man sieht mehr und mehr Power-Cats, also Katamarane, die kein Rigg haben sondern nur als Motorboote gebaut werden. Das ist uns auch schon in der Karibik und insbesondere auf den Jungferninseln aufgefallen. Alleine hier im Ankergrund zählen wir 5 davon. Und auch die klassischen Motoryachten entdecken mehr und mehr die schönen Bahamas.
Viele mögen diesen Ankerpkatz als touristisch und voll empfinden, uns gefällt es hier sehr gut und so bleiben wir auch den kommenden Tag hier bei den Schweinchen.

Letzter Tag in den Outer Islands

07 March 2019 | Georgetown
Carmen
Wir haben Cap Santa Maria weiträumig umfahren und die Nacht in Calabash Bay an der Nordwest-Küste von Long Island verbracht. Ich weiß, es nervt schon, aber auch hier wieder endlose, menschenleere, weiße Sandstrände und türkisfarbenes Wasser- welch ein schrecklicher Ort!
Allerdings merkt man schon, dass Georgetown nicht mehr allzu weit weg ist. Das Quatschen im Funkgerät nimmt deutlich zu und wir haben die Bucht nicht mehr für uns ganz allein sondern müssen sie mit 5 Segelyachten teilen.
Aber zugegeben, das Nachbarboot liegt mindestens 800 m weit weg! Also gerade noch erträglich!
Von hier aus segeln wir am nächsten Morgen bei gutem Ostwind nach Georgetown, DER Treffpunkt der Segler-Gemeinde schlechthin auf den Exumas.
Mit Segler-Gemeinde meine ich natürlich nicht nur Segelschiffe sondern auch Trawler und neuerdings auch Power-Kats und wenige Motorboote.
Hier treffen sich jedes Jahr zur Georgetown-Regatta-Woche, welche meistern Ende Februar/ Anfang März stattfindet, Hunderte von Yachten. Zum Großteil natürlich aus USA und Kanada. Viele kommen schon um die Weihnachtszeit hierher und überwintern dann sozusagen in Georgetown bzw. auf den Exumas.
Dieser Rallye haben wir schon in der Vergangenheit mehrfach beigewohnt und es war immer Spaß pur.
Wie das Schicksal es so will, wir kommen tatsächlich rein zufällig genau in der Regatta-Woche hier an.
Es sind um die 250-300 Yachten hier. Upps, wo soll man denn da ankern?
Aber irgendwie findet man doch ein Plätzchen ohne dem Nachbarn zu dicht auf der Pelle zu liegen.
Die Strände haben alle unterschiedliche Namen, so gibt es einen Volleyball- Beach, weil dort das Volleyball- Netz gespannt ist, einen Hamburger Beach, weil dort eine bahamesische Imbissbude steht und man Hamburger und Cheeseburger kaufen kann, den Monument Beach, weil man von dort hoch zum Monument laufen kann , nur um einige zu nennen.
Wir ankern am Sanddollar- Beach. Da wir bei solch einer Ansammlung von Schiffen schon schlechte Erfahrung gemacht haben parkt der Skipper gerne in 1. Reihe .
Sollte nämlich der Wind stärker werden, so haben wir niemanden oder zumindest nur wenig Schiffe vor uns, die auf uns drauf treiben können falls der Anker nicht gut genug eingegraben ist.
Gesagt, getan, wir ankern also vor der ganzen Meute und haben nur 3 Schiffe vor uns.
Kanal 68 ist hier der Kanal, wo jeder, jeden rufen kann. Sozusagen ein offenes Telefon! Beim die 300 Yachten kann man sich vorstellen, dass hier fast ununterbrochen gesprochen bzw. gerufen wird.
Auf Kanal 72 findet jeden Morgen ein Morgennetz statt, wie wir es ähnlich aus Trinidad und Grenada kennen.
Es gibt eine Wettervorhersage, gefolgt vom Regatta Update, Regatta Aktivitäten des kommenden Tages, soziale Aktivitäten, Wer benötigt Hilfe bei Bootsprojekten oder Ersatzteilen, Mitfahr-Gelegenheit vom/ zum Flughafen, Neu angekommene Yachten begrüßt , lokale Geschäfte können ihr Tagesessen vortragen, geplante Aktivitäten für Kinder etc.
Super interessant!
Wir lassen es gemütlich am Ankunftstag angehen, schließlich müssen wir uns erst wieder an so viele Menschen und so viel „ Gebabbel“ im Funk- wie mein Mann es so schön ausdrückt, gewöhnen!
Und was passiert natürlich in der Nacht?
Ganz klar, der Wind brist auf 22 Knoten auf, also eigentlich nicht erwähnenswert! Denkt man! Ha! Ausgerechnet bei einem der 3 Schiffe vor uns bricht der Anker. Die Besatzung merkt es erst recht spät und dann, statt Vollgas zu geben um von uns und dem Nachbarschiff weg zu kommen, wollen sie scheinbar erst den Anker hochholen und treiben dabei prompt in das Schiff neben uns. Und nur ganz knapp an uns vorbei. Wir helfen indem wir alles hell beleuchten und ihnen zurufen Gas zu geben, mehr können wir nicht tun.
Sie kommen schließlich frei von der anderen Yacht ohne größeren Schaden, Glück gehabt. Und ankern dann weit weg von uns.
Mehr morgen!
Vessel Name: RELAX
Vessel Make/Model: Catamaran MANTA 42
Hailing Port: Hamburg
Crew: Ralph & Carmen
About:
Skipper/Captain Ralph: Beruflicher Werdegang, Jahrgang 1948. Nach Schulabschluss Eintritt in die Luftwaffe mit Aufnahme der fliegerischen Ausbildung. [...]
Extra: Der Skipper trat im August 2008 in den endg�ltigen Ruhestand. Dann ging es los Richtung Westen.
Social:
RELAX's Photos - Main
68 Photos
Created 18 November 2014
15 Photos
Created 13 November 2014
94 Photos
Created 5 November 2014
41 Photos
Created 4 July 2014
34 Photos
Created 15 February 2013
Subsarface
10 Photos
Created 16 January 2013
17 Photos
Created 8 January 2013
20 Photos
Created 6 October 2012
70 Photos
Created 18 July 2012
20 Photos
Created 11 February 2012
19 Photos
Created 29 January 2012
43 Photos
Created 28 November 2011
Unsere Transreise mit der AIDA DIVA von Sharm-el Sheik/Aegypten nach Cochin/Indien
103 Photos
Created 22 November 2011
66 Photos
Created 25 October 2011
38 Photos
Created 1 October 2011
11 Photos
Created 23 September 2011
Juli 2011
32 Photos
Created 20 July 2011
30 Photos
Created 26 June 2011
9 Photos
Created 25 April 2011
20 Photos | 1 Sub-Album
Created 16 April 2011
24 Photos
Created 24 March 2011
27 Photos
Created 13 May 2010
39 Photos
Created 13 May 2010
22 Photos | 1 Sub-Album
Created 13 May 2010
86 Photos
Created 19 March 2010
48 Photos
Created 17 February 2010
54 Photos
Created 14 January 2010
79 Photos
Created 22 December 2009
36 Photos
Created 25 September 2009
70 Photos
Created 6 September 2009
Eindruecke aus Galapagos
28 Photos
Created 18 April 2009
2 Photos
Created 11 January 2008
8 Photos
Created 11 January 2008
Manta catamaran
20 Photos | 1 Sub-Album
Created 11 January 2008
Make no plans and stick to it