S/V RELAX - heading west around the world

09 January 2020 | Ft. Lauderdale
23 December 2019 | Daytona, Florida
13 December 2019 | Berlin
08 May 2019 | Port Everglades
23 March 2019 | Chub Cay
19 March 2019 | Norman ´s Cay
18 March 2019 | Big Majors
07 March 2019 | Georgetown
05 March 2019 | Long Island
03 March 2019 | Acklins Island
22 February 2019 | Mayaguana
20 February 2019 | San Juan
19 February 2019 | Culebra
08 January 2019 | Anse de Columbier, St. Barth
06 January 2019 | Anse de Columbier
05 January 2019 | Gustavia, St. Barth
02 January 2019 | Antigua
29 December 2018 | Five Island Bay
28 December 2018 | English Harbour, Antigua
22 December 2018 | Deshaies

Vielversprechende Wettervorhersage.........!!?????

09 January 2020 | Ft. Lauderdale
Carmen
Die Wettervorhersage sah ausgesprochen gut aus. Die nächsten 3 Tage relativ leichte Winde aus Nordost bis Ost, unser Wetterfenster also!
Die Weihnachtsfeiertage auf See verbringen? Bestimmt nicht jedermanns Sache, für uns zugegeben auch das erste Mal, aber es gibt bekanntlich ja immer ein erstes Mal! Und um ehrlich zu sein, wir wollen auch endlich Richtung Süden.
Hier in Nord- Florida ist es doch um einiges kälter als in Ft. Lauderdale oder Miami, und die durchziehenden Fronten um einiges stärker!
Also verlassen wir am 1. Weihnachtsfeiertag die Marina und fahren den ICW südwärts bis kurz vor den Ausgang Ponce-de-Leon. Dort verbringen wir die Nacht vor Anker. Bis zum Inlet in den Atlantik sind es knapp 2 Meilen, wir können aber schon die Brandung rauschen hören und sehen den Leuchtturm von Ponce-de-Leon.
Sonnenaufgang ist um 7.14 Uhr, der Wecker klingelt um 6.30, kleines Frühstück und noch einmal die neuste Wettervorhersage einholen. Es hat sich nichts geändert, die Wettervorhersage für die nächsten 48 Stunden klingt fast zu perfekt....?!
Und wir sollten es eigentlich aus Erfahrung besser wissen, die Wörter "Wettervorhersage", "segeln" und "perfekt" passen nicht in dem gleichen Satz!
Egal, wir holen also den Anker hoch, setzten das Großsegel und Motoren zum Ausgang.
Idyllische Stille, toller Sonnenaufgang, Delfine begleiten uns zum Ausgang.
Das Inlet ist dank Nordwest-Wind ausgesprochen ruhig, wir setzen das Vorsegel und nehmen Kurs auf Cap Canaveral. Nordwest-Wind war zwar überhaupt nicht vorausgesagt , aber auch okay für uns.
Wir wollen relativ dicht unter Land bleiben, die gesamte Strecke über, um nicht in den von Süd nach Norden fließenden Golfstrom zu geraten. So segeln wir also im Abstand von 3 Meilen zur Küste, können diese aber tatsächlich nur erahnen weil wir wissen, dass sie da ist. Wir können keine Meile weit sehen, Seenebel! Auch davon war keine Rede im Wetterbericht! Das letzte Mal Nebel hatten wir in Südafrika, und eine unangenehme Erfahrung damit verbunden, hätten wir damals doch fast das Kriegsschiff " Drakenberg" gerammt, das im dichten Nebel ohne Lichterführung und AIS direkt vor uns ankerte.
Gegen Mittag schafft die Sonne es aber dann doch den Nebel und die Wolken zu vertreiben und der Wind dreht auch endlich auf Nordost, 10-12 Knoten.
Tatsächlich schönes Segeln!
Am späten Nachmittag haben wir dann schon 15-20 Knoten aus Nordost, in der Ferne können wir die Abschussrampen des Space Shuttle Centers erkennen.
Wir überlegen ganz kurz bevor die Sonne untergeht, ob wir für die Nacht Reff 2 in unser Großsegel machen sollen, entscheiden uns aber dagegen da nur 20 Knoten für die Nacht vorhergesagt sind und wir schon gerefft fahren, also gut bis 25 Knoten sind.
Abends bleibt die Küche zwar nicht "kalt", aber es gibt nur etwas Einfaches zu Essen, Rührei auf Brot. Wir sind mittlerweile am Rande des Golfstromes angekommen und "hoppeln und woppeln" schon ordentlich.
Ich mache die 1. Wache, und der Seegang wird immer ungemütlicher. Der Wind nimmt stündlich zu, und damit verbunden auch die Wellen. Wir nehmen schon ordentlich Wasser über und hätten wir nicht unser "Gewächshaus" wohlweislich rundherum zu, wäre ich schon klatschnass im Cockpit geworden. So ist es aber kuschelig trocken.
Ab 23.00 Uhr haben wir konstant zwischen 23 und 25 Knoten Nordost- Wind und die Strömung mit 2 Knoten gegen uns. Klasse Kombination!
Ich bin bestimmt 10 Mal auf dem Sprung nach unten um Ralph zu wecken, weil wir Reffen müssen, aber jedesmal geht der Wind just in dem Moment auf 23 Knoten zurück und ich verkneife mir den Gang nach unten.
Zum einen ist es schon kein Spaß mehr bei diesen Seegang und Wind zu reffen, weil wir dafür in den Wind rein lenken müssen und dann noch mehr Wellen übernehmen werden während die Segel wild um sich schlagen. Zum Anderen jemanden bei Nacht aus der Freiwache zu holen machen wir auch nur, wenn es unbedingt sein muss.
Die Alternative wäre das Großsegel ganz herunter zu holen. Dann laufen wir aber Gefahr, wenn der Wind wieder abnimmt, dass wir "unter-takelt" wären (zu wenig Segelfläche drauf um das Schiff voran zu bringen) und die Wellen uns überholen würden! Auch nicht witzig! Denn dann rollen wir erst recht in den Wellen herum!
Und wie immer wenn wir segeln (obwohl das rein mathematisch gar nicht sein kann!) ist keinerlei Mond am Himmel und es ist stockdunkel!
Als mein Göttergatte dann um Mitternacht aus seinem wohlverdienten Schönheitsschlaf aufwacht und mich im Cockpit ablöst für die nächsten drei Stunden, teile ich ihm meine Beobachtungen/ Empfehlungen. Dann werde ich ins Bett entlassen.
Da ist es noch kuschelig warm! Und ich entschwinde auch relativ schnell in das Reich der Träume.
Leider kein Traum ist es, dass mein Mann ca. 45 Minuten später nach mir ruft- der Wind ist mittlerweile auf 26-28 Knoten aufgefrischt und wir MÜSSEN jetzt reffen. Wir gehen nur etwas in den Wind und lassen die Segel einfach flattern, um dann das Großsegel zu verkleinern.
Und ab zurück in die Koje, wo man mittlerweile die Wellen ordentlich gegen die Bordwand krachen hört.
Nach dem nächsten Wachwechsel "knacken" wir dann auch die 30 Knoten-Grenze und Relax läuft über 10 Knoten Geschwindigkeit. Vibriert dabei aber ordentlich. Das ist unserem Schiff und auch mir zu schnell!
Und das Dümmste daran ist, dass wir jetzt voll im Golfstrom sind, der mit 4 Knoten gegen uns läuft und entsprechend ist das Meer.
Statt der angezeigten 10 Knoten laufen wir tatsächlich nur um die 5 Knoten und es wird noch besser! Bei nur noch 3,6 Knoten effektiver Geschwindigkeit aber angezeigten 9 Knoten verabschiedet sich der Autopilot und der Chartplotter. Der Computer kann diese Diskrepanz wohl nicht mehr einordnen. Und mein Göttergatte schläft immer noch den Schlaf der Gerechten! Schön, dass er so ein Vertrauen in meine seemännischen Fähigkeiten hat!
Aber nun brauche ich ihn hier am Steuer- nach 2 lauten Rufen steht er auch schon neben mir- zwar noch etwas schlaftrunken aber er ist da!
So können wir nicht weiter fahren, wir müssen den Kurs ändern und dichter unter Land kommen- raus aus dem Golfstrom. Und wieder einmal ist es wie verhext, den ganzen Tag über haben wir kein einziges Schiff gesehen, und ausgerechnet jetzt überholt uns gerade ein Frachter, der nicht wesentlich schneller ist als wir, und wir können den Kurs nicht ändern! Also Geduld, die Systeme wieder einfangen und dann können wir 30 Grad abfallen und Richtung Küste segeln. Schon bald wird der Seegang auch etwas ruhiger und wir machen nicht mehr allzu viele "Bocksprünge".
Zum Sonnenaufgang sind wir in unmittelbarer Nähe der Küste, haben keine Gegenströmung mehr und kommen gut voran.
Der Wind geht auch auf 25 Knoten herunter und man kann es fast schönes segeln nennen!
Durch die gewiefte Taktik meines Mannes dicht an der Küste zu segeln und raus aus dem Golfstrom, schaffen wir es sogar noch am Nachmittag in Fort Lauderdale anzukommen. Wir legen uns wieder einmal nach Lake Sylvia. Der Ankergrund ist noch voller als gedacht und wir müssen etliche Ankermanöver fahren bis wir endlich ein Plätzchen für die Nacht gefunden haben.
Jetzt gibt es noch ein wohlverdientes Ankunftszeit- Bier, ein schnelles Abendessen und dann fallen wir beide ziemlich müde ins Bett.
Und das Foto zeigt, wie es in unserer Achterkoje bei Ankunft aussah obwohl alles gut gesichert war !
Soviel allzu zum Wetterfenster mit leichten Winden!!

23 December 2019 | Daytona, Florida
Ralph Gutzmer | Marginal
All unseren Mitlesenden/Mitreisenden wünschen wir ein Frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2020
Einige unserer Leswr hatten gedacht, der Blog sei nun beendet. Nein dem ist nicht so, wir haben nur mal einekleine Auszeit hingelegt. Die größten Abenteuer sind wahrschinlich Vergangenheit. Aber, Segeln ist eigentlich immer ein Abenteuer................
Eigentlich wollten wir so schnell wie möglich Richtung Süden segeln, der Wärme wegen. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Erst kam eine mächtige Kaltfront mit stürmischen Winden ( im Norden der USA mit Schnee), gefolgt von einem Sturmtief, welches vom Golf von Mexiko über Florida zog. Dieses Tief sorgte für starken Nordwind, welcher gegen den Golfstrom bläst und dadurch unangenehme Wellen erzeugt.
So sendet der US Seewetterbericht heute „hazardous conditions“.(gefährliche Bedingungen) Da wir keine Eile haben, laufen wir natürlich nicht aus. Ist ja nicht wie früher, dass wir manchmal mit solchen Bedingungen einfach fertig werden mussten.
So werden wir Weihnachten ruhig in der Marina von Daytona verbringen.
Große Reisepläne für 2020 stehen nicht an. Wir werden einfach mal in Florida bzw. in den Bahamas segeln. Ist schon etwas seltsam, mal keine „Langstrecken-Planung“ abzuarbeiten.
Wir sind hier mit dem öffentlichen Nahverkehr ( Bus)zum Einkaufsmarkt gefahren, Fahrzeit ca. 15 Minuten. Fahrpreis 1,35 Euro/Person, viele Haltestellen. Und die Preise in DE?
Gestern haben wir uns etwas ganz spezielles gegönnt. Im Fernsehen wurde eine Wahlrede von President Trump live gesendet. Das haben wir gut 20 Minuten „ausgehalten“.
Dieser Mann ist ein Demagoge, Zyniker und soweit ich erkennen konnte ein „Tatsachen-Verdreher“. Diese Mann sonnt sich in seiner eigenen Darstellung. Länger konnte ich diesen Mann nicht zuhören und wir schalteten den Fernseher ab.
Ein Nachbar hier in der Marina ist aber total begeistert und lässt verlauten, dass Trump so viel Gutes tut. Wir sind Gast in diesem Land und respektieren die Meinung der Bürger und starten keine politische Diskussion. Unsere näheren amerikanischen Freunde sind total gegen Trump.
Und ich muss gestehen, ich auch. Trotzdem (leider) bin ich überzeugt, das Impeachment wird nicht erfolgreich sein und er wird wieder gewählt.

Längerer Aufenthalt in DE als geplant

13 December 2019 | Berlin
Ralph Gutzmer
Lange Zeit war es in unserem Blog sehr ruhig. In den Sommermonaten blieben wir in Deutschland, um mit der Familie 8 Tage Urlaub auf dem Wasser zu verbringen. Das Urlaubsgebiet war die Müritz. Landschaftlich sehr schön, hartes Wetter nicht zu erwarten. Ja, mal ein Gewitter mit ordentlichen Böen und Regen. Kein Problem, kann man doch praktisch überall ankern. Es war etwas total anderes als Hochsee-Segeln, aber sehr schön, besonders in Bezug auf die Landschaft.
Kaum war die Begegnung mit dem Medium „Wasser“ beendet, musste ich mich dem Medium „Luft“ widmen. Zur Erhaltung meiner Privat Piloten Lizenz musste ich wieder mal den Fliegerarzt konsultieren, um hier die benötigte Verlängerung des Tauglichkeitszeugnis zu bekommen.
Weiterhin musste ich noch einige Flugstunden absolvieren, um die Verlängerung der fliegerischen Lizenz zu aktivieren. Die Flüge führten uns über Rügen nach Heide-Büsum. Dort besuchten wir Carmens Eltern. Letzter Landeplatz war Werneuchen, wo die Cessna 172 beheimatet ist.
Zusätzlich war der Termin für einen vorgeschriebenen Trainings-/Checkflug anvisiert.
Diesen Flug führte ich mit einem ehemaligen AirBerlin Airbus Captain, welcher die dafür erforderliche Lizenz besitzt, am Flugplatz Kyritz durch. So ist mein PPL erst mal wieder für eine ganze Weile gültig.
Leider kam nun noch ein Krankenhausaufenthalt und Operation dazu. Diese verlief sehr gut, nur mussten wir nun doch länger in Deutschland bleiben.
Jetzt ist die Gesundheit wieder hergestellt und es wird Zeit in wärmere Gebiete aufzubrechen.
RELAX liegt in der Marina in Daytona Beach. Wir werden möglichst schnell Richtung Süden segeln. In Ft. Lauderdale machen wir mal halt, um Freunde zu besuchen Nach Weihnachten geht es weiter zu den Bahamas.
Und dann werden wir einen richtigen Urlaubstörn planen. Keine großen Entfernungen, ruhige Ankertage, wenig Nachtfahrten und oft lesen und einfach mal „abhängen“. So ist es geplant. Mal sehen was wirklich so läuft. Wir freuen uns jedenfalls der Kälte in Deutschland für einige Zeit zu entfliehen.

Weltumsegelung offiziell vollendet

08 May 2019 | Port Everglades
Carmen Gutzmer
Es ist vollbracht........


am 08. März sind wir in Ft. Lauderdale eingelaufen. Und haben somit offiziell unsere Weltumsegelung vollendet!
Unsere Weltumsegelung.....
der Erdumfang beträgt 40.100 km, das sind 21.600 nautische Meilen!
Warum schreibe ich erst jetzt darüber?
Diese Frage habe ich mir in dem letzten Monat des öfteren selbst gestellt!?
Keine Zeit für einen Blogbericht?
Ganz sicher nicht!
Ich glaube, ich kann es selbst noch gar nicht so richtig glauben. Und auch damit umgehen. Oder ich will einfach nicht, dass es beendet ist.
Was liegt hinter uns?
Und wie geht es jetzt weiter?
Tatsache ist, wir sind am 02. Januar 2009 aus Ft. Lauderdale ausgelaufen, unser Ziel war in 3-5 Jahren um die Welt zu segeln!
10 Jahre und 65 Tage später sind wir dort, wo alles begann .
Wir haben 44.883 Seemeilen hinter uns gebracht, den Äquator insgesamt 6 mal überquert, sind um unermesslich viele Erfahrungen, Seemeilen und Begebenheiten reicher, und haben hunderte von Nachtwachen mit oft weniger als 3 Stunden Schlaf hinter uns !
Haben Wind, Wetter, schlechter See, Mastbruch und unzähligen Reparaturen an Schiff und Rigg sowie Seenotlage getrotzt, haben traumhaft schöne Ankerbuchten, unendlich vielen neuen Bekanntschaften und Freundschaften, Frieden mit uns und den Naturgewalten gefunden, haben unbeschreiblich Schönes und auch weniger Schönes gesehen. Haben direkt in Metropolen gelegen und an den abgeschiedensten Orten der Welt geankert. Und alles hatte seinen eigenen Reiz und Charme. Wir haben grenzenlose Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit erlebt.
Es gab Zeiten, da habe ich wirklich gezweifelt, dass wir es schaffen werden. Aber die meiste Zeit über, da dachte ich, woww, wie toll ist es hier! Wie begnadet sind wir, dass wir das alles erleben dürfen!
Traumhafte Ankerbuchten, Natur pur, Delfine, die stundenlang mit uns mit geschwommen sind, Wale, die keine 100 Meter vor uns aufgetaucht sind, schwimmen mit Manta-Rochen und Delfinen.
Robben, die in unserem Cockpit gedöst haben, unzählige wunderschöne Sandstrände , Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, und und und und.
Aber auch Wind 40, 50 und 60+ Knoten, umrundet von Gewittern während denen ich, um meine Angst in den Griff zu bekommen, die Einschläge der Blitze um uns herum gezählt habe während mein Mann stundenlang am Steuer stand und wir vom Gewitter abgelaufen sind. Yachten, die in schlechtem Wetter in uns hinein getrieben sind. Mastbruch bei Nacht, gerissene Steuerseile, 3 Tsunami Alarme, ein Hurrikan mit Stärke 5 direkt über uns, gebrochene Ruderaufhängungen, defekte Autopiloten, das komplette Programm, was man eben nicht braucht! Und sogar einen Mayday Ruf vor der Küste von Mosambik abgesetzt als wir dachten, das war es jetzt wirklich.
Tausend Schutzengel dabei gehabt!!
Wir können es selbst immer noch nicht wirklich glauben, dass wir es getan haben! Und heil angekommen sind!
Immer aufrecht gehalten hat uns der Glaube an uns und unsere Yacht! Wir, bzw.ich wusste immer, dass uns unsere Relax sicher und heil an's Ziel bringen würde .
Warum? Keine Ahnung, aber ich wusste es einfach! Ich hatte schon immer eine ganz besondere Beziehung zu unserem Schiff... ich weiß das klingt merkwürdig, aber so ist es. Ich wusste von Anfang an, dass Relax unser Schiff ist und wir ihr bedenkenlos unser Leben anvertrauen können.
Bestimmt halten mich jetzt einige Leser für etwas merkwürdig....hm, aber ich bin überzeugt, dass mich auch viele Fahrtensegler verstehen.
Man braucht eine ganz besondere Beziehung zu seinem Schiff um so eine Herausforderung zu schaffen!
Und Danke auch an all unsere Familie, Freunde, Bekannte und Leser, bekannter und unbekannterweise , die uns die Kraft und Motivation gegeben haben diesen Blog zu schreiben, uns virtuell begleitet haben und uns während der gesamten Reise mental unterstützt haben!
Unterwegs, da hat man gar nicht darüber nachgedacht, da gab es einfach nur ein Ziel, weiter zu segeln und anzukommen!
Und jetzt sind wir angekommen!
Bahamas, Ft. Lauderdale, ein Home-Run, jahrelang sind wir diese Gewässer gesegelt. Vieles hat sich verändert, trotzdem ist der " Ich-komme-nach-Hause-Effekt " ganz klar da.
Der letzte Monat in den Bahamas war einfach toll.
Unsere Ankunft in Fort Lauderdale haben wir sorgfältig geplant, ein (bezahlbares) Dock zu finden war alles andere als einfach. Die Preise sind in den letzten 10 Jahren echt in den Himmel geschossen. Und als Katamaran passt man leider auch nicht in jeden Kanal.
Aber auch das hatte geklappt. Per Internet fand Ralph einen Makler, der durch Zufall für einen Monat ein Dock frei hatte. Länge, Tiefgang und Breite, alles hat gepasst.
Am 08.März also sind wir von Bimini nach Ft. Lauderdale gesegelt, vor der Hafeneinfahrt wurden wir bereits von Dag, unserem norwegischen Freund, erwartet und begrüßt. Er hat auch das Ankunftsvideo von uns gedreht.
Alles hat an diesem Tag perfekt geklappt.
Toller Segelwind, Sonnenschein pur, zur verabredeten Zeit an der Ansteuertonne von Ft. Lauderdale ankommen und das Meeting mit Dag und seinem Schiff Odin.
Zu perfekt......denn als wir das reservierte Dock erreichen, stellen wir fest, dass es da ein klitzekleinen Problem gibt! Ralph holt 3 Mal Anlauf damit wir in einem besseren Bogen einparken können, aber es reicht einfach nicht. Wir kommen nicht hinein! Jemand an Land, auf einem Schiff in der Nachbarbox, misst schnell mal die Box für uns aus, also den Platz zwischen den beiden Pollern, zwischen die wir müssen/wollen. 15, maximal 16 Fuß lang.
Uppps, kein Wunder dass wir da nicht hinein kommen, Relax ist 21 Fuß breit. Und dann müssen ja rechts und links auch noch die Fender hinzugerechnet werden. Also eine 25 Fuß breite Box bräuchten wir schon. Und das hatten wir auch in der Reservierungsanfrage angegeben!
Und so bestätigt bekommen!
Was für ein super kompetenter Profi hat uns denn da das Dock bestätigt??
Telefonate hin und her, wir passen nicht in die Box und es wird langsam Abend. Wohin sollen wir?
Guter Rat ist teuer, die Nacht in einer Marina liegt im günstigsten Falle bei 200 Dollar plus Steuer. Schluck!Grübel, grübel....... und uns läuft das Tageslicht langsam davon......
Kurzer Kriegsrat wird gehalten......und wir beschließen nach Lake Sylvia, einem der wenigen Ankerplätze in Ft. Lauderdale zu laufen um dort erst mal die Nacht vor Anker zu verbringen.
Wir schaffen es gerade noch mit dem letzten Büchsenlicht anzukommen und eine Lücke für uns zu ergattern. Klar, es
ist schließlich Freitag Abend.
Aber endlich angekommen, Anker hält auf Anhieb, der Tag nimmt doch noch ein gutes Ende. Und jetzt gibt es erst einmal das wohlverdiente Ankunfts-Bierchen!
Zurück nach 44.883 Seemeilen in Fr. Lauderdale!
Und hier noch der Link zum Ankunfts-Video:
https://youtu.be/qG4UIFhusDg
Vessel Name: RELAX
Vessel Make/Model: Catamaran MANTA 42
Hailing Port: Hamburg
Crew: Ralph & Carmen
About:
Skipper/Captain Ralph: Beruflicher Werdegang, Jahrgang 1948. Nach Schulabschluss Eintritt in die Luftwaffe mit Aufnahme der fliegerischen Ausbildung. [...]
Extra: Der Skipper trat im August 2008 in den endg�ltigen Ruhestand. Dann ging es los Richtung Westen.
Social:
RELAX's Photos - Main
68 Photos
Created 18 November 2014
15 Photos
Created 13 November 2014
94 Photos
Created 5 November 2014
41 Photos
Created 4 July 2014
34 Photos
Created 15 February 2013
Subsarface
10 Photos
Created 16 January 2013
17 Photos
Created 8 January 2013
20 Photos
Created 6 October 2012
70 Photos
Created 18 July 2012
20 Photos
Created 11 February 2012
19 Photos
Created 29 January 2012
43 Photos
Created 28 November 2011
Unsere Transreise mit der AIDA DIVA von Sharm-el Sheik/Aegypten nach Cochin/Indien
103 Photos
Created 22 November 2011
66 Photos
Created 25 October 2011
38 Photos
Created 1 October 2011
11 Photos
Created 23 September 2011
Juli 2011
32 Photos
Created 20 July 2011
30 Photos
Created 26 June 2011
9 Photos
Created 25 April 2011
20 Photos | 1 Sub-Album
Created 16 April 2011
24 Photos
Created 24 March 2011
27 Photos
Created 13 May 2010
39 Photos
Created 13 May 2010
22 Photos | 1 Sub-Album
Created 13 May 2010
86 Photos
Created 19 March 2010
48 Photos
Created 17 February 2010
54 Photos
Created 14 January 2010
79 Photos
Created 22 December 2009
36 Photos
Created 25 September 2009
70 Photos
Created 6 September 2009
Eindruecke aus Galapagos
28 Photos
Created 18 April 2009
2 Photos
Created 11 January 2008
8 Photos
Created 11 January 2008
Manta catamaran
20 Photos | 1 Sub-Album
Created 11 January 2008
Make no plans and stick to it