Danina's Blog

return trip across the Atlantic Ocean (2013-2015), 3 season's cruise round Bisquay (2015 - 2018), 3 season's cruise in Galicia (2018 - 2021)

23 July 2021 | Bretagne, Marina du Chateau
17 July 2021 | Vilagarcia
21 July 2020 | Ankerbucht östl. der Illa da Toxa (Ria de Arousa)
19 July 2020 | Esteiro (Ria de Muros)
18 July 2020 | Bucht an der Mündung des Rio Tambre (am Ende der Ria de Muros)
17 July 2020 | Bucht an der Mündung des Rio Tambre (am Ende der Ria de Muros)
14 July 2020 | Cabo de Cruz (Ria de Arousa)
13 July 2020 | Combarro (Ria de Pontevedra)
12 July 2020 | Cies (Südl. Ankerbucht)
11 July 2020 | Bouzas, Lyceo Maritimo (Vigo)
10 July 2020 | noch nicht in Vigo
04 October 2018 | Vigo
03 October 2018 | 15NE vor A Corunia
03 October 2018 | 50NE vor Capo Ortegal
03 October 2018
02 October 2018 | 100NE Capo Ortegal
02 October 2018 | 100NM von Santander

Ata logo, Galicia - Demat di, Breizh

23 July 2021 | Bretagne, Marina du Chateau
Stanzi
Am 21. Juli gegen 10h sind wir im Stadthafen von Brest (Marina du Chateau) angekommen und wurden prompt gebeten uns ein paar "minute patienter", der Marinero würde gleich kommen und uns einweisen. "Verflixt, die Croissants schmecken hier einfach zu gut, sonst würde sich der Typ eher hierher bewegen !"dachte ich mir, und liess Danina langsam im Hafenbecken kreisen. Der Typ liess sich echt noch mindestens 10 Minuten Zeit und wir besichtigten inzwischen zwei unglaublich edle alte Holzregattajachten und einen riesigen Renn-Tri, die alle am Besuchersteg festmachten. Edle Boote!
Etwa eine halbe Stunde später haben wir in einer Box (F16, Haha :-D ) neben Uwe aus Köln, der uns auch gleich sehr nett half, festgemacht. Dann begann sofort das Unternehmen Michi: Danina von allen Salzkrüstchen befreien und Schoten in Süsswasser baden. Michi bewundert uns für diesen Ankommaktionismus immer wieder gerne :-D
So cirka um 13h sassen wir frisch geduscht und in sauberen Zwirn in einem Restaurant am Quai und b(g)eg(n)ossen unsere geglückte Überfahrt mit Champagner und Austern. Die Unwirklichkeit des Moments wurde uns da voll bewusst: Noch vor etwa 20 Stunden sassen wir an Bord, Land war noch nicht in Sicht, der Wind definitiv zu schwach und blöd (direkt von vorne), um segeln zu können, und um uns herum immer wieder auftauchende Delfine. DAs lag vermutlich an der plötzlich abnehmenden Wassertiefe von mehreren 1000 Metern auf rund 150 Meter. Die Delfinanimation dauerte bis in die Nacht hinein. Immer wieder kam eine Gruppe Delfine (bis zu 10-15 Stück) bei Danina vorbei, schwimmte mit und unter ihr bis zu 20 Minuten lang. Dabei waren grosse Delfine, aber auch eine viel kleinere Rasse. Zum ersten Mal hörten wir sie auch richtig quietschen, bevor sie wieder abtauchten. Zu diesem Spass sahen wir in der Ferne auch immer wieder Tiere, die Parabeln aus dem Wasser sprangen, als würden sie unsere Ankunft in der Bretagne feiern. Das war schon sehr herzerwärmend.
In der Nacht versuchten wir abwechselnd auf Wache zu gehen, um die immer mehr befahrene Route besser im Auge zu haben. Wir nahmen es allerdings sehr entspannt.
Nun liegt Danina für 10 Tage auf Platz F16 und wartet auf Michael, der in spätesten einer Woche wieder bei ihr sein will. Ich werde mitte August dazukommen und dann beginnt der Bretagneteil unserer Segelsaison 2021.

Stille, stille, still, wei-eil's Windlei-in schlafe-en will...

20 July 2021 | Biscaya
Constanze
Seit 8h vormittags sind die Segel wieder voll gesetzt und der Motor aus. Michael hat
wieder Alles alleine gemacht und ich mich auf der Bakcbord-Salonbank noch einmal
umgedreht und weitergeschlummert. Es wurde endlich still an Bord und die Danina
schaukelte nun mit 4-5kn fast hoch am Wind (13-15kn aus NE) Richtung Brest. Wir
haben uns jetzt wegen logistischer Erwägungen entschieden, nach Brest und nicht bis
nach Morlaix zu segeln. Die ETA für Morlaix wäre Donnerstag Mittag gewesen, und am
Freitagfrüh wollen wir bereits den Zug nach Deutschland nehmen. Nach Brest hingegen
erwischen wir auflaufendes Wasser morgen Früh um ca. 5h und hoffen, uns in die Rade
de Brest quasi reinschwappen lassen zu können. Dann haben wir noch eineinhalb Tage,
um die Danina parkklar zu machen und vielleicht ein bisschen Landlogistik (Wäsche
waschen etc.) zu erledigen.
Jetzt gerade (14:45h) sitzen wir beide im Windschatten der Sprayhood im Cockpick mit
einer Tasse "cafe con leche" - nix, jetzt isses "café au lait" -, die Sonne knallt aufs Boot
und wir hoffen, dass uns der Wind nicht demnächst einschläft, so wie vorhergesagt.
Momentan sind�'s 8-9kn und ein freundlicher �"mit-uns-Strom�" schiebt uns mit 0,5kn und
4,3kn SOG (speed over ground) durch die flache See richtung Brest.

Blau, blau, blau glänzt der Ozean...

19 July 2021
Constanze
Seit etwa 11h Vormittag brummelt unser Diesel mit 1500 Umdrehungen auf 30 Grad
Richtung Brest. Gerade haben wir die spanisch - französische Grenze überfahren und
haben damit die Hälfte der Biskaya geschafft. Es knallt die Sonne, kein Wölkchen am
Himmel und der Wind leider beständig unter 9 kn aus der völlig verkehrten Richtung,
nämlich von vorne. Wir könnten zwar kreuzen, aber wer will das schon, wenn man noch
ca. 270 Seemeilen vor sich hat. Ausserdem ist die Motorerei erträglich, da es kaum
Welle (< 1m) gibt. Ein zartes Geruckel während wir mit 5,4 kn dahinschippern.
Gestern sah es komplett anders aus: Die Bewölkung wollte den ganzen Tag nicht
verschwinden, es gab blöde, kappelige Wellen (alte aus Ost und neue aus West) und
der Wind war achterlich aus West, jedoch zu wenig, um die Danina aus ihrem trägen
Stampfrhythmus rauszubuxieren. Also motorten bis etwa 21h mit einem zarten
Dieseldüftlein im Cockpit, was mich den ganzen Tag in die Waagrechte in den Salon
verbannte. Mir war elend. Ab 21h hisste der Michael die Segel und machte den Motor
aus. Die Danina glitt dann mit 4-5kn bei 12kn Halbwind aus Ost 12 Stunden lang durch
die Nacht. Mir ging es sofort besser, schlürfte noch ein bisschen Hühnersuppe und
schlief gemütlich und beruhigt ein. Seit heute morgen geht es mir wieder gut.
Ich bin echt froh, dass der Michael die Danina in solchen Situationen einhand managen
kann. Segel rauf, Segel runter, Windfahne rein, Windfahne raus, Autopilot ein, wieder
aus, Positionsberichte verschicken, usw, usw., während ich ein Totalausfall bin. Das zahl
ich ihm dann gerne heim mit schmackhaften Produkten aus der Kombüse :-) Heute
gab�'s zum Frühstück einen Rest Aprikosentarte, spätvormittags ein Hühnersüppchen (die
wirkt Wunder an Bord), und vorhin vietnamesische Sommerrollen.
Die Spätnachmittagssonne knallt uns ins Cockpit und wir segeln glücklich über die
umkomplizierte Fahrt in die zweite Hälfte unserer Überquerung.

Leinen los

17 July 2021 | Vilagarcia
Michael
Nach langer Zeit geht es heute wieder los auf Langfahrt: von Vilagarcia in der Ria Arousa auf in die Bretagne - vielleicht bis Brest, oder bis Roskoff oder gleich ganz bis Morlaix. Die Wettervorhersage is in sofern günstig, als dass wir keine Starkwinde erwarten, aber vielleicht viel Motoren bei leichtem Wind von gegen an. Heute früh haben wir Eve & Claus verabschiedet - das Taxi ging schon um 7:00 zum Airport Vigo, und wir haben den Tag lässig damit verbracht alles für die Abfahrt vorzubereiten: an Deck wie auch in der Kombüse. Constanze hat Hühnersuppe für die kalten Nächte vorgekocht. Zur Zeit ist es allerdings von 30 Grad und windstill: wir werden um ca. 18:00 die 20 Seemeilen aus der Ria rausmotoren & dann mal sehen, was uns auf dem Atlantik erwarten. Die Anspannung ist vorhanden, doch die Stunden der Vorbereitung verlaufen recht gemütlich. Gleich ein letztes Mal noch richtig duschen, und dann Leinen los.

Schwojquilibrium

21 July 2020 | Ankerbucht östl. der Illa da Toxa (Ria de Arousa)
Stanzi | Sonne
Ankern ist so ne Sache...
Eigentlich funktioniert diese Sache für uns drei (oder auch fünf, je nach Besatzung) ganz gut: Anker rein mit möglichst viel Kette und Ankerboje, gern noch ein Druck auf die MOB-Taste (damit die Lage des Ankers auch noch mit verschwundener Ankerboje einzuschätzen ist), Steuerrad feststellen, und gut ist. Vorher findet natürlich die genaue Analyse zu Windstärke und Windrichtung (Bleibt er so über Nacht?), Untergrund (Sand, Fels, Seegras?), und - auch sehr wichtig - die Wassertiefe statt. Die Wassertiefe kann sich mit der Lage der Dame Danina logischerweise ändern: Sie kann ins Seichte schwojen, aber auch in starkem Wind so sehr am Anker zerren, dass der nicht hält.
Wenn alle Komponenten bedacht sind, der Anker geworfen und das Steuerrad fest, dann schauen wir immer in den ersten Minuten nach dem Manöver verzückt auf den Plotter und beobachten, wie der Fahrten-Track langsam einen regelmäßigen Ankerknödel abbildet. Das ist eine gleichmässige U-förmige Kurve um den Anker herum.
Diesmal schauten wir gebannt, weniger verzückt, die erste halbe Stunde auf den Plotter. Danina schien von Sinnen. Sie umschwojte den Anker mehrmals gegen den Uhrzeigersinn (dabei überfuhr sie auch einige Male die Kette) - wie ein besoffener Kettenhund an seiner Kette. Allerdings malte sie keine Kreise auf den Plotter sondern eher Vanillekipferl. Der Grund war die Strömung und der entgegenblasende Wind. Die Ankerbucht ist schmal und nach N offen und wir haben Wind mit bis zu 15kn aus NE.
Bei Ebbe muss nun fast das ganze Wasser raus (Wir ankerten eine Stunde nach Hochwasser.), und Danina macht beim Strudeln mit. Irgendwie erschien uns das aber ein bißchen unberechenbar und deswegen wollten wir ihre Strudelei mit einem Stützsegel beenden und setzten das Gross im 3.Reff. Ganz schlechte Idee. Das heißt, die Idee war super, um die Festigkeit des Ankers zu testen (denn der hielt!), aber jetzt nahm die Dame erst Richtig Fahrt auf und malte rasant ihre Vanillekipferl auf den Plotter. Sie geriet in ein Art Veitstanz, weil der Winddruck auf dem Groß ordentlich Fahrt brachte, Danina aber dann jäh von der Ankerkette wieder gebremst wurde und die Richtung änderte (unter lautstarkem Halsen oder einfach nur unbemerktem Wenden). Wir wollten sie aus diesem angeketteten Segelelend befreien und verkürzten die Kette um 10m (die Kette war mit 40m bei 5m maximaler Wassertiefe vielleicht doch etwas lang). Das half auch kaum. Nach 30min. bargen wir auch das Groß wieder. Jetzt zerrte und schwojte sie je nachdem ob der Wind stärker als das ablaufende Wasser ist oder umgekehrt. Um 23h hatten wir "Shallow Alarm" - Nur noch 30cm Wasser unterm Kiel. Ich tippte mit Pokerface an diesem Text weiter, während M vom Salon ins Cockpit sprang, und nochmal Alles nachrechnete: max. Tiede, auflaufend, ablaufend, Tiefgang, Windrichtung, bzzz, bzzzz, britzel.....
Coolness zahlt sich aus: eine Viertelstunde später kippte der Tidenstrom und Danina bewegte sich wie ein Goldfischlein im nicht-mehr-ablaufenden bzw. bald auflaufenden Wasser. Dazu ein letztes Mal das Kometchen :-)
Ansonsten war es ein netter Segeltag. Wir sind heute Mittag 8sm von Proba do Caramiñal bis hierher ausschließlich mit der Genua gesegelt. Sehr gemütlich.

Abschied von den Münchnern

19 July 2020 | Esteiro (Ria de Muros)
Stanzi | neblig, 25 °C
Der Wecker klingelte um 7.15h, weil das Taxi M&M um 8h abholen kommen sollte. M&M packten noch ihre letzten Sachen und dann brachten wir sie zur Einfahrt der Marina, wohin das Taxi um 8.05h kam und sie abholte. Wir winkten noch, bis das Taxi um die Ecke verschwand und schlichen bedripst wieder zurück zur Danina. Irgendwie fühlte sich der Abschied unpassend an, und deswegen legten wir noch ein Schlafstündchen ein.
Um etwa 11h (M&M waren schon zum Umstieg in Barcelona und vermissten Manu's Handgepäck, das sie aufgeben musste) spazierten wir im nebeligen Portosin in ein Pastellaría, die uns allerhand Hübsches bot. Unsere Laune war faul, und wir entschieden uns, heute nur in die Ankerbucht gegenüber zu schippern (aber erst, wenn der Nebel sich lichtete). Um etwa 14h waren wir zurück an Bord und ich machte uns erstmal ein Süppchen, denn ich bin mittlerweile recht fies erkältet. Während das Hühnersüppchen köchelte rief ich bei Fanni an und plauderte mit ihr einen ausgiebigen Geburtstagsschwatz. Um 16h liefen wir bei aufgeklartem Himmel unter Motor aus (es gab kaum mehr als 2-3 kn Wind) und ankerten gegen 17h in der Ankerbucht gegenüber. Dann gab's endlich die wärmende Hühnersuppe, die mich ab 17.30h in einen mehrstündigen Schlaf bis zum Sonnenuntergang um 21.30h versetzte.
Um 24h gaben wir uns noch einmal den Neowise, der schwach immer noch am Himmel zu erkennen ist. Phantastisch!
Nachtrag: Manu's Handgepäck, das sie in Santiago d. C. aufgeben musste, gilt in München als vermisst. Wir drücken die Daumen - Was für ein Ärger!
Vessel Name: Danina
Vessel Make/Model: HR 36
Hailing Port: Hamburg, Germany
Crew: Michael, Constanze, Michi
About: Asterix & Obelix, Gutemine
Danina's Photos - Main
von Baiona im Juli 2015 bis San Sebastian im Juni 2017
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Created 4 August 2017
Echte Helden auf den Azoren
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16 Tage unterwegs auf dem Atlantik
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Ausfluege und Toerns im Gulf of Maine aufgeteilt in drei Unteralben
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Created 7 June 2014
Zwei Wochen in New York City: In der ersten Woche besuchte uns Papa Stefan und in der zweiten Woche Tochter Lena
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Created 26 May 2014
Captain Speedy und sein Kollege Peter Rice segeln den direkten Schlag von Key West nach NY vom 2. bis zum 11. Mai 2014.
29 Photos
Created 13 May 2014
Hier gibt es eine Auswahl der nettesten Bilder unseres Törns von St. Lucia (Abfahrt am 23. Dez. 2013) bis Key West (Ankunft am 14. Feb. 2014)
1 Photo | 7 Sub-Albums
Created 25 January 2014
Captain Speedy und sein "man at the helm" Michi machen ihre erste Atlantiküberquehrung vom 24. Nov. bis zum 18. Dez. 2014.
35 Photos
Created 2 December 2013
Am 19. Juli 2013 ging's los. Hier gibt es (noch) nicht viele Photos, da der Blog erst vier Monate später, am 20. Okt. 2013, bei der Abfahrt aus Lissabon eingerichtet wurde.
8 Photos
Created 21 October 2013