Danina's Blog

return trip across the Atlantic Ocean (2013-2015), 3 season's cruise round Bisquay (2015 - 2018), 3 season's cruise in Galicia (2018 - 2021)

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03 October 2018

L’écosse, tu dois attendre!

25 August 2021 | Ploumanac’h
Stanzi | manchmal sonnig
Seit Sonntag erforschen Michael und ich die Côte des Bruyères und die Côte de Granit Rose, anfangs für einen Tag mit dem Auto und dann mit der Danina.
Am Samstag, den 21. August verliess uns Michi in Morlaix. Die Fahrt bis dahin war geprägt von Gezeiten und gutem Wind, zuletzt am 19. August, wo wir unter Genacker zur Isle de Baz flitzten, was wirklich ein toller Tagestörn (kommend von l'Aber Wrac'h) war. Von Baz motorten wir pünktlich zu einer Schleusenöffnung bis nach Morlaix, wo uns direkt an der Schleuse François, der Hafenmeister mit "Ich habe ein riesiges Paket von UPS für Euch!" (auf Französisch natürlich) begrüsste. Das war die Winterpersenning von Danina, die Alberto bereits geschickt hatte.

Doch zurück zu Heute. Seit gestern Abend liegen wir in Ploumanac'h, einem Hafenbecken des Flusses Traouïero mitten in der Côte de Granit Rose. Wir kamen von einem Flussankerplatz in der Léguer, dem Fluss, der durch Lannion fliesst. Dort war es mal wieder spannend, ob die Wassertiefe ausreichend sein würde, doch irgendwann wollten auch unsere Gewissen nicht mehr zwischen "reicht und reicht nicht" hin- und herfeilschen, und deswegen assen wir gemütlich abend und lauschten dann den Käuzchen und anderen nachtaktiven Vögeln bei ihren Rufen. Ansonsten Stille - Erholung pur.
Gestern brachen wir um etwa 11.30h vormittags auf, früh genug um gerade noch die notwendige Wassertiefe des ablaufenden Wassers zum Verlassen des Flusses zu haben und hoffentlich spät genug für das auflaufende Wasser im Hafen von Ploumanac'h. Die Strecke sollte nur 14sm sein, aber es kam anders. Es war starker Wind aus NO angesagt, und wir vermuteten, dass wir gegen Wind und Welle kreuzen müssten, also sowieso länger brauchen würden, aber dennoch eventuell etwas zu früh sein, um über die Barre ins Hafenbecken gelangen zu können. Davor gibt es aber Wartemoorings, an denen man sich festmachen und warten kann, bis die notwenige Wassertiefe bzw. eigentlich ja -höhe aufgelaufen ist. So der Plan. Wir verlassen jedenfalls den Léguer und hissen die Segel (Gross im 2. Reff). Es ging flott dahin, Wind aus 50 AWA. Dann rum um die Grand Île nach Ost und anluven. Das ging auch flott, denn es war (noch) kaum Welle, weil wir Wind und Strom aus der gleichen Richtung gegen uns hatten. Angenehmes Segeln...Nur, bei der Wende vor den Sept Îles mussten wir leider feststellen, dass der Strom so stark war (2,5 kn), dass wir keine Meile vorwärts kamen. Wir segelten einfach wieder fast die gleiche Strecke zurück. Ausserdem kamen wir plötzlich in völlig merkwürdige Wellen südwestlich der Sept Îles rein, weswegen wir den Motor anmachten und die Genua bargen. Die Bewegungen der Danina wurden nicht angenehmer und wir hatten noch eine gute Stunde vor uns, bis wir dachten, wir könnten in die Flusseinfahrt des Traouïero. Der Wind war etwa 6-8 Beaufort (wie schauten nicht mehr drauf, nur noch auf die Wassertiefe) immer noch aus NO und mittlerweile der Strom wieder mit uns. Mit 4,5kn drückte uns das Meer in die schmale Mündung. Als Steuerfrau war ich mit den Nerven schon fast am Ende: Überall rosa Granitfelsen, keine ordentlich Betonnung, und dann noch mitten in der Einfahrt 3 Taucher, die da herumplanschten, und die man nur an ihren knallroten Bojen erkennen konnte. Wir dachten zunächst, es seien nur irgendwelche Fischerbojen. Dann ruhiges Wasser, aber immer noch 4,5kn Fahrt. Es wurde seichter. Bei 0,8m Wasser unter dem Kiel, verlor Michael die Nerven (Ich schon längst) und entschied, zu wenden. Der Rückwärtsgang kam kaum gegen die starke Strömung an und die Danina fing an, sich dem Radeffekt zu ergeben und sich langsam gegen den Uhrzeigersinn zu drehen anstaztt rückwärts zu fahren. Ich winselte, Michael übernahm das Steuer und ich drückte im Dauerstress zitternd das Bugstrahlruder. "Nur raus!", dachten wir, "raus auf's offene Meer mit ausreichend Wassertiefe und keinen Felsen..."
Fazit, Wir waren einfach zu früh dran, es war noch nicht genug Wasser in der Mündung, um über die Schwelle am Hafenbecken zu kommen. Als wir wieder draussen waren, rief Michael beim Hafenbüro an, und die meinten, wir sollten noch 2 Stunden warten, bis wir reinkämen. Diese 2 Stunden waren nicht schön, denn der Strom mit bis zu 3kn zwischen den Sept Îles und dem Festland ist beachtlich (und bekannt, wie wir später im Compiler lasen), und dagegen zu motoren bei Böen bis zu 8bft ist nicht witzig. Michael wollte beidrehen und die Genua dafür hissen. Ich wollte nichts mehr und deswegen drehten wir bei. Die Danina rollte unangenehm und trieb etwa 45 Minuten langsam auf die felsige Küste zu. Wir beendeten wieder das Manöver und motorten mehr schlecht als recht vor der Mündung hin und her, bis wir uns um 18.10h trauten, nochmal in den Fluss zu fahren. Immer noch, musste man höllisch aufpassen, weil der Strom einen in die Mündung drückte und wir mit über 4 Knoten zwischen den Felsen durch wollten. Immerhin waren die Taucher weg und der Fluss wesentlich breiter (und das Wasser tiefer), doch dann kam plötzlich so eine besch.... Tagesausflüglerfähre, die gleichzeitig mit uns in den Hafen wollte, also ich nochmal ne Schlaufe gedreht, um dann endlich in ruhigen, unwelligen Bedingungen zwischen den Felsen zu manövrieren. Es ging alles gut, bis kurz vor der Schwelle (die in 1,6m Wassertiefe unter unserem Kiel war), denn da entschied sich diese besch.... Tageausflüglerfähre wieder aus den Hafenbecken herauszufahren - das war nur eine Stippvisite. Nein, und der Kapitänsdepp wich nicht aus (Wohin auch???), er reduzierte auch nicht seine Fahrt..... Wir fuhren tatsächlich so nah aneinander vorbei, dass ich ausgestreckt die Fähre mit der Hand hätte berühren können. Aber, wenn man mit den Nerven schon am Ende ist, dann stört einen sowas auch nicht mehr. Gern hätte ich dem Kapitän nen Vogel gezeigt, aber ich sah das Hafenbecken und wusste, in 10min spätestens ist Alles vorbei.
Und so war es. Nach etwa einer halben Stunde lagen wir fest vertäut zwischen zwei Moorings, in einer "Parklücke" zwischen zwei Seglern und waren nur erleichtert, dass wir den Tag ohne grösseres Malheur überstanden haben. Wir gluckerten einen kleinen Campari, spülten noch ein bisschen das Salzwasser von der Sprayhood und den Luken und machten uns dann (mit dem Dinghy) auf, ein Restaurant für's Abendessen zu finden. In Ploumanac'h waren die Restaurants leider "complet" und deswegen gingen wir "rüber" nach Perros-Guirec, wo wir in einem Restaurant direkt am Strand nach etwa 30 Minute Wartezeit einen Tisch bekamen. Wir wurden mit dem schönsten Sonnenuntergang auf der am schönsten gelegenen Restaurantterrasse am schönsten Strand an der schönsten Küste in der schönsten Gegend belohnt. Es gab für Michael eine sehr schöne Seezunge und ich bekam nicht minder schöne Moules Frites au Chorizo.
Schottland, Du musst warten!
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Vessel Name: Danina
Vessel Make/Model: HR 36
Hailing Port: Hamburg, Germany
Crew: Michael, Constanze, Michi
About: Asterix & Obelix, Gutemine
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