Green Coral

Green Coral im Tagus Yacht Center, Amora (Lissabon)

26 March 2015 | Cape Town
13 March 2015 | Cape Town
03 March 2015 | Cape Town
25 February 2015 | Durban
05 February 2015 | Durban
02 February 2015 | Durban
28 January 2015 | Durban
30 December 2014 | Durban
13 December 2014 | Durban
01 December 2014 | Port Louis, Mauritius
15 November 2014 | Rodrigues
11 November 2014 | Rodrigues
17 October 2014 | Cocos (Keeling) Islands
26 September 2014 | Darwin
12 September 2014 | Darwin
03 September 2014 | Cape York
20 August 2014 | Cairns
18 August 2014 | Magnetic Island, Australia
16 August 2014 | Whitehaven Beach, Australia

Cocos Keeling und Weiterfahrt nach Rodrigues

11 November 2014 | Rodrigues
Rosmarie
Wir verbrachten eine Woche vor Anker bei Direction Island (17.10.- 25.10.)
Cocos Islands gehört zu Australien und ist ein Atoll, das aus verschiedenen Inseln besteht. Bewohnt sind nur die zwei grössten Inseln Home Island und West Island.
Man kann als Yacht jedoch nur bei einer kleinen, unbewohnten Insel (Direction Island) ankern, weil es überall sonst Untiefen und Riffe hat. Nichts desto trotz ein sehr interessanter Ort auch von der Geschichte her.
Zum Ein/Ausklarieren und einkaufen musste man eine 1/2 Std. pitschnasse Dinghifahrt zur Home Island, umsteigen auf die Fähre zur West Island, und eine Busfahrt zum Ort, in Kauf nehmen.

Bantam Vilage, Home Island
Diese Insel ist am nächsten zu Direction I. Sie wird fast ausschliesslich von den ehemaligen Indonesischen und Malaysischen Plantagen Arbeitern und deren Nachkommen bewohnt. Es hat alles was ein Dorf braucht. Eine eher kleine Schule, einen riesigen Cyclone Shelter auf Pfählen, Polizei, Post (Cocos hat eigene, hübsche Marken), Museum, Restaurant/Café und eine grosse Moschee (noch im Bau). Weiter hat es einen Shipchandler, einen Laden mit allerlei, eine Boutique und einen Supermarkt. Das Sortiment war nicht gerade umwerfend und die Preise, vor allem für Gemüse und Früchte, waren fast doppelt so teuer wie auf dem Festland. Die Häuser hatten in etwa alle denselben Baustil, was vermutlich darauf zurück zu führen ist, dass nach einem Cyclone alles wieder neu Aufgebaut werden musste. Strom von der Sonne und von Generatoren. Das Trinkwasser, wie auf den Tuamotus, Regenwasser aus dem Grund das auf dem spezifisch schwereren Salzwasser schwimmt. Das Strassensystem ist sehr speziell. Alle Wege, mehr oder weniger breit, sind mit Pflastersteinen ausgelegt. Darauf verkehrten nur Velos und eine Abart von Golfwagen (Batterie betrieben) für zwei oder mehrere Personen oder mit Brücken für Lasten Transport. Interessantes Detail, meistens waren Frauen am Steuer und der Mann war auf dem Beifahrersitz. Die Frauen trugen natürlich ein Kopftuch und lange Hose oder Jupes mit Tunika darüber (wie es sich gehört). Das ganze meist recht modisch eng und farblich aufeinander abgestimmt (inkl. Schuhe und Handtasche).

West Island
Hier wohnen vorwiegend die Weissen (Australisches Gouvernement Personal).
Wir sind drei Mal mit der Fähre, am Morgen, zur West Island gefahren. Im Ort hatte es auch eine Autogarage (hier fuhren echte Autos) wo wir einen Spannring für's Lager der defekten Rollreff Anlage fanden. Weiter einen Supermarkt der ein etwas besseres Angebot hatte aber noch teurer war als der auf Home I. Einen Flugplatz mit integriertem Golf Club und Platz, eine Bar mit Restaurant, das aber erst am Abend öffnete, die Polizeistation zum Ein/Ausklarieren und ein Touristen Info das gleichzeitig Boutik und Papeterie war. Wir erkundeten den Ort und kamen am College und der Universität (für beide Inseln) vorbei.
Dann entdeckten wir Dory's Café, klein aber fein, mit delikaten kleinen Mahlzeiten, super guten Salaten und Desserts!
Um uns zu bewegen liefen wir einmal die Strecke zum Fähranleger zurück. Wir kamen an der Kehricht Deponie, der Abwasser Reinigungs Anlage und anderen Regierungs Einrichtungen vorbei. Hier wie auch auf Home I. wurden früher intensiv Cocos Plantagen betrieben, die heute verweist sind. Dafür hat es zwei oder drei Resorts für Touristen die es gerne sehr einsam haben. Auf der Rückfahrt waren alle Schüler die auf Home I. wohneten auf der Fähre. Es ging erstaunlich ruhig zu und her, denn die meisten (Jungs) waren in irgend ein Game vertieft und somit schweigsam. Modern times!

Zum Glück konnte Peter die Rollreffanlage reparieren. Auch den Fehler bei der Funkanlage konnte er beheben. Und Rosi konnte die ganze Wäsche, zwar von Hand, auf unserer kleinen paradiesischen Insel waschen. Es hatte nämlich eine Regenwasserzisterne bei der Picnic Area am Strand. Dauerte einen ganzen Tag lang. Peter brachte das Picnic vom Schiff, Kaffee, Kuchen und Lesestoff. Die leichteste Arbeit war dann die Wäsche trocknen lassen.
Auch unternahmen wir kleinere Wanderungen auf "unserer" Insel. Die einzigen Bewohner waren verwilderte Hühner und Einsiedler Krebse. Zweimal pro Woche kam die Fähre auch zur Direction I. und brachte Camping Touristen und Locals (deren Naherholungsgebiet) übers Weekend. Dann war hier für zwei Tage die Hölle los mit Strandparties und Ramba Zamba. Einmal bekamen wir schwimmenden Besuch von drei Badenixen, die unser Boot mal von Innen sehen wollten. wir machten es ihnen nicht zu leicht, denn sie musten erst ins Dinghi klettern und dann aufs Boot. Sie waren hell begeistert und zum Abschluss sprangen sie vom Bugspriet ins Wasser.
Vor der Abfahrt musste noch eine Fahne, für Rodrigues und Mauritius, genäht werden.
Gerne wären wir länger als eine Woche dort geblieben, aber die Cyclon Season rückte unerbittlich näher und zwang uns so schnell wie möglich weiter zu segeln.

Unser nächstes Ziel war die kleine Insel Rodrigues, ca. 350 nm östlich von Mauritius. Weitere 2000nm lagen vor uns.
Die Fahrt verlief, bei sehr guten Windverhältnissen (Trade Winds), recht ruhig. Keine Stürme aber auch keine Flauten. Nur einige Squalls und viel Schiffsverkehr. Und an einem Morgen zählten wir 65 fliegende Fische auf dem Deck, den bisherigen Rekord.
Unterwegs entdeckten wir, dass der Boiler ein Leck hatte. Das muss warten bis Durban.
Ein weiteres Leck hatten wir an der Gasflasche was wir zum Glück beheben konnten.

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Vessel Name: Green Coral
Hailing Port: Basel
Crew: Rosmarie & Peter
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Green Coral's Photos -