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Sisimiut

19 July 2013 | Sisimiut
Line
Obwohl wir vorher schon so viel gesegelt sind, war ich ein wenig aufgeregt über die bevorstehende Überfahrt von Nuuk nach Appamiut. Die Wellen waren ziemlich hoch und die Überfahrt würde lang werden (20 Stunden lang).
Mit Motor fuhren wir aus dem Hafen von Nuuk. Als wir auf dem offenen Meer waren, hatten wir das unerwartete Glück, einen Wal zu sehen. Er war zwar nicht besonders gross und weit entfernt, trotzdem war es sehr beeindruckend. Ich glaube, es war ein Buckelwal. Es gelang uns, einige tolle Fotos zu schiessen. Na ja, mehr oder weniger.
Als würde sich das Glück erneut beweisen wollen, entdeckten wir kurz darauf einige Seehunde. Es gab grössere und kleinere, aber sie waren alle ganz schwarz und ungeheuer schnell. Fast schneller als wir mit unserer „Libellule".
Die restliche Überfahrt verlief mehr oder weniger gleich. Die Sicht wurde schlechter und für eine lange Zeitspanne sahen wir nur Weiss. Ich war die meiste Zeit drinnen, da es wirklich kalt war, vor allem wegen dem eisigen Wind. Sogar im Inneren mussten wir dicke Jacken anziehen.
Am nächsten Morgen fuhren wir in eine Bucht ein und setzten den Anker (ich bekam davon jedoch nichts mit, da ich tief und fest schlief).
Die kleine Bucht (namens Appamiut) war sehr paradiesisch. Wir wurden von Felsen und Moos und Bergen mit Schneespitzen umgeben. Am Vormittag fing Sylvain einen Fisch. Er mass ungefähr 35 cm und hiess Arctic Char. Er stammt aus der Familie der Lachse, denn sein Inneres ist so rosig wie das eines Lachses. Das Mittagessen bestand hauptsächlich aus diesem Arctic Char. Er war wirklich lecker.
Papi und Maman machten (nach zwei Stunden Aufbauen) eine kleine Proberunde mit den Kajaks.
In der Nacht um zwei Uhr verliessen wir Appamiut. Diesmal war die Überfahrt viel ruhiger, da die Wellen niedriger waren, weil der Wind von hinten kam. Dennoch sah man nur wenig von der Aussicht wegen dem Nebel. Diesmal gab keine besonderen Vorkommnisse.
Um vier Uhr nachmittags kamen wir in Sisimiut an, einem Dorf mit 5400 Einwohnern (die zweitgrösste Stadt von Grönland) und einem kleinen Hafen. Wie auch sonst in Grönland sind die Häuschen dort alle in einem gleichen Stil gebaut und in allen möglichen Farben, sogar die Kirche. Das ist etwas, was ich an Grönland mag. Ansonsten mag ich das Brot dort. Ausserdem finde ich es beeindruckend, wie die Inuit in der Kälte überleben. Ich finde es auch nicht schlimm, dass sie Robben und Wale jagen. Irgendwie müssen sie ja überleben können. Jedenfalls gefällt mir Grönland wirklich gut. Vor allem der Aussicht wegen. Beim kurzen Flug von Kangerlussuaq nach Nuuk habe ich mich regelrecht in Grönland verliebt, glaube ich. Die vielen Seen, Teiche, das Meer, die Berge, die Felsen, die vereinzelten Schneeflächen, das Moor, die endlosen Wiesen, die bunten Dörfer...
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Vessel Name: Libellule
Hailing Port: Switzerland
Crew: The Cottier family on s/v Libellule
Extra: Caribbean - Greenland/Iceland - NW Passage - South Pacific - Antarctic Peninsula - Svalbard
Libellule's Photos - Main
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