Petra and Alfred at Sea

15 January 2022 | Samana-Bucht, Dominikanische Republik
11 January 2022 | Samana, Dominikanische Republik
26 December 2021 | Puerto Real, Puerto Rico
21 December 2021 | Curaçao Willemstad
17 December 2021 | Curaçao, Curaçao Marine
04 December 2021 | Santa Kruz Baai, Curacao
26 November 2021 | Curacao Marine und Pietermaai
03 October 2021 | Deutschland, Schwülper-Walle
20 July 2021 | Curacao Marine
15 July 2021 | Port Louis Marina
09 July 2021 | Grenada, Clarks Court Bay
06 July 2021
30 June 2021 | Martinique, Le Marin, Cyclone Hole no. 2 vor Anker
22 June 2021 | Dominica
22 June 2021 | Dominica, Prince Rupert Bay
18 June 2021 | Dominica, Prince Rupert Bay
11 June 2021 | Antigua, Englisch Harbour, Freeman Bay
30 May 2021 | Sint Maarten Simpson Bay

Mona Passage

15 January 2022 | Samana-Bucht, Dominikanische Republik
Alfred | Cloudy, Hot when Sunny, Showers
Vorbemerkungen

Schon 2019 zu Hause in Deutschland bei der Vorbereitung unserer Reise beschäftigte mich die Mona-Passage das erste Mal, musste man doch, um von den Kleinen zu den Großen Antillen und weiter zur US-Ostküste zu kommen, "irgendwo durch". Eine solcher Durchschlupf befand sich eben zwischen Puerto Rico und der Insel Hispaniola mit den beiden Staaten Haiti und der Dominikanischen Republik. Schon damals las ich von Strömungen, Winden und Wellen, die unserer kleinen Milena Bonatti durchaus gefährlich werden könnten. Wir hatten ja auch von Curacao kommend bewusst Puerto Ricos Südwestküste angesteuert, um nach der dreitägigen Überfahrt nicht auch noch weiter durch die Mona Passage segeln zu müssen. Durch den Stop konnten wir in Puerto Rico ein sicheres Wetterfenster für die Passage wählen.
Zusätzlich stießen wir noch auf den Wikipedia-Eintrag:"Die 130 km breite Meerenge ist einer der schwierigsten Seewege in der Karibik." Am Abend vor unserer Abfahrt trafen wir den Charterskipper Jay, auch Wellenreiter, der uns von den winterlichen Nordamerikanischen Tiefs erzählte, die an der Nordküste von Puerto Rico "up to 30 ft waves, really big waves" erzeugen konnten. Das mag am Meeresboden um Puerto Rico und die Mona Passage liegen, es gibt einen Puerto Rico Graben, dem von Nazare nicht unähnlich, und auch einen Mona Canyon, die für chaotische Wellen sorgen können. "Tomorrow you are fine," gab er uns mit auf den Weg. Na denn.
Die Windvorhersage war denn auch, etwas oberflächlich betrachtet moderat. Auf Windy war alles grün, (Windstärken 10 bis 20 Knoten), und unser Wetterprogram von Wetterwelt vermeldete eine schnelle Überfahrt der 160 Seemeilen bei halbem bis raumem Wind und kein Regen, keine Gewitter. Petra sagte noch irgendwas von Böen bis 28 Knoten und ein paar Regenschauer, aber das überhörte ich irgendwie.
Unsere Taktik war, uns möglichst stark von dem östlichsten Punkt der Dominikanischen Republik freizuhalten, dem Kap Engano mit seinen nach Osten flachen Ausläufern. Vor dem Kap steigt der Meeresgrund vom Puerto Rico Graben aus stark an (von über 1000 auf unter 100 m), und das könnte unangenehm für uns sein.
Es gibt in der Mona Passage neben der eher im Westen liegenden namensgebenden Insel Mona noch eine kleine Insel namens Desecheo, nur 12 Seemeilen von der Puerto Ricanischen Küsten entfernt. Die wollten wir knapp Steuerbord lassen.

Los geht's

Los ging's mit "Vent Zero" und einer guten Stunde Motorfahrt, bis sich eine leichte Brise zeigte. Wir hatten das zweite Reff noch drin, und ließen das erstmal, da ja hinter Desecheo Wind um 20 Knoten vorhergesagt war, und wir dann wahrscheinlich eh ins dritte Reff gehen müssten. Der Kurs bis zum Wegepunkt vor der Dominikanischen Republik zum Abbiegen in die Samana-Bucht passte, wir konnten ihn gut segeln, wie vorhergesagt, halber Wind, vielleicht manchmal leicht raumschots, also ein wenig mehr von achtern als von der Seite. Ein schneller Kurs. Trotz dem nun eingebundenen drittem Reff segelten wir durchweg 7 Knoten oder mehr. Ein schöner Segeltag. Für diesen Törn wollten wir mal eine neue und konsequente Wacheinteilung ausprobieren, strikte 4 Stunden für jeden. Um 18:00 Uhr ging's los, das leckere Abendessen (diesmal ein Nudelsalat) war erledigt, Petra machte sich gerade bettfertig, da ging's los. 20, 25, 30 Knoten Wind, dann guckte ich nicht mehr auf die Windanzeige, sondern hatte damit zu tun, die Genua einzurollen. Petra kam aus dem Waschraum und fragte, ob sie helfen könne. Konnte sie, indem sie mir meine Regenjacke hochreichte. Ölzeug zieht man in der Karibik nicht an, und so wurde ich schön nass "untenrum", Trotz Sprayhood, Bimini und eingesetztem Zwischenstück. Der Regen peitschte irgendwie von der Seite rein.
"Kannst Dich hinlegen, ist schon wieder vorbei," machte ich Petra Mut, wir wollten ja die Wachzeiten mal einhalten, aber es war schon wieder 18:30 Uhr.

Der Squall

Nach dem Squall nahm der Wind erstmal stark ab, um sich dann wieder auf um die 15 Knoten zu stabilisieren. Aber, wie wir wissen, ist nach dem Squall vor dem Squall, und so war's dann auch. Auf dem Radar war eh alles pink (bei uns sind die Radar-Ziele Pink) so wusste ich schon, irgendwann kommt wieder was. Das es allerdings so urplötzlich kam, hat mich dann doch überrascht. Ich ging zur Sicherheit ans Ruder, dass bisher der Autopilot sehr gut bedient hatte. Irgendwie muss ich mit dem Knie gegen den Schalter gekommen sein, der auf Handsteuerung umschaltet (oder, auch nicht auszuschließen, ich hatte instinktiv umgeschaltet, aber irrigerweise angenommen, noch auf Autopilot zu sein ...), jedenfalls machte sich Milena Bonatti selbstständig und, was tut sie, wenn man sie sich selbst überlässt? Sie luvt an. Gottseidank, denn ein Abfallen hätte katastrophalere Folgen. Das Vorsegel fing an zu killen (wild zu schlagen), was einen ziemlichen Lärm macht, zusätzlich zu dem tosenden Wind, der durch die Wanten heult. Ich musste an's Ruder, soviel stand fest. Schwierig war nur, dass wir das besagte Zwischenstück zwischen der Bimini und der Sprayhood eingesetzt hatten, mein Blick nach vorne war damit eingeschränkt. Der nach oben zum Verklicker auch. Ich kann mich nach hinten legen, wenn alles entspannt ist, und ihn sehen, aber in dieser Situation war das schwierig. Es war übrigens dunkel. Und der Regen kam waagerecht. Auf meine Brille, die mir Zugang verschaffte zu den beiden verbliebenen Informationsquellen, um zu beurteilen, auf welchem Kurs zum Wind und voraus ich segelte, nämlich einer Windrichtungsanzeige über dem Niedergang (ein kleines Display) und dem Kompass, der mit einem roten Licht beleuchtet ist, und von dem die Regentropfen genauso abperlten wie von meiner Brille. Ach ja, die Welle. Ca. 2 Meter, die das Boot auch nicht unbedingt auf Kurs hielten. Irgendwie schaffte ich es mit einzelnen Kompassinformationen und viel Gefühl, wieder abzufallen und den Kurs so halbwegs wieder anzulegen, so dass sich die Segel wieder füllten, und korrekt getrimmt weitersegeln konnten. Bei Nacht, ohne Sicht und mit Brille ohne Scheibenwischer. Petra stand wieder im Niedergang, was mich ein wenig aufmunterte, und fragte wieder, ob sie helfen könne. "Ist gleich vorbei", rief ich ihr zu, und so war es auch. Ich weckte sie dann etwas später, so dass sie zumindest ihre 4 Stunden Freiwache hatte.

Hasta la llegada siempre

Bei den nächsten Squalls passte ich besser auf. Petra berichtete von Ihrer Wache beim nächsten Wachwechsel um 02:00 Uhr ebenfalls von einigen Squalls, die sie aber auch gut managte.
Wir erreichten dann den Wegepunkt, von dem aus wir in die Samana-Bucht abbiegen wollten. Dummerweise lag dieser neue Kurs innerhalb unserer Kursverbotszone. Nach dem tödlichen Unfall bei der ARC 2021 bei einer unbeabsichtigten Halse (die sogenannte "Patenthalse") haben wir es uns auferlegt, den wahren Wind nicht mehr als 150°C von achtern einfallen zu lassen, um sicherzugehen, dass wir keine Patenthalse bauen. Zusätzlich zu dem "Bullenstander" den wir natürlich auf solchen Kursen immer gesetzt und nach dem ARC-Ereignis nochmal verstärkt haben (von 8-10 mm auf 12 mm Leinendurchmesser).
Wir steuerten also nicht in die Samana-Bucht hinein, sondern auf die Nordostspitze der Samana-Halbinsel zu. Ein paar Seemeilen bevor wir diese erreichten, halsten wir und erreichten so unsere ursprüngliche Kurslinie wieder. Hat nicht weh getan, wir rissen nur ein wenig die Zeitvorgabe unserer Wetterwelt-Experten, aber das ist ja auch schon eher die Regel als die Ausnahme.
Wir hatten uns per Mail zwei Tage vorher bei der Puerto Bahia Marina/DomRep angekündigt und ein ETA von 13:00 Uhr vereinbart. Auf Basis der Wetterwelt-Info hatte ich noch angedeutet, dass wir "may be a little earlier" ankommen würden. Das taten wir dann auch, um 11:30 Uhr wurden wir per Dinghi (!) vom Hafenmeister zum Liegeplatz begleitet. 3 Marinieros halfen beim Anlegen. ,Welcome to the Dominican Republic. Wie es uns in der Marina vs "draußen" in der DomRep ergangen ist, und ob wir Wale gesehen haben, die in dieser Bucht Sex haben, darüber berichten wir im nächsten Blog. Nur soviel: die Marina ist die luxeriöseste Marina, die uns bisher untergekommen ist. Und das Leben außerhalb der Marina ist - dazu dann später.

Korallen

11 January 2022 | Samana, Dominikanische Republik
Alfred+Petra | Hot, some rain and fresh at night (22°C)
Auf Curacao lässt sich's gut Schnorcheln, das haben wir gehört. Wir haben es dann auch hier und da versucht, aber das Wasser war oft trüb, es gab wenig Fische zu sehen und die Korallen sahen irgendwie nicht gut aus. An einem der Strände (Kokomo-Beach) gab uns ein Mitschnorchler ein paar Tipps, dass es am Rande der Bucht bei den Felsen vielleicht etwas schöner sein könnte. Später am Strand lernten wir ihn kennen, es war Yabbi, der geführte Schnorcheltouren anbietet. Wir fanden ihn sehr symphatisch und erhofften uns, von ihm ein wenig mehr in die Geheimnisse des Schnorchelns und des Meeres eingeweiht zu werden. Wir buchten eine Tour bei Ihm, die viel mehr war als nur ein Schnorchelgang: von vielen Erklärungen, vor allem dem wohmöglich besten Schnorchelspot auf Curacao über ein schönes Picknick am Strand und die richtige Musik war alles dabei.
Er hatte eine Gopro dabei, der Link unten führt Euch zu einem kleinen Filmchen mit Aufnahmen von eben diesem Schnorchelgang am Playa Largu. Wir machten dann nach dem Picknick noch einen Weiteren am Playa Manzalina, dort war das Wasser aber schon wieder trüb, möglicherweise, weil es vorher stark geregnet hatte.

In dem Film sehen wir einen Schwarm Doktorfische. Sie haben messerscharfe Flossen wie Skalpelle, mit denen sie sezieren können, deshalb werden sie auch Chirurgenfische genannt. Und einen Vieraugen-Schmetterlingsfisch. Ich habe noch die Bekanntschaft mit einer Grünen Mörane gemacht, die ich zuerst für ein großes Algenblatt hielt. Als ich näher kam, zog sie sich zurück unter ihren Felsen. Ich war so aufgeregt, dass ich Yabbi plötzlich alles auf deutsch erzählte. "No problem, I understand." Ein echter Holländer eben. Und wir haben viele andere Fische gesehen, die leider nicht als Models herhalten wollten: Kofferfische, Papageienfische (sie erzeugen den schönen weißen Sand aus - Kot), Feuerfisch (nur einen), red snapper (sicherer auf englisch, gibt da unterschiedliche Bezeichnungen) und auch den Seargent Major fish ein Riffbarshart ohne deutschen Namen.
Man sieht brain corals, fire corals und am Ende eine schöne elkhorn coral (sorry für die englischen Begriffe, sowohl Yabbi als auch unser Buch verwendet diese Sprache. Macht es ein wenig einfacher). Man sieht auch einige weiße Bestandteile von Korallen, möglicherweise ein erstes Indiz dafür, dass hier schon Veränderungen und Absterbevorgänge stattfinden bzw. fanden, die sogannte Korallenbleiche. Es gibt einen sehr wichtigen Dokumentarfilm zu diesem Thema, der denjenigen, die etwas mehr über dieses Thema erfahren wollen ans Herz gelegt sei (also allen ...): Chasing Coral.

Denn Korallen sind der Wohnart von ca. ein Viertel aller Meeresfische. Und sterben die Korallen, sterben irgendwann auch wir (das ist jetzt nicht ganz wissenschaftlich, sorry, kommt aber dem Titel von Paul Watsons neuem Buch sehr nahe: "Wenn der Ozean stirbt, sterben auch wir." Paul Watson ist Gründer der Sea Shepards.
Der Grund für die Korallenbleiche liegt in dem Ansteigen der Meerestemperaturen, 2° können da schon genug sein. Die genaue Höhe des Anstiegs, die dazu führt, wird noch untersucht. Also ist der Klimawandel schuld, und damit - wir. Was zu tun ist, kann man woanders nachlesen, der Weg wird ja heftigst diskutiert. Wind und Sonne sollen ja helfen, wie bei uns auf der Milena Bonatti übrigens auch. Nur den Dieselmotor müssen wir irgendwie noch eliminieren. Wie im Großen auch irgendwann alle Kraftwerke mit fossilen Energieträgern. Ein dickes Brett.

Vielleicht noch eine kleine Anmerkung, die uns schon Freunde vor Beginn der Reise mit auf den Weg gegeben haben, und die etwas leichter umzusetzen ist: Sonnencreme mit Octocrylene soll nicht gut sein für Korallen. Ob das drin ist, kann man auf jeder Tube nachlesen, und es gibt ausreichend viele Cremes ohne.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass Korallen nicht allzugut viel CO2 vertragen, sie werden richtig sauer (wie die Erde ja auch), dass wir aber ja vermehrt in die Luft geben. Ein Doppeleffekt sozusagen.

Wie gesagt, alles interessant dargelegt in der Doku: Chasing Coral (z.B. auf Netflix):
Chasing Coral https://g.co/kgs/2AeW4b

Hier unser kleines Filmchen als Link:

Anschauen mit Passwort: Yabbicoral
https://vimeo.com/665011059

Oder auch downloaden:
https://vimeo.com/user23346955/download/665011059/c6dde6217f

Adios und Rückblick Puerto Rico

10 January 2022
Petra
Rückblick Puerto Rico
Angekommen
Ich sitze gerade im Salon, die Orangen und Grapefruits baumeln im Netz und berühren meinen Rücken - das erinnert mich daran, dass ich auf einem Boot bin, das im Geplätscher des kleinen Schwells der Marina hin und her schaukelt. Fasst hätte ich das vergessen, wir sind ja jetzt schon 24 Stunden in der Marina Puerto Bahia in der Samana Bucht der Dominikanischen Republik. Oben höre ich die Stimmen von Juan und Luis, die unser Boot putzen und polieren. Sie freuen sich über den Auftrag und wir freuen uns über die gute Arbeit. Als wir versuchen, mit ihnen zu sprechen, fällt uns auf, dass wir so gut wie kein Spanisch sprechen. Wir haben wieder ein schlechtes Gewissen, da hier noch weniger Leute Englisch sprechen als auf Puerto Rico und wir Schwierigkeiten mit der Verständigung haben. Da hat wohl die kostenlose Probewoche von Babbel (Sprachlern-App) nicht gereicht.

Erledigungen
Jetzt erst einmal zurück zu unserem Aufenthalt auf Puerto Rico. Alfred sagte eben, wir seien zwei Wochen dort gewesen, mir kam es vor wie ein paar Tage.
Es sind ja doch immer wieder die gleichen Dinge, die erledigt werden müssen und eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, um erst einmal im neuen Land zurecht zu kommen: Einklarieren, Auto mieten, Einkaufen, Wäsche, SIM-Karte Besorgen und Aktivieren. Dann sind da noch die Aufgaben, die sich durch unsere Verbindungen nach Deutschland ergeben - Rechnungen überweisen, Post besprechen mit unseren lieben Helferinnen in Deutschland, Ulli und Silke, an die unsere Post geschickt wird, die sie öffnen und - je nach Dringlichkeit - fotografieren und per sozialem Netzwerk schicken. Vielen Dank an euch beide - ohne euch könnten wir dieses Abenteuer nicht durchführen!

Silvester mit Freunden
So, als wir dann erst einmal diese grundlegenden Aufgaben erledigt hatten, war die Frage, gleich weiter segeln oder noch etwas von Puerto Rico sehen? Eigentlich hatten wir die Südwest-Ecke von Puerto Rico gewählt, um die Mona-Passage besser queren zu können und dann weiter zu den Bahamas zu segeln. Es ist immer wieder das gleiche Dilemma - man kann nicht alles sehen.
Bei unserer Einfahrt in die Bucht von Puerto Real am Weihnachtstag winkten uns zwei sehr fröhliche Dänen auf einem kleinen Boot (L29?) vor Anker zu. Anita rief uns lauter gut gemeinte Tipps zu, die wir nur zur Hälfte verstanden. Alfred erwiderte, wir seien Dänemark-Fans - wir hätten ja ein dänisches Boot. Später lernten wir sie und Kurt an Land kennen. Sie erzählten uns bei unserer kleinen Silvesterfeier am Strand, sie wollten in ein paar Tagen zu einer luminiszierenden Bucht. Silvesterabend fuhren wir von unserem Ankerplatz aus mit dem dänischen und einem kanadischen Paar per Dinghy im Dunkeln vorsichtig an den Strand, wo wir unsere Picknickdecke ausbreiteten, Musik hörten und Seemannsgarn erzählten. Mitternacht beobachteten wir das Feuerwerk der Einheimischen und wünschten uns gegenseitig alles Gute für das neue Jahr - wir waren froh, gemeinsam mit diesen lieben Leuten feiern zu können.

Bahia Luniniscente
Ein paar Tage später sollte es losgehen, wir entschieden uns - so wie unsere neuen Freunde - auch in die Bucht von La Parguera zu segeln, eine Bucht voller Korallenriffe. Auf Puerto Rico gibt es Buchten, in denen die Bioluminiszenz besonders intensiv sein soll. Das wollten wir auch gerne sehen. Es ist der Traum jedes Blauwasserseglers, eines Tages Delphine zu beobachten, die nachts am Boot entlang schwimmen und durch das leuchtende Plankton zu sehen sind. In der Bucht würde es zwar keine Delphine geben, aber vielleicht Fische. Bei der Einfahrt in die Bucht waren wir etwas angespannt und hatten drei GPS-Geräte im Einsatz, um sicherzugehen, dass wir nicht mit Korallen in Kontakt treten würden. Gleichzeitig ging ich ab und zu an den Bug, um anhand der Farbe zu erkennen, wo sicheres Wasser war. Hier kam erschwerend hinzu, dass das Wasser etwas trüb war, nicht so klar wie in Curacao oder Grenada. Nach dem zweiten Ankermanöver hielt der Anker endlich - ein Glück auf Sand und ohne Korallen zu beschädigen. Später kamen die Dänen und Kanadier und ankerten neben uns. Abends fuhren wir gemeinsam in die Bahia Luminiscente und ließen uns bei Bier und fast Neumond - die Mondsichel war immer noch zu hell - in unseren zusammen gebundenen Dinghys treiben, um die Dunkelheit abzuwarten und das Meeresleuchten zu sehen. Wir drehten die Paddel im Wasser und schlugen mit unseren Händen auf die Wasseroberfläche - es war kaum etwas zu sehen. Es war in etwa so wie wenn bei einer Nachtfahrt das Kielwasser leuchtet. Nach zwei Stunden kehrten wir etwas enttäuscht zurück. Wir erfuhren später von Jay, dem amerikanischen Charterskipper, dass wir in das dunkle Wasser hätten springen müssen. Das haben wir uns in der Nacht nicht getraut, obwohl wir darüber nachgedacht hatten, es zu tun. Pierette und ich hatten unsere Bikinis an, fühlten uns aber nicht ganz wohl bei dem Gedanken. Man weiß ja nie, was da im dunklen Wasser herumschwimmt.

Abfahrt
Am nächsten Morgen fuhren wir wieder los - die Dänen und Kanadier wollten weiter Richtung Osten, wir zurück nach Westen. Schade, wenn man unterwegs ist, sind es meist nur kurze Begegnungen. Wir blicken den anderen etwas wehmütig hinterher. Doch dann räumen wir das Dinghy an Deck, der Außenbordmotor wird wieder an die Heckreling gehievt und Anker auf! Es geht ca. 20 Seemeilen zurück, zuerst schön mit achterlichem bzw. raumem Wind und schließlich Halbwind nach Puerto Real, wo wir ausklarieren, tanken und alles für den Törn zur Dominikanischen Republik vorbereiten. Dem Ziel sehen wir mit gemischten Gefühlen entgegen - wir möchten sehr gerne die Samana-Bucht sehen, wo sich ab Mitte Januar angeblich Buckelwale paaren und ihre Kälber gebären. Andererseits gibt es keine Corona-Einreisebeschränkungen. Wie gehen wir damit um? Wir wollen vorsichtig sein und versuchen, möglichst Kontakt zu vermeiden. Im nächsten Post erzählt Alfred von der Überfahrt und später berichten wir, wie wir in der Dominikanischen Republik zurecht kommen. Außerdem wird Alfred in einem der nächsten Posts ein Video über das Korallenschnorcheln auf Curacao hineinstellen, auf das ich schon gespannt bin.

Weihnachtstörn Curacao - Puerto Rico

26 December 2021 | Puerto Real, Puerto Rico
Alfred | A little Cloudy
Mike wollte mit seinem 36-Fuß-Boot Einhand nach Martinique. Das würde schwer werden, haben sich Daniel und Benedicte mit ihrer RM1200 Octave doch extra zwei befreundete Skipper angeheuert, um ihr Boot dorthin zu bringen. Martinique liegt nun deutlich weiter im Osten als unser Ziel, so dass Wind und Strömung viel stärker gegen einen sind. Trotzdem, bei der Fahrt zur Mona-Passage - sie trennt Puerto Rico (PR) im Osten und Hispaniola mit der Dominikanischen Republik (Dom Rep) im Westen - werden wir den gleichen Bedingungen ausgesetzt sein, und müssen mit starker Abdrift nach Westen rechnen.
Erstmal kam Mike nach zwei Tagen zurück. Wir hatten ihn schon erwartet, da wir ihn auf einem Tracker verfolgen konnten. "Zu hart für mich", war sein erster Kommentar beim Anlegen. Und er hatte einen nahezu rein nördlichen Kurs gesegelt, da er zuerst die Südküste Puerto Ricos erreichen wollte (ohne anzulegen, da er kein US-Visum hat!), um dann zu wenden und Martinique anzulegen.
Puerto Rico? Eigentlich wollten wir ja über die DomRep zu den Bahamas, aber warum eigentlich nicht Puerto Rico (PR)? Auch Petras Mutter, selbst Seglerin, die uns immer sehr interessiert verfolgt, stellte diese Frage. Ein US-Visum habe ich ja jetzt! Hat sich der irre Aufwand etwa doch gelohnt? Die Covid-Einreisebedingungen für PR sind günstig, (es gibt keine! Ob das gut ist, wird sich dann zeigen, wir sind gewarnt) und wir brauchen uns nicht mit den Behörden der DomRep auseinanderzusetzen, die, wie wir gehört haben, in den Marinas, die wir ansteuern wollen, etwas anstrengend sein können.
So studierten wir für diesen Törn das Wetter mal außergewöhnlich genau, ließen unser Routing-Programm "Seaman Pro" von Wetterwelt- heiß laufen und fragten sogar bei Wetterwelt selbst an, einmal, um einen Routenvorschlag für die Überfahrt zu erhalten, aber auch, um zu verstehen, inwieweit die Strömung im Routing von Seaman Pro berücksichtigt wird. Die Antwort kam spät und fiel sehr dürftig aus. Von achtern und von vorn wird sie berücksichtigt, wen man sie angefordert hat, die Abdrift aber nicht. Hm, was ist, wenn die Strömung leicht schräg von der Seite kommt? Nun ja, wir können ja Stromdreiecke malen, und deren Ergebnis war immer eindeutig. Die Abdrift würde gigantisch sein, 20 bis 30° mindestens, wenn nicht mehr. Wir versuchten auch, die verschiedenen Strömungsfelder aus Seaman Pro und Windy bei unserer Routenplanung zu berücksichtigen, in schwächere Strömungfelder hineinzufahren, Stärkeren eher auszuweichen, oder sie schnell zu durchsegeln.
Vorweg gesagt: interessanterweise war dann die Gegenströmung und auch die Abdrift für die ersten Tage mehr oder weniger konstant: 1 bis 1.5 Knoten Gegenstrom, 20 bis 30° Abdrift nach West. Unser Routing hatte dann eine ganz einfache Formel: wir halten einfach soviel Ost vor, wie geht, bis wir sicher sind, dass wir unser Ziel segelnd anliegen können. Das passte auch mit den Gebieten geringer Gegenströmung zusammen.
Bevor es losgeht, vielleicht noch ein Wort zu unserem "shipment", unserem Paket also, auf dass wir seit einer Woche warteten. Der Eintreff war die ganze Zeit online für Montag, den 20.12. vor 18:00 Uhr angekündigt. Dienstagmorgen dann die unglaubliche Nachricht über Tracking Online, dass das Paket zurück nach Portugal unterwegs ist! Irgendwas sei falsch mit den Papieren. Oder TNT (Tochter von Fedex) hat Nummern verwechselt, es gab unterschiedliche Aussagen per Telefon. Frust, der uns aber nicht kleinkriegen konnte. Wer braucht schon einen Windgenerator wenn man ein neues Solarpaneel-System und einen Hydrogenerator hat? Und einen Motor, für den Fall der Fälle? Die Entscheidung war klar, wir fahren sobald wie möglich los. Wetterwelt hatte die Abfahrt zwar für Dienstagabend empfohlen, aber wir mussten ja noch zu Customs und Immigration, einen Kartoffelsalat vorbereiten, und Weihnachtsgrüße schreiben. Mittwochmorgen um 6 legten war ab, um dann eine geschlagene Stunde vor der Emma-Bridge zu warten, genau die Stunde, die ich noch gebraucht hätte, um richtig ausgeschlafen zu sein vor diesem 420-Seemeilen-Trip.



Alfred dreht gelangweilt seine Runden vor der Emma Bridge

Hinter der Emma-Bridge stellte sich dann eine weitere bedeutende navigatorische Frage: angenehm nordwestlich mit Wind und Strömung an Curacao vorbei, aber 20 Seemeilen Höhe verlieren oder südöstlich gegen Wind und Strömung vorbei und 10 Seemeilen Höhe gewinnen?
Am Abend war ich noch für die angenehme NW-Variante, aber nach dem Garkochen vor der Brücke brauchte ich etwas, an dem ich meine- angestaute Energie abarbeiten konnte. "Wierum sollen wir jetzt fahren?" fragte ich Petra. Sie war schon am Abend vorher für linksrum gewesen, das passte also. So schlimm war das Gegenan-Bolzen am frühen Morgen dann auch noch nicht, wir motorten erstmal lustig eine Stunde und zogen dann zwei schöne Kreuzschläge in die karibische See, schon waren wir um die Ecke. Auf dem letzten Kreuzschlag freute ich mich schon, weil wir ja bald abfallen konnten, um schön mit halbem oder leicht raumem Wind Kurs anzulegen. Doch ach Du Schreck, was war das? Wir konnten, sollten, mussten den Kurs hoch am Wind beibehalten! Wäre Bonaire, die Nachbarinsel im Osten nicht im Weg gewesen, hätten wir sogar noch höher am Wind fahren können. So schafften wir einen Kurs über Grund mit 20, 30, ja manchmal sogar 40° und hatten damit reichlich Vorhalt zum Erreichen unseres Ziels, der Puerto Ricanischen Westküste. Aber welch ein Kurs! Voll gegenan. Die Welle war Gottseidank einigermaßen moderat, so ein bis eineinhalb Meter und schöne lange Dünung. Trotzdem: ob wir das drei Tage lang durchhalten würden? Wir hatten ja unseren Kartoffelsalat, der auch bei leichter Plümeranz, die ich manchmal auf langen Seereisen an den ersten Tagen verspüre, noch gut schmeckt und hilft, das Unwohlsein zu überwinden.



Hm - Kartoffelsalat gegen Plümeranz

Ansonsten gibt's nicht allzu viel zu berichten: in der ersten Nacht hatten wir noch ein paar Squalls, die wir routiniert abwetterten (Atlantik-Überquerung: 52 Squalls), in der zweiten Nacht beherbergten wir zwei Übernachtungsgäste. Zwei braune Seevögel (möglicherweise junge Galapagos Noddies) ließen sich nicht davon abhalten, auf unserer Bimini zu landen, und fuhren fast die ganze Nacht mit.



Blinder Passagier!

Und Freitag, an Heiligabend, schenkte uns die See ein besinnliches Weihnachtsfest ohne Wind und Welle. Nur ruhig war es nicht unbedingt, da wir den Motor zum Vortrieb benutzten. Nachts um zwei holte Petra mich dann endlich zum Segelsetzen aus der Koje, der Wind wehte wieder mit beständig mehr als 8 Knoten, während er für zwölf Stunden unter 6 Knoten geblasen hatte.
Heiligabend auf See? Wir kochten uns was Schönes (Thunfisch mit Reis, dazu einen Caesar Salad)



Thunfisch (leider noch aus dem Supermarkt)

und tranken eine Brause (Melograno e Arrancia) von San Pellegrino. Wir hängten unsere Lichterketten auf, zogen uns schick an, und sangen einige Weihnachtslieder, sehr textschwach, aber sehr laut. Dann kam Bescherung und wir lachten über uns. Petra rief noch mit dem Satellitentelefon ihre Eltern und ihre Kinder an. Das war schön.



Schicker Alfred (Petra schick zu sehen oben im Titelfoto)

Als der Wind wieder da war, setzten wir zuerst Groß und Genua ungerefft. Wir waren sicher, bald würde der Wind zunehmen oder ein Squall würde sich ankündigen, so dass wir reffen müssten. Tat er aber nicht. Ich glaube, das war die längste Zeit und Strecke, die wir mit Vollzeug gesegelt sind, seit unserer Abfahrt im Juli 2019. Da spürt man mal wieder, wie toll unser X-Yachts segelt, wie schön es ist, voller Genuss und irgendwelcher Befürchtungen - sozusagen angstfrei - segelnd unterwegs zu sein. Als dann Land in Sicht kam, war ich fast schon versucht, Petra vorzuschlagen, ob wir nicht weiter segeln wollen...
Der Landfall war gut vorbereitet, wir riefen nacheinander die Coastguard, den Hafenmeister und "US Border Control" an, wünschten überall "Merry Christmas" und erreichten sogar alle! Wir bekamen einen Platz in der Marina zugewiesen, Petra fuhr mit viel Schwung wunderbar knapp am Achterpfahl vorbei (übrigens Achterpfähle wie in der Ostsee! Naja, sie sind hier weiß), und, was das Verrückteste war: nach ein paar Telefonaten und dem Senden der ausgefüllten App "CPB Roam" kamen abends um halb 8 Uhr zwei Officers der Border Control in der Marina vorbei, um unsere Pässe zu kontrollieren. Und damit waren wir einklariert. Alles am 1. Weihnachtstag!
Unser Anlegerbier mussten wir allerdings dann an Bord trinken, alle Kneipen hatten zu. Es gibt Schlimmeres. Und Puerto Rico hat uns spontan noch ein Weihnachtsgeschenk gemacht: die Luft kühlte sich abends auf angenehme 25°C ab und alle Mücken wurden für uns verscheucht. Was für eine Nacht! Kein Schwitzen, keine Mücken. So gut habe ich schon lange nicht mehr geschlafen. Welch ein Weihnachten.

Fröhliche Weihnachten!

21 December 2021 | Curaçao Willemstad
Alfred+Petra | Sunny and warm
Wir wünschen Euch allen ein geruhsames fröhliches Weihnachtsfest!

Es sieht tatsächlich so aus, als ob wir zumindest Heiligabend auf See sein werden. Wir laufen morgen früh aus mit Ziel Puerto Real an der Westküste von Puerto Rico. Wir hoffen, an Weihnachten dort einzulaufen. Mal sehen, Winde und Strömungen sind nicht immer mit uns.

Weihnachten auf See?

17 December 2021 | Curaçao, Curaçao Marine
Petra | Sonnig durchmischt mit Schauern
Weihnachten auf See?

Wir sind gerade wieder in der Marina der Curacao Marine angekommen und erledigen wieder einiges, was getan werden muss. Ich regele Verwaltungsangelegenheiten für Deutschland. Zum Glück habe ich gestern Bescheid bekommen, dass ich nun doch in Deutschland krankenversichert bin, zusätzlich zu meiner Auslandskrankenversicherung. Alfred schreibt seinen Artikel für die jährliche YCG-Zeitschrift. Gerade wurde von Pedro ein Stück unseres Teakdecks auf dem Vordeck repariert. Pedro ist ein sehr netter, geschickter und zuverlässiger Bootsbauer aus Puerto Rico. Um diese Reparatur durchführen zu lassen, haben wir unseren wunderschönen Ankerbucht-Miniurlaub in der Fuik-Baai abgebrochen. Es war paradiesisch, diese Stille, die fast unberührte Natur, schreiende Papageien und andere Vögel, sonst kaum Menschen. Wir waren knapp zwei Tage dort. Immerhin, eine erfrischende Abwechslung zu der heißen und sehr aktiven Marina.
Vor unserem Mini-Urlaub hatte Alfred den Wassermacher "repariert"! Er hat einfach ein neues Manometer (Wasserdruckmessgerät) gekauft, es eingesetzt und festgestellt, dass der Wassermacher funktioniert - nur der alte Manometer war kaputt! Zum Glück wieder ein Problem weniger.
Inzwischen wissen wir, wann unser Ersatzteil kommen soll, der Laderegler des Windgenerators, der Montag in Portugal abgeschickt wurde: Montagabend, den 20.12. - vier Tage vor Heiligabend! Wenn das wirklich klappen sollte und er dann auch wirklich hier bei uns in der Marina ankommen sollte, dann könnten wir Dienstag, den 21.12. los zur Dominikanischen Republik. Falls wir dann tatsächlich 3-4 Tage brauchen sollten, "Heißa, dann ist Weihnachtstag!". Das haben wir beide noch nicht erlebt, Weihnachten auf See zu sein. Wenn ich so darüber nachdenke, wie ich das finde, fällt es mir immer leichter, damit zu leben. Eigentlich habe ich mir das anders vorgestellt, aber warum nicht?

Schnorcheln speciaal mit Yabbi

Schon lange habe ich mir mal eine geführte Schnorcheltour gewünscht. Irgendwie hatte es sich nie ergeben. Letzte Woche, nach dem Schnorcheln vor der Kokomo Beach sprach mich ein Mann im Wasser an, er sei Schnorchelguide und biete Touren an. Er gab mir am Strand eine Broschüre. Hey, das ist doch ein Wink des Schicksals! Das war ein tolles Angebot. Yabbi bot an, uns zu seinem Lieblingsstrand zu fahren, Playa Largu. Wir fanden einen Termin, Sonntagmorgen um 8:30 war Treffen auf einem Supermarktparkplatz. Von dort fuhren wir alle zusammen in seinem Allradauto bald off road, ca. eine halbe Stunde einen Weg, den wir niemals gefunden, noch mit unserem kleinen Mietwagen bewältigt hätten. Endlich kamen wir an einem wilden und verlassenen Strand an - wunderschön türkises Wasser war unter den Wellen zu sehen, die an den Strand rollten. Es sei nicht ohne, hier die richtige Einstiegstelle zu finden, sagte Yabbi. Er warnte uns vor den Feuerkorallen, die hier überall wuchsen. Nachdem wir alle unsere Flossen und Masken startklar hatten, ging es los! Wie aufregend - wir sollten uns genau ansehen, wo Yabbi ins Meer ging und genau seiner Spur folgen. Zuerst folgte ich ihm zu der sandigen Stelle, wo er auf uns wartete. Als Alfred dann auch dort ankam, zogen wir die Flossen an und schwammen los. Es war eine wundervolle Unterwasserwelt, voller schöner Korallen und bunter Fische! Yabbi, der auf Curacao geboren wurde und schon als Dreijähriger schnorchelte, konnte uns die verschiedenen Korallenarten benennen und uns interessante Informationen zu verschiedenen Fischen geben. Zum Beispiel wissen wir jetzt, woher der Surgeon fish seinen Namen hat - er verfügt in der Nähe der Schwanzflosse über skalpellartig scharfe Stachel, die andere Fische verletzen können. Menschen meiden sie natürlich, wie eigentlich alle Fische. Alfred erschrak einmal, weil er dachte, ein großes grünes Blatt zu sehen - es war jedoch eine grüne Moräne, die beim Anblick Alfreds auch erschrak und sich in ihre Höhle zurückzog. In unserer Nähe schwamm auch ein große Schule von im Sonnenlicht blau schimmernden Doktorfischen vorbei - toll!
Nach dieser Tour fuhren wir ca. 10 Minuten zu einem kleineren Strand, dem Playa Manzalina, an dem auch Taucher waren. Während der Fahrt hörten wir alte Rockmusik - Alfred und Yabbi stellten fest, dass sie beide davon begeistert waren und ganz besonders von Jimi Hendrix, über den sie Geschichten erzählten. An dem Strand angekommen gab es erst einmal eine ausgedehnte Pause mit Snack und Getränken in gemütlichen Klappstühlen. Dann ging es auf zum zweiten Schnorchelausflug. Je weiter wir in die östliche Richtung schwammen, desto trüber wurde das Wasser. Das liege an dem starken Regen, den es gestern gab, so Yabbi, der spült Erde in das Meer und trübt es. Als wir in die entgegengesetzte Richtung schwammen wurde es besser, wir sahen wieder besonders schöne Korallen und Fische. Was für ein schöner Ausflug! Wir sind froh, durch Yabbi ein außergewöhnliches Erlebnis gehabt zu haben. Vielen Dank an ihn! Alfred plant ein paar GoPro-Videos, die Yabbis gefilmt hat, in einem kleinen Film zusammenzustellen, der bald hier im Blog zu sehen sein wird.
Hier ein Link zu Yabbis Website: Yabbi-Snorkeling Tours Curacao (@snorkelingtourscuracao) • Instagram-Fotos und -Videos
Vessel Name: Milena Bonatti
Vessel Make/Model: X-Yachts, Xc 38
Hailing Port: Großenbrode, Germany
Crew: Petra Pavlisin, Alfred Punke
About: Petra has been sailing high seas for a few years now. Alfred has been sailing the Baltic and the North Sea since 2000.
Extra: We are planning a circumnavigation of the globe, crossing the Atlantic with ARC 2019, heading to New York 2020 and westward after
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